Windows 10 Core Grove Kit: Starterkit für Programmierer, die nicht basteln wollen
Plug-and-Play lautet die Devise des Windows 10 IoT Core Grove Kits. Es ist ein Starterkit speziell für den kürzlich getesteten Raspberry Pi 3 , das experimentierfreudigen Programmierern die Bastelarbeit ersparen soll. Weder muss der Entwickler an der Platine herumlöten noch mit Steckplatinen arbeiten, um Schaltungen zu erstellen. Stattdessen liefert Microsoft alles mit, was an Elementen interessant sein könnte, samt der passenden Tochterplatine, in die alles eingesteckt wird.
Was ein bisschen nach Spielzeug klingt, hat den einfachen Grund, dass sich nicht jeder Programmierer auch gleichzeitig mit dem Basteln auskennt. Genau dieser Zielgruppe, die sich vor den Arbeiten mit einem Raspberry Pi sonst scheuen würde, möchte Microsoft mit einer Auswahl an Sensoren aushelfen. So gibt es Distanzmesser, Displays oder auch Temperatur- und Beschleunigungsmesser, die einfach in eine eigene Platine gesteckt werden, die wiederum mit dem Raspberry Pi 3 verbunden wird. Der Programmierer soll somit für das Internet der Dinge die entsprechenden Geräte bauen können.
Dabei ist es egal, ob dies mit oder ohne Display funktioniert. Dank Remote-Display-Unterstützung (Windows 10 IoT Remote Client), die zum IoT-Betriebssystem gehört, sollen so auch sogenannte Headless-Geräte entwickelt werden können. Zudem können beispielsweise die Sensorinformationen eines Windows-Phones mit übertragen werden. Das ist zwar nicht sonderlich präzise, doch im Prinzip können mit der Neigung eines Geräts die IoT-Geräte ferngesteuert werden.
Starterkit erscheint im Sommer
Das Grove Kit soll im Sommer 2016 erscheinen. Es soll die Azure IoT Kits(öffnet im neuen Fenster) ergänzen, die Bastelarbeit vom Programmierer verlangen. Einen Preis hat Microsoft noch nicht genannt. Da das Kit aber sehr wahrscheinlich auf dem GrovePi+-Kit(öffnet im neuen Fenster) des Herstellers Seeed basiert, dürfte der Preis kaum unter 100 US-Dollar liegen.
Ergänzend dazu will Microsoft weitere Quellen offenlegen. Teile des Raspberry Pi Package werden als Quellcode veröffentlicht, so dass Programmierer nachvollziehen können, wie beispielsweise GPIO von Microsoft implementiert wurde.
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