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Wildcard: Browser macht das Netz zum Kartenspiel

Ein New Yorker Startup will das mobile Surfen im Netz mit einer Kartenansicht angenehmer machen. Langfristig will Wildcard Browser wie Safari und Chrome vom Smartphone verbannen.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Karten sollen das mobile Internet übersichtlicher machen.
Karten sollen das mobile Internet übersichtlicher machen. (Bild: Wildcard)

Das New Yorker Startup Wildcard hat einen iOS-Browser entwickelt, der mobile Seiten in einzelne Karten aufteilt und auf die gängige HTML-Ansicht verzichtet. Seit Donnerstag steht Wildcard im US-App-Store zum Download bereit. Nach eigenen Angaben will das Startup mittelfristig Browser wie Safari oder Chrome komplett ersetzen. Traditionelle Seiten hätten zwar am Desktop funktioniert, seien aber für Smartphones der falsche Ansatz, erklärte das Unternehmen.

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Auf dem Startbildschirm von Wildcard können Nutzer nach Inhalten oder Kategorien suchen, Trending Topics sehen oder Empfehlungen anklicken. Nachrichten werden mit Überschrift und einer kurzen Zusammenfassung angezeigt, ein Klick auf die Karte öffnet den gesamten Artikel. Suchergebnisse werden anders als bei Google nicht nur als Links angezeigt, sondern aufbereitet. Zudem bietet Wildcard personalisierte Ergebnisse anhand des eigenen Standorts und älterer Sucheinträge.

Seit das mobile Internet immer mehr an Bedeutung gewinnt, suchen Entwickler nach neuen Möglichkeiten, die alte Browseransicht für kleinere Displays zu optimieren. Dabei setzt sich die Kartenansicht mehr und mehr durch. Die neue Version von Googles Android-Betriebssystem setzt für seine Benachrichtigungen ebenso auf Karten wie der Assistent Google Now oder Seiten wie Pinterest und Facebook. Auch die Apple Watch wird Beobachtern zufolge auf einen vollwertigen Browser im traditionellen Sinne verzichten und Informationen in einzelne Portionen aufschlüsseln.

"Karten"-Standard für das mobile Web denkbar

Ursprünglich war Wildcard vor allem für das Einkaufen in Onlineshops vorgesehen. In der jetzt veröffentlichten Version können Nutzer direkt aus der Anwendung online einkaufen, die Suche nach einem Produkt listet automatisch Rezensionen und Onlinehändler auf. Allerdings ist die Zahl der teilnehmenden Händler noch begrenzt.

Bei Seiten, die das Format bislang nicht unterstützen, wechselt Wildcard in die traditionelle Webansicht. Entwickler können ihre eigene Seite in wenigen Schritten für den Browser aufrüsten. Das Startup bietet dafür auch ein SDK an. Langfristig könnte sich so laut Branchenkennern ein "Karten"-Standard für das mobile Web durchsetzen.

Außerdem arbeitet die Firma an einer Webversion, die das Teilen von Karten einfacher machen soll. Laut Wildcard ist eine entsprechende Funktion in Arbeit. Dann soll es auch die Möglichkeit geben, Artikel offline zu lesen. Gerade hat Wildcard eine Finanzierungsrunde über zehn Millionen US-Dollar abgeschlossen.

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RipClaw 14. Nov 2014

Werde ich auch nicht. Das Problem ist das sowas Schule macht. Das fing schon bei...

kitingChris 14. Nov 2014

jap das ist genau was einem responsive web bringt... braucht keine kacheln sondern der...

oggimog 14. Nov 2014

Naja, so wie ich das verstehe wuerdest du aber den rss-feed bekommen bevor du die Seite...

Sysiphos 14. Nov 2014

Naja, nicht viel, nur einen Filter anhand vom Agent einstellen der Wildcard Nutzern sagt...

Himmerlarschund... 14. Nov 2014

Ich hätte kein schlechtes Gewissen, wenn ich ein Produkt mit Potenzial entwickle und es...


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