Windows 10 19H2: Microsoft unterstützt favorisierte CPU-Kerne besser

Seit Wochen arbeitet Microsoft daran, das 19H2-Update für Windows 10 fertigzustellen. Es integriert einen überarbeiteten Scheduler, damit bei Prozessoren deren schnellste CPU-Kerne priorisiert werden.

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Wafer mit Cascade-Lake-SP-Chips
Wafer mit Cascade-Lake-SP-Chips (Bild: Intel)

Vor wenigen Tagen hat Microsoft mit der Insider Preview Build 18362.10022 eine weitere Version des 19H2-Updates für Windows 10 veröffentlicht. Dieses wird das Betriebssystem auf v1909 aktualisieren und enthält eine Funktion, auf die wir bisher nur am Rande verwiesen haben: Die Unterstützung von favorisierten CPU-Kernen bei aktuellen und kommenden Prozessoren.

Im November 2019 erscheinen AMDs Ryzen 9 3950X, die Threadripper v3 und Intels Cascade Lake X. Abseits einiger kleinerer Modelle weisen diese CPUs wenigstens 16 Cores auf, die unter Last verschiedene Frequenzen aufweisen können. Weil die Qualität einzelner Kerne sich unterscheidet, legen AMD und Intel per Vorabselektion (Binning) fest, welche der Cores sich am besten für hohe Taktraten eignen. Werden dann wenige Threads verwendet, etwa von älterer Software oder Spielen, sollten diese im Idealfall auf den favorisierten CPU-Kernen ausgeführt werden.

AMD legt nicht fest, wie viele Cores am höchsten takten, das übernimmt die Hardware selbst. Intel hingegen nutzt bei seinen HEDT-Chips (Highend Desktop), beginnend mit dem Core i7-6950X, seit 2016 den sogenannten Turbo v3: Die Treiber-Unterstützung ist mittlerweile Teil von Windows 10, somit konnten anfangs einer (Broadwell E) und später zwei Kerne (Skylake X) besonders flott takten. Bei den Cascade Lake X wie dem Core i9-10980XE hat Intel den Turbo v3 auf vier Kerne erweitert.

Weil mit dem 19H2-Updates für Windows 10 der Scheduler des Betriebssystems Threads besser verteilen soll, dürfte die Leistung bei betroffenen Systemen ein wenig steigen. Microsoft arbeitet seit Jahren daran, Verbesserungen zu integrieren. Zuletzt wurde mit Windows 10 v1903 der Scheduler für AMDs Ryzen-CPUs angepasst und eine Unterstützung für die CPPC2-Funktion (Collaborative Power Performance Control 2) eingebaut, damit die Prozessoren selbst die Kontrolle über ihre P-States haben.

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