Windows 10 1809: USB-Sticks müssen nicht mehr sicher entfernt werden

Mit der vollständigen Freigabe von Windows 10 1809 müssen USB-Sticks nicht mehr sicher aus dem System entfernt werden. Microsoft passt das Standardverhalten des Betriebssystems an das typische Verhalten der Nutzer an.

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USB-Datenträger müssen nicht mehr sicher entfernt werden. (Symbolbild)
USB-Datenträger müssen nicht mehr sicher entfernt werden. (Symbolbild) (Bild: Robyn Beck/AFP)

Wer einen USB-Stick einfach aus einem Windows-System herauszieht, bekam oft eine Warnung. Dieses Verhalten ändert Microsoft mit der allgemeinen Freigabe von Windows 10 1809. Das Standardverhalten für USB-Datenträger wird auf "Quick Removal" gesetzt.

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Wer will, kann in der Computerverwaltung das alte System wieder in den Richtlinien der Datenträger aktivieren. Microsoft empfiehlt, dann auch die Einstellung des Schreibcache-Mechanismus zusätzlich zu aktivieren. Das ist allerdings eine Einstellung, die für jeden einzelnen externen Datenträger vorzunehmen ist. Problematisch daran ist, dass Windows durchaus Daten zwischenspeichert und erst später auf den Stick schreibt. Diese "Better Performance"-Einstellung war früher der Standard. Genau deswegen gab es diese Sicher-entfernen-Warnung. Gerade externe Festplatten, die nicht so schnell schreiben, konnten durchaus problematisch sein.

Die Quick-Removal-Standardrichtlinie entspricht dafür eher der gängigen Praxis der Anwender. Die neigen dazu, den USB-Sticks einfach aus dem System zu entfernen, sobald ein Kopiervorgang abgeschlossen wurde. Bei schnellen Sticks war das selten ein Problem.

Die USB-Praxis stammt noch aus einer Zeit, als moderne Datenträger tatsächlich physisch ausgeworfen und gegebenenfalls auch hörbar beschrieben wurden. Ältere Nutzer erinnern sich noch daran, wie sie darauf warteten, dass das Diskettenlaufwerk ruhig wurde, was ein Zeichen für ein sicheres mechanisches Auswerfen war. Moderne Speichersysteme wie die Minidisc, MO-Disk oder Zip-Disk sicherten elektronisch ein versehentliches Auswerfen ab. Selbiges galt für beschreibbare CD-, DVD- oder Blu-ray-Laufwerke. Bei USB-Sticks oder -Festplatten gab es diese Absicherung aber nicht und Microsoft entschied sich damals, die Leistung dieser Gerätetypen zu steigern, indem sie im Zweifelsfall sicher entfernt werden mussten.

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SörenWillNichtH... 12. Apr 2019

sign

Anonymouse 12. Apr 2019

Doch, wenn du wegen eines defekten Sticks ein Wochenende durchackern msustest, dann ist...

1ras 10. Apr 2019

Damit kannst du das Problem nicht lösen, jedenfalls nicht ohne das komplette...

FreiGeistler 10. Apr 2019

Deine Interpretation ist grotesk. Hat ja niemand gesagt, dass der Nutzer das Windows neu...



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