Bedienung virtueller Desktops noch nicht ideal
Der Wechsel zwischen den virtuellen Desktops und das Anlegen neuer Desktops sind auf verschiedenen Wegen möglich. Optisch auffällig ist das neue Taskansichtssymbol in der Taskleiste, mit dem die Übersicht über die virtuellen Desktops und die darin laufenden Programme geöffnet oder wieder geschlossen werden. Die zugehörige Tastenkombination ist die vertraute Windows- und Tab-Taste, die unter Windows 7 die Übersicht über die laufenden Programme öffnete. Mit der Maus können Tasks in einen anderen Desktop verschoben werden. Auch per Kontextmenü kann ein Programm in einen anderen Desktop gebracht werden.
Die Auswahl eines Programms oder Desktops ist mit den Cursor-Tasten möglich. Dieser Weg ist nicht sonderlich effizient, aber es gibt zwei weitere Tastenkombinationen, um zwischen den Desktops zu wechseln. Als neues Tastenkürzel steht Windows-Taste+Strg und dann die Pfeiltaste nach links oder rechts bereit, um schrittweise zwischen den Desktops zu wechseln. Das direkte Aufrufen eines bestimmten Desktops ist auf diesem Wege allerdings nicht möglich.
Desktop kann mit einem Trick direkt aufgerufen werden
Der direkte Aufruf eines bestimmten Desktops kann aber als Zwischenlösung über die Tastenkürzel für den direkten Taskaufruf realisiert werden. Dazu muss das System entsprechend vorbereitet werden. Es gibt Programme und Apps, die beim Aufruf den betreffenden virtuellen Desktop aufrufen, in dem sie sich gerade befinden. Das gilt aber nicht für jedes Programm, so dass vorher zu prüfen ist, ob das mit den jeweils verwendeten Programmen möglich ist.
Falls das geht, kann somit gezielt ein virtueller Desktop aufgerufen werden. Wer nun beispielsweise den Browser auf die erste Position in der Taskleiste legt und diesen in Desktop eins öffnet, kann den betreffenden Desktop jederzeit mit Windows-Taste+1 öffnen. Wenn dann etwa ein Office-Programm auf die zweite Position gelegt und im zweiten Desktop gestartet wird, öffnet die Tastenkombination Windows-Taste+2 den zweiten Desktop. Dieser kleine Umweg ist wohl nur dann praktikabel, wenn sich der Nutzer ein festes Basissystem aus Programmen und Desktops anlegt. Ansonsten wird es eher schwierig, immer den genauen Überblick darüber zu behalten, welches Programm in welchem Desktop läuft.
Denn in Windows 10 fehlt jedwede Markierung in der Taskleiste. Wenn ein Programm in einem anderen Desktop bereits läuft, muss sich der Nutzer merken, wie die entsprechende Aufteilung ist. In der neuen Übersicht kann mit dem Tastenkürzel Windows-Taste+Strg+D ein neuer Desktop angelegt werden, alternativ ist das auch mit der Maus möglich. Jederzeit kann mittels Windows-Taste+Strg+F4 der aktuelle Desktop geschlossen werden. Darin geöffnete Programme wandern dann automatisch in den benachbarten Desktop links davon. Es wäre wohl auch nicht erwünscht, dass Programme dabei geschlossen würden.
Programme aller virtuellen Desktops sind in der Taskleiste sichtbar
In der Multitasking-Konfiguration in den Systemeinstellungen kann festgelegt werden, dass die laufenden Programme von allen virtuellen Desktops in der Taskleiste erscheinen. Dann sind immer alle laufenden Programme in der Taskleiste sichtbar, dabei fehlt abermals ein Hinweis, wenn ein Task nicht im aktuellen Desktop läuft. Für den Nutzer ist also nicht ersichtlich, welche der Tasks in welchem Desktop laufen. Die Standardeinstellung ist, dass nur die im ausgewählten virtuellen Desktop laufenden Programme in der Taskleiste markiert werden.
Unabhängig davon kann in der Multitasking-Konfiguration das Verhalten der Alt-Tab-Ansicht konfiguriert werden. Standardmäßig erscheinen in der Übersicht nur die Programme des aktiven Desktops, die anderen Applikationen werden ausgeblendet. Falls es gewünscht ist, werden mit Alt-Tab die Programme aus allen virtuellen Desktops angezeigt. Auch an der Stelle vermissen wir eine Markierung, welches Programm in welchem Desktop läuft.
Insgesamt wirkt die Implementierung der virtuellen Desktops noch unfertig. Es fehlen wichtige Statusinformationen, aber insgesamt lässt sich die neue Funktion schon recht gut nutzen und mit den entsprechenden Kniffen sogar halbwegs effizient bedienen. Schade ist, dass sich der Bildschirmhintergrund der einzelnen virtuellen Desktops nicht ändern lässt. Das würde einem die Orientierung vereinfachen.
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