Testanlage in Dänemark

Dass dieses Konzept weit mehr als die Fantasie eines Weltverbesserers ist, davon ist Johan Sandberg vom Energieberatungs- und Zertifizierungsunternehmen DNV GL überzeugt: "Das Konzept beinhaltet eine Reihe von vielversprechenden und kostensenkenden Lösungen für die schwimmende Windkraft. Der Entwurf legt einen Schwerpunkt auf die Industrialisierung und nutzt die Erfahrungen und Fertigungsverfahren der hocheffizienten Onshore-Windindustrie. All diese Punkte machen das Konzept einzigartig."

Stellenmarkt
  1. Produktmanager / Product Owner (m/w/d) für 3D-Konfiguratoren
    W. & L. Jordan GmbH, Kassel
  2. Entwicklungsingenieur Kontaktlose Kommunikation (m/w/d)
    Comprion GmbH, Paderborn
Detailsuche

In der Tat: Andere Offshore-Wind-Plattformen sind gigantisch und bestehen aus Tausenden Tonnen Stahl. Um sie errichten zu können, braucht es tiefe und windgeschützte Buchten. Manche ragen 100 Meter in die Tiefe, andere haben aufwändige Ballastierungs-Systeme, in denen Wasser hin und her gepumpt wird. Gemein haben sie monströse Kosten.

Stiesdal will nun beweisen, dass es besser geht. Er ist auf einem guten Weg: Im vergangenen Sommer wurde sein Schwimmer im Wellenkanal getestet. Im Herbst fanden sich mit der RWE-Tochter Innogy und Shell zwei zahlungskräftige Partner. Gemeinsam mit Stiesdals Firma haben sie 18 Millionen Euro aufgebracht und wollen ab Frühjahr dieses Jahres im dänischen Grenaa eine Anlage mit 3,6 Megawatt bauen. Die soll dann im norwegischen Marine Energy Test Centre installiert werden. "Wenn alles gut geht", sagt Stiesdal, "sind sie im August im Wasser."

Für Windkraft-Professor Po-Wen Cheng von der Universität Stuttgart wird das die Feuertaufe: "Mit der Demonstration wird sich zeigen, ob die Vorteile in der Einfachheit der Konstruktion, Fertigung, Installation und dem stabilen Betrieb sich in reeller Umweltbedingung bewahrheiten."

Golem Karrierewelt
  1. Kubernetes – das Container Orchestration Framework: virtueller Vier-Tage-Workshop
    20.-23.02.2023, Virtuell
  2. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    16.-18.01.2023, virtuell
Weitere IT-Trainings

Stiesdal will mehr als nur zeigen, dass sein Konzept aufgeht. Er will Offshore-Windstrom unschlagbar günstig machen. Seine schwimmenden Pyramiden sollen den Kilowattstundenpreis auf fünf Cent drücken, derzeit liegt er noch bei rund neun Cent. Es käme einer Sensation gleich: Windstrom wäre billiger als fossil erzeugter Strom.

Um das Potenzial muss sich Stiesdal jedenfalls keine Sorgen machen. Es ist gigantisch. Bislang decken alle Dreiflügler der Welt - egal ob an Land oder auf See - rund vier Prozent des globalen Strombedarfs. Doch Prognosen weisen steil nach oben: 2050 könnten es bereits 30 Prozent sein. Der Offshore-Windkraft, speziell der schwimmenden, bescheinigen Spezialisten dabei eine zentrale Rolle.

Auch zu diesem Thema:

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Windenergie: Mister Windkraft will die Welt vor dem Klimakollaps retten
  1.  
  2. 1
  3. 2


mfriese 22. Mär 2019

Auf der einen Seiten ist es nett, günstiger Energie produzieren zu wollen. Auf der...

Shismar 19. Mär 2019

Er mag halt keine Grünen. Und daher auch alles nicht, was die gut finden. Aber dafür...

Shismar 19. Mär 2019

https://de.wikipedia.org/wiki/Sahara Da muss man vielleicht die Solarpanels in den...

Ach 18. Mär 2019

Das hört man sehr gerne, und dazu passend, dass die Zertifikate innerhalb der kommenden...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Mars Attacks!
"Aus irgendeinem merkwürdigen Grund fehl am Platz"

Viele Amerikaner fanden Tim Burtons Mars Attacks! nicht so witzig, aber der Rest der Welt lacht umso mehr - bis heute, der Film ist grandios gealtert.
Von Peter Osteried

25 Jahre Mars Attacks!: Aus irgendeinem merkwürdigen Grund fehl am Platz
Artikel
  1. NIS 2 und Compliance vs. Security: Kann Sicherheit einfach beschlossen werden?
    NIS 2 und Compliance vs. Security
    Kann Sicherheit einfach beschlossen werden?

    Mit der NIS-2-Richtlinie will der Gesetzgeber für IT-Sicherheit sorgen. Doch gut gemeinte Regeln kommen in der Praxis nicht immer unbedingt auch gut an.
    Von Nils Brinker

  2. Artemis I: Orion-Kapsel ist in Mondorbit eingeschwenkt
    Artemis I
    Orion-Kapsel ist in Mondorbit eingeschwenkt

    Die Testmission für Mondlandungen der Nasa Artemis I hat den Mond erreicht. In den kommenden Tagen macht sich die Orion-Kapsel auf den Rückweg.

  3. Apple-Auftragsfertiger: Unruhen bei Foxconn und 30 Prozent iPhone-Produktionsverlust
    Apple-Auftragsfertiger
    Unruhen bei Foxconn und 30 Prozent iPhone-Produktionsverlust

    Foxconn soll Einstellungsprämien an Arbeiter nicht gezahlt haben, weshalb es zu Unruhen kam. Nun gab es Massenkündigungen. Für Apple ist die Situation gefährlich.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday bei Mindfactory, MediaMarkt & Saturn • Prime-Filme leihen für je 0,99€ • WD_BLACK SN770 500GB 49,99€ • GIGABYTE Z690 AORUS ELITE 179€ • Seagate FireCuda 530 1TB 119,90€ • Crucial P3 Plus 1TB 81,99 & P2 1TB 67,99€ • Alpenföhn Wing Boost 3 ARGB 120 3er-Pack 42,89€ [Werbung]
    •  /