• IT-Karriere:
  • Services:

William Gibsons Archangel: Cyber, Frauen, Zeitreisen - was braucht ein Comic mehr?

Ein dystopisches Jahr 2016, Zeitreisen in das vom Zweiten Weltkrieg zerstörte Berlin und geniale Anti-Superhelden. Mit Archangel hat Cyberpunk-Altmeister William Gibson einen subversiven Comic geschaffen, der lesesüchtig macht.

Eine Rezension von veröffentlicht am
In Archangel spielen Frauen zentrale Rollen.
In Archangel spielen Frauen zentrale Rollen. (Bild: IDW Publishing)

Hierzulande haben Comics leider oft den Status von Kinderliteratur. Ausnahmen bilden vorwiegend Werke für ein sehr interessiertes Nischenpublikum oder klassische Superhelden-Blockbuster wie etwa Captain America. Völlig anders als Letzteres und trotzdem nur für Erwachsene ist Archangel von William Gibson, der mit seiner Neuromancer-Reihe das Genre des Cyberpunk geprägt hat - und damit die Literaturgattung, in der die vielen Schattenseiten des Science-Fiction betrachtet werden. Wie erhofft, lässt schon der Beginn des ersten Comics von Gibson kaum noch Wünsche offen und bestätigt die erhoffte Sci-Fi-Dystopie: Es ist Februar 2016 und die Welt liegt von Tokio über Moskau und London in Trümmern.

Inhalt:
  1. William Gibsons Archangel: Cyber, Frauen, Zeitreisen - was braucht ein Comic mehr?
  2. Gut und Böse in umgekehrten Rollen

Die US-Regierung hat sich - mitsamt dem Weißen Haus - in ein ominöses Hochsicherheitsgebiet in den Weiten von Montana zurückgezogen. Die Regierung wird von einem Vater-Sohn-Gespann geführt, von Senior und Junior Henderson. Deren Pläne werden vermutlich im Laufe der Geschichte von zwei ungewöhnlichen Frauen durchkreuzt, die wohl nichts voneinander wissen. Schließlich befinden sich die beiden nicht nur auf unterschiedlichen Kontinenten, sondern leben auch in völlig verschiedenen Zeiten: in den Jahren 2016 und 1945.

Verknüpft werden die Zeitstränge zunächst durch Junior, der offiziell US-Vizepräsident im Jahr 2016 ist und gleich am Anfang der Handlung eine Gesichtsoperation bekommt, um auszusehen wie sein Großvater Major Henderson. Ganz so, als wäre das vollkommen üblich, reist Junior daraufhin zurück in der Zeit. Er landet mit einigen Begleitern im Februar 1945 im Pentagon und hat das Ziel, seinen Großvater Major Henderson umzubringen, dessen Platz einzunehmen und den Lauf der Geschichte zu verändern. Damit soll Archangel vorbereitet werden können. Was genau das heißt, bleibt vorerst aber noch offen.

Paranormales im Stil des Film Noir

Erzählt wird die Geschichte, die Gibson in Zusammenarbeit mit dem Schauspieler und Autor Michael St. John Smith erstellt hat, vor allem mit Hilfe der Panels des sehr erfahrenen Comiczeichners Butch Guice. Die Darstellungen erinnern, passend zum Genre des Cyberpunk, an Kameraeinstellungen aus einem Film Noir.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Hamburg
  2. MediaNet GmbH Netzwerk- und Applikations-Service, Freiburg im Breisgau

So gibt es im Wortsinn schräge Perspektiven und es wird eine sehr düstere Atmosphäre erzeugt, die insbesondere mit der auffallend dunklen Farbauswahl sowie mit den teilweise fast schon klaustrophobisch engen Handlungsorten für Spannung in einem Krimi sorgt, der für Leser noch nicht so recht zu durchschauen ist.

Im Nachwort des ersten Teils von Archangel erläutert Gibson, dass der Ursprung für den Comic in einer Diskussion über fliegende Untertassen der Nazis im Dritten Reich liege. Dabei hätten auch die von den Flugzeugbesatzungen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg beschriebenen Erscheinungen der Foo-Fighter sowie die sogenannten Ghost Rockets ihren Beitrag geleistet. Letztlich sei eine Mischung aus Band of Brothers und Blackwater entstanden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Gut und Böse in umgekehrten Rollen 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Shadow Warrior 1 + 2 für je 7,99€, Hotline Miami für 1,99€, Absolver für 6,99€)
  2. 13,29€

Spiritogre 25. Jun 2016

Vom Zeichenstil sieht das aus wie jeder andere US Low Budget Serien-Wochencomic. Nachdem...

TarikVaineTree 24. Jun 2016

Good one! :D


Folgen Sie uns
       


Android Smartphone als Webcam nutzen - Tutorial

Wir erklären in einem kurzen Video, wie sich das Smartphone für Videokonferenzen unter Windows nutzen lässt.

Android Smartphone als Webcam nutzen - Tutorial Video aufrufen
The Secret of Monkey Island: Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!
The Secret of Monkey Island
"Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!"

Das wunderbare The Secret of Monkey Island feiert seinen 30. Geburtstag. Golem.de hat einen neuen Durchgang gewagt - und wüst geschimpft.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper


    Corsair K60 RGB Pro im Test: Teuer trotz Viola
    Corsair K60 RGB Pro im Test
    Teuer trotz Viola

    Corsair verwendet in der K60 Pro RGB als erster Hersteller Cherrys neue preiswerte Viola-Switches. Anders als Cherrys günstige MY-Schalter aus den 80ern hinterlassen diese einen weitaus besseren Eindruck bei uns - der Preis der Tastatur hingegen nicht.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Corsair K100 RGB im Test Das RGB-Monster mit der Lichtschranke
    2. Corsair Externes Touchdisplay ermöglicht schnelle Einstellungen
    3. Corsair One a100 im Test Ryzen-Wasserturm richtig gemacht

    Ausprobiert: Meine erste Strafgebühr bei Free Now
    Ausprobiert
    Meine erste Strafgebühr bei Free Now

    Storniert habe ich bei Free Now noch nie. Doch diesmal wurde meine Geduld hart auf die Probe gestellt.
    Ein Praxistest von Achim Sawall

    1. Gesetzentwurf Weitergabepflicht für Mobilitätsdaten geplant
    2. Personenbeförderung Taxibranche und Uber kritisieren Reformpläne

      •  /