Window Robot im Test: Lautes Saugen am Fenster
Fensterputzen macht vielen Menschen nicht so richtig viel Spaß, und das Ergebnis ist dann oft auch noch enttäuschend streifig. Da entsteht dann natürlich der sehnliche Wunsch, alles von einem Roboter machen zu lassen. Ob sich die Ausgabe für so ein Gerät wirklich lohnt und die Arbeit auch gut gemacht wird, wollten wir in unserem Test herausbekommen.

Der Window Robot des chinesischen Herstellers mit dem eigenartigen Namen Cop Rose reinigte unsere Fenster. Eine Sicherheitsvorrichtung und ein Akku verhinderten im Notfall ein Abstürzen des Roboters bei Stromausfall, der sich mit Unterdruck an der Scheibe festsaugt.
Der Cop Rose Window Robot ist ein kleineres Gerät, dass sich einfach bedienen und starten lässt. Ein Saugmechanismus erzeugt einen Unterdruck, womit sich die Maschine am Glas festhält.
Der Window Robot lässt sich einfach über die Starttaste bedienen, das Glas muss zuvor mit Reinigungsflüssigkeit eingesprüht sein. Dann wird der Roboter einfach auf die Scheibe gesetzt und angeschaltet. Über die Fernbedienung lässt sich einstellen, ob die Scheibe von oben nach unten oder von links oder rechts geputzt werden soll. Die Steuerung über die Fernbedienung reagiert jedoch mit einigen Sekunden Verzögerung.
Akku nur gegen Absturz
Bei der Reinigung macht das Gerät leider sehr laute Sauggeräusche. Ein weiterer Nachteil ist, dass immer eine Verbindung zum Leitungsnetz für die Elektrizitätsversorgung bestehen muss, damit der Window Robot arbeitet. Der Akku im Gerät ist lediglich eine Absicherung für einen Stromausfall von bis zu 20 Minuten, damit der Fensterputzer nicht abstürzt. Hinzu kommt vom Hersteller eine Band-Absicherung die am Fenstergriff angebracht wird. Durch die runden Wischer kommt der Roboter nicht ganz bis in die Ecken der Fenster. Das Gerät konnte an allen Fenstern arbeiten, wir haben Kunststoff- und Metallrahmen und einen ganzen Wintergarten ausprobiert.
Der Window Robot hat eine Leistung von 80 Watt und ein Gewicht von 2,3 kg. Die Maße betragen 29 x 14,2 cm. Steuern lässt sich der Roboter mit der Fernbedienung oder mit der App für iOS und Android. Die App bietet aber keinen Mehrwert, weil sie nicht mehr kann als die Fernbedienung. Zum Lieferumfang gehören die Fernbedienung, zwölf waschbare Tücher, zwei Tuchringe zur Befestigung, ein sehr langes Netzkabel, ein Sicherungsband und ein Handbuch in englischer Sprache.
In unserem Test hat der Window Robot die Fenster streifenfrei geputzt, auch wenn die Reinigung eines Fensters mit den Scheibenmaßen 120 x 80 cm rund vier Minuten dauerte. Hier werden die Herstellerangaben aus dem technischen Datenblatt von 2,5 Minuten/m² nicht ganz erreicht. Der Roboter fährt die Scheibe mehrfach ab und meldet sich mit einem Ton, wenn die Arbeit abgeschlossen ist. Bei sehr großen Fenstern wird der Window Robot sehr viel schneller, weil er nicht so oft am Rand anstößt.
Verfügbarkeit und Fazit
Der Window Robot vom Hersteller Cop Rose wurde uns vom Onlinehändler Gearbest(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung gestellt, der für das Gerät 176 Euro verlangt. Vom 9. bis 18. März beträgt der Preis 150 Euro. Der Roboter ist auch bei Amazon.com erhältlich(öffnet im neuen Fenster) und kostet dort 180 US-Dollar. Bei Bestellungen aus dem Ausland fallen zusätzlich Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuern an. Dazu kommen nervige Besuche beim Zollamt mit langen Wartezeiten. Gearbest wirbt damit, bei der Auswahl der kostenlosen n Priority Line (Germany Express) im Bestellvorgang die Zollgebühren und Steuern zu entrichten. Wer in den USA oder China kauft, kann zudem nicht mit einer kostenlosen Rücksendung rechnen.
Fazit
Genau wie ein Staubsauger- oder ein Rasenmähroboter kann ein Mensch dies natürlich schneller und möglicherweise auch besser. Wenn man in einer kleinen Wohnung die Tätigkeit selbst in 30 Minuten gut erledigen kann, braucht man aber dafür wirklich keinen Roboter. Wer diese nervtötende Hausarbeit nicht selbst machen und auch keinen professionellen Fensterputzer rund 120 Euro bezahlen möchte, ist mit dem Window Robot gut beraten, und hat eine dauerhafte Lösung gefunden.