Abo
  • Services:

Windows 10 Anniversary Update: Microsoft macht Secure Boot kaputt

Bei der Entwicklung des Anniversary-Updates für Windows 10 ist Microsoft ein peinlicher Fehler unterlaufen: Die ausgelieferte Version der Software enthielt Funktionen, die Secure Boot außer Kraft setzen. Das Unternehmen versucht, den Schaden zu begrenzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Windows-10-Installationen lassen sich durch den Secure-Boot-Fehler manipulieren.
Windows-10-Installationen lassen sich durch den Secure-Boot-Fehler manipulieren. (Bild: Cindy Ord/Getty Images)

Während der Entwicklung einer neuen Betriebssystemversion dauerhaft mit Secure Boot zu arbeiten, war den Entwicklern bei Microsoft offenbar zu anstrengend - verständlich. Denn jede Testversion müsste dann vor dem Ausprobieren signiert werden. Deshalb entschieden die Entwickler sich für einen verhängnisvollen Workaround: Sie ermöglichten die Abschaltung der Sicherheitsfunktion.

Stellenmarkt
  1. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg vor der Höhe
  2. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf

Dumm nur, dass dieses Feature tatsächlich mit veröffentlicht wurde. In einigen Versionen von Windows 10 1607 Redstone, besser bekannt als Windows 10 Anniversary Update, waren mehrere solcher Umgehungsmaßnahmen enthalten. Der Newsdienst The Register schreibt, dass die Sicherheitsforscher mit den Pseudonymen Slipstream und My123 die Fehler auf "normalen Retail-Geräten" bemerkt hätten.

Ein Registry-Eintrag ermöglicht die Abschaltung des Zertifikatschecks in der Funktion mobilestartups.ffu, mit der Windows Phones geflasht werden können. Es gibt einige weitere ähnliche Einträge, die PCs, Windows-RT-Tablets und andere Geräte betreffen.

Außerdem fügte Microsoft eine neue Policy-Anweisung für Secure Boot mit dem Namen "Supplemental" hinzu. Damit ist es einem Angreifer möglich, beliebige von Microsoft nicht signierte Software auszuführen. Auch auf Geräten, die die Installation gesperrter Software eigentlich verhindern. Damit könnten auf Windows-RT-Tablets oder Windows Phones alternative Software geladen werden, aber eben auch Malware und Rootkits.

Angreifer können manipuliertes Betriebssystem booten

Angreifer, die sich Admin-Rechte verschaffen können, sind mit der entsprechenden Richtlinie in der Lage, veränderte Betriebssystemversionen unentdeckt zu booten. Denkbar wäre ein Angriff auf ein Firmennetzwerk, bei dem erst per Phishing Zugangsdaten ermittelt werden und dann mittels manipuliertem Secure Boot Persistenz erreicht wird.

Denn die Firmware prüft nicht mehr, ob tatsächlich von Microsoft signierte Software ausgeführt wird, oder nicht. Voraussetzung ist nur, dass irgendeine Art von Signatur vorliegt - was mit einem selbst erstellten Zertifikat problemlos machbar ist.

Die Sicherheitsforscher sehen den Vorgang als Beweis dafür, dass "Goldene Schlüssel" wie vom FBI gefordert, schädlich seien. Aus reiner Dummheit sei hier ein Schlüssel geleakt worden, der es Angreifern weltweit ermögliche, Windows-Geräte zu schädigen.

Microsoft wurde den Angaben der beiden zufolge bereits im März und April auf die Sicherheitslücke hingewiesen, reagierte aber zunächst nicht mit einem Fix. In den Juni- und Juli-Updates arbeitete Microsoft jeweils an Updates, die das Problem aber immer noch nicht vollständig lösen. Im September soll es daher einen dritten Anlauf geben, das selbst verursachte Problem zu lösen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Caseking kaufen
  2. 449€
  3. täglich neue Deals bei Alternate.de

Acid 303 16. Aug 2016

Hey Wallrunner, du selbst bist aber bestimmt auch kein Linuxer, also was denn dieser...

Anonymer Nutzer 14. Aug 2016

...ich weiss nicht, was das soll. MS hatte mal die vorbildlichste Updatepolitik aller OS...

Moe479 13. Aug 2016

weil er sich verkauft hat, bzw. dachte ms wäre ein toller laden der ihn beschenkt ...

Wallbreaker 12. Aug 2016

Genau genommen setzt UAC nicht einmal eine echte Nutzertrennung um. Und wenn man im...

mnementh 12. Aug 2016

Es IST das Negativ-Feature. Beispielsweise verhindert es, dass auf Windows-Phones...


Folgen Sie uns
       


Thinkpad X1 Carbon Gen6 - Test

Wir testen das Thinkpad X1 Carbon Gen6, das neues Business-Ultrabook von Lenovo. Erstmals verbaut der chinesische Hersteller ein HDR-Display und einen neuen Docking-Anschluss für die Ultra Docking Station.

Thinkpad X1 Carbon Gen6 - Test Video aufrufen
Game Workers Unite: Spieleentwickler aller Länder, vereinigt euch!
Game Workers Unite
Spieleentwickler aller Länder, vereinigt euch!

Weniger Crunchtime, mehr Lunchtime: Die Gewerkschaft Game Workers Unite will gegen schlechte Arbeitsbedingungen in der Spielebranche vorgehen - auch in Deutschland.
Von Daniel Ziegener

  1. Spielebranche Neue Konsole unter dem Markennamen Intellivision geplant
  2. The Irregular Corporation PC Building Simulator verkauft sich bereits 100.000 mal
  3. Spielemarkt Download-Anteil bei Games steigt auf 42 Prozent

K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
K-Byte
Byton fährt ein irres Tempo

Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse
  2. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
  3. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor

Anthem angespielt: Action in fremder Welt und Abkühlung im Wasserfall
Anthem angespielt
Action in fremder Welt und Abkühlung im Wasserfall

E3 2018 Eine interessante Welt, schicke Grafik und ein erstaunlich gutes Fluggefühl: Golem.de hat das Actionrollenspiel Anthem von Bioware ausprobiert.

  1. Control Remedy Entertainment mit übersinnlichen Räumen
  2. Smach Z ausprobiert Neuer Blick auf das Handheld für PC-Spieler
  3. The Division 2 angespielt Action rund um Air Force One

    •  /