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Testanlage in Dänemark

Dass dieses Konzept weit mehr als die Fantasie eines Weltverbesserers ist, davon ist Johan Sandberg vom Energieberatungs- und Zertifizierungsunternehmen DNV GL überzeugt: "Das Konzept beinhaltet eine Reihe von vielversprechenden und kostensenkenden Lösungen für die schwimmende Windkraft. Der Entwurf legt einen Schwerpunkt auf die Industrialisierung und nutzt die Erfahrungen und Fertigungsverfahren der hocheffizienten Onshore-Windindustrie. All diese Punkte machen das Konzept einzigartig."

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In der Tat: Andere Offshore-Wind-Plattformen sind gigantisch und bestehen aus Tausenden Tonnen Stahl. Um sie errichten zu können, braucht es tiefe und windgeschützte Buchten. Manche ragen 100 Meter in die Tiefe, andere haben aufwändige Ballastierungs-Systeme, in denen Wasser hin und her gepumpt wird. Gemein haben sie monströse Kosten.

Stiesdal will nun beweisen, dass es besser geht. Er ist auf einem guten Weg: Im vergangenen Sommer wurde sein Schwimmer im Wellenkanal getestet. Im Herbst fanden sich mit der RWE-Tochter Innogy und Shell zwei zahlungskräftige Partner. Gemeinsam mit Stiesdals Firma haben sie 18 Millionen Euro aufgebracht und wollen ab Frühjahr dieses Jahres im dänischen Grenaa eine Anlage mit 3,6 Megawatt bauen. Die soll dann im norwegischen Marine Energy Test Centre installiert werden. "Wenn alles gut geht", sagt Stiesdal, "sind sie im August im Wasser."

Für Windkraft-Professor Po-Wen Cheng von der Universität Stuttgart wird das die Feuertaufe: "Mit der Demonstration wird sich zeigen, ob die Vorteile in der Einfachheit der Konstruktion, Fertigung, Installation und dem stabilen Betrieb sich in reeller Umweltbedingung bewahrheiten."

Stiesdal will mehr als nur zeigen, dass sein Konzept aufgeht. Er will Offshore-Windstrom unschlagbar günstig machen. Seine schwimmenden Pyramiden sollen den Kilowattstundenpreis auf fünf Cent drücken, derzeit liegt er noch bei rund neun Cent. Es käme einer Sensation gleich: Windstrom wäre billiger als fossil erzeugter Strom.

Um das Potenzial muss sich Stiesdal jedenfalls keine Sorgen machen. Es ist gigantisch. Bislang decken alle Dreiflügler der Welt - egal ob an Land oder auf See - rund vier Prozent des globalen Strombedarfs. Doch Prognosen weisen steil nach oben: 2050 könnten es bereits 30 Prozent sein. Der Offshore-Windkraft, speziell der schwimmenden, bescheinigen Spezialisten dabei eine zentrale Rolle.

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mfriese 22. Mär 2019

Auf der einen Seiten ist es nett, günstiger Energie produzieren zu wollen. Auf der...

Shismar 19. Mär 2019

Er mag halt keine Grünen. Und daher auch alles nicht, was die gut finden. Aber dafür...

Shismar 19. Mär 2019

https://de.wikipedia.org/wiki/Sahara Da muss man vielleicht die Solarpanels in den...

Ach 18. Mär 2019

Das hört man sehr gerne, und dazu passend, dass die Zertifikate innerhalb der kommenden...

plutoniumsulfat 13. Mär 2019

Ich hoffe mal, dass aus den Plänen auch was wird ;)


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