Windkraftanlage: GE will Türme für Windräder 3D-drucken

Bisher gibt es nur einen 10 Meter hohen Prototyp. Künftig sollen die Türme aus dem 3D-Drucker 200 Meter hoch werden.

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Windräder (Symbolbild)
Windräder (Symbolbild) (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Immer höher hinaus wollen die Betreiber von Windkraftanlagen: Größere Windräder, die weiter vom Boden weg sind, verheißen höhere Erträge. Allerdings bringen die großen Bauteile auch Probleme mit sich. Der US-Konzern General Electric (GE) will diese lösen: Die Sockel sollen künftig mit einem 3D-Drucker aufgebaut werden.

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Derzeit werden die Sockel aus vorgefertigten Stahlbetonteilen zusammengesetzt. Die Teile müssen zur Baustelle transportiert werden, was oft kompliziert und teuer ist. GE will zusammen mit dem dänischen 3D-Drucker-Hersteller Cobod und dem Schweizer Baustoffhersteller Lafarge-Holcim ein Verfahren entwickeln, um die Elemente für den Turm der Windräder vor Ort zu erstellen.

GEs Sparte Renewable Energy wird in die Partnerschaft die Kenntnisse über das Design und den Bau von Windkraftanlagen einbringen. Lafarge-Holcim will einen Beton entwickeln, der sich mit einem 3D-Drucker verarbeiten lässt und den Anforderungen für die riesigen Windräder entspricht. Cobod schließlich ist für die 3D-Druck-Technik zuständig.

Die Partner glaubten, dass additive Fertigungsverfahren das Potenzial für eine Disruption in der Windkraftbranche hätten, sagte Matteo Bellucci, Leiter der Abteilung Advanced Manufacturing Technology bei GE Renewable Energy. "Der Druck mit Beton hat in den vergangenen fünf Jahren erhebliche Fortschritte gemacht, und wir glauben, dass er einer Anwendung in der industriellen Welt immer näher kommt."

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Seit einigen Jahren gibt es vermehrt 3D-Druck-Projekte in der Baubranche. Die Organisation New Story etwa fertigt Häuser im Süden Mexikos für arme Landarbeiter per 3D-Druck. In Nantes in Frankreich ist das erste 3D-gedruckte Haus bereits bezogen. In Madrid überspannt eine per 3D-Drucker aufgebaute Brücke seit zwei Jahren einen Wasserlauf in einem Park.

GE Renewable Energy, Lafarge-Holcim und Cobod haben bereits ein Pilotprojekt gestartet: Im Herbst vergangenen Jahres haben sie in Kopenhagen einen 10 Meter hohen Sockel für ein Windrad per 3D-Druck aufgebaut.

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M.P. 19. Jun 2020

Gentechnisch veränderte Kühe, deren Kuhfladen nach Aushärten die Festigkeit von Beton...

M.P. 19. Jun 2020

Naja, ich denke, auch für den 3-D-Druck-Roboter muss man eine Art "Kletterndes Gerüst...



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