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Wildlight: Nach Problemstart großer Teil des Highguard-Teams entlassen

Nach nicht einmal drei Wochen nach Release entlässt das Studio hinter dem Online- Actionspiel Highguard offenbar den Großteil des Teams.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Highguard (Bild: Wildlight Entertainment)
Artwork von Highguard Bild: Wildlight Entertainment

Etwas mehr als zwei Wochen nach dem Start steckt das ambitionierte Multiplayer-Actionspiel Highguard offenbar in ernsthaften Schwierigkeiten. Das Entwicklerstudio Wildlight Entertainment hat Entlassungen bestätigt. Hinweise aus dem Team deuten darauf hin, dass es deutlich mehr als nur einzelne Stellen betrifft.

In einer Stellungnahme erklärte das Studio(öffnet im neuen Fenster) , man habe sich zu der "unglaublich schwierigen Entscheidung" gezwungen gesehen, sich von einem Teil der Mitarbeiter zu trennen, während ein Kernteam das Spiel weiter unterstützen soll. Wie viele Personen betroffen sind, bleibt offen.

Konkreter wurde hingegen Leveldesigner Alex Graner: Er schrieb öffentlich auf Linkedin(öffnet im neuen Fenster) , er sei "zusammen mit dem Großteil des Teams" entlassen worden.

Highguard erschien am 26. Januar 2026 als Free-to-Play-Hero-Shooter für Windows-PC und Konsolen und hatte bereits eine schwierige Vorgeschichte. Die Enthüllung bei den Game Awards 2025 wurde kühl aufgenommen, unter anderem wegen seines schwer einzuordnenden PvP-Konzepts.

Dazu kamen Vorwürfe, dass Moderator Geoff Keighley an dem Spiel mitverdiene , ohne dies kenntlich gemacht zu haben. Keighley und Wildlight wiesen das energisch zurück, dennoch waren die Diskussionen rund um Highguard tagelang von extrem negativer Stimmung geprägt.

Massiv gesunkene Steam-Spielerzahlen

Da half es auch nicht wirklich, dass kurz nach dem Start rasch ein Inhalts-Update mit Ranglistenmodus, neuer Karte und zusätzlichem Helden erschien und einige Schwachpunkte gefixt wurden.

Laut SteamDB(öffnet im neuen Fenster) erreichte das Spiel am Starttag zwar knapp 100.000 gleichzeitig aktive Nutzer, fiel danach aber schnell auf wenige Tausend. Zuletzt gab es maximal 3.600 gleichzeitig aktive Spieler.

Dazu kommen gemischten Bewertungen, auf Steam sind lediglich 45 Prozent positiv. Für ein dauerhaftes Live-Service-Projekt dürfte das bei Weitem nicht genug sein.

Wildlight betont, man wolle das Spiel weiterhin betreuen. In der Praxis bedeutet ein stark verkleinertes Team bei einem Service-Shooter allerdings oft das Gegenteil: reduzierte Updates, schrumpfende Community und schließlich Abschaltung.


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