Abo
  • Services:
Anzeige
Gesperrte russische Wikipedia: schlimmster anzunehmender Fall
Gesperrte russische Wikipedia: schlimmster anzunehmender Fall (Bild: Wikipedia.ru/Screenshot: Golem.de)

Wikipedia: Wissensblockade gegen russisches Zensurgesetz

Gesperrte russische Wikipedia: schlimmster anzunehmender Fall
Gesperrte russische Wikipedia: schlimmster anzunehmender Fall (Bild: Wikipedia.ru/Screenshot: Golem.de)

Die russischen Wikipedianer sperren am 10. Juli 2012 den Zugang zu ihrer Ausgabe der Onlineenzyklopädie Wikipedia. Damit protestieren sie gegen einen Gesetzesentwurf, über den das Parlament diskutiert. Sie befürchten, dass die Regierung das Gesetz zur Zensur missbrauchen wird.

Am heutigen Dienstag ist die russische Ausgabe der Onlineenzyklopädie Wikipedia nicht aufrufbar. Mit der Sperrung protestieren die Wikipedianer gegen ein Informationsgesetz, das die Regierung einführen will.

Anzeige

Der Gesetzentwurf, der den Titel "Über den Schutz von Kindern vor Informationen, die Gesundheit und Entwicklung schaden" trägt, soll morgen in zweiter Lesung vom Parlament, der Staatsduma, diskutiert werden. In der ersten Lesung am 6. Juli 2012 hat die Staatsduma den Entwurf bereits angenommen. Die Regierung erklärt, mit dem Gesetz Kinderpornografie und andere schädliche Inhalte im Internet bekämpfen zu wollen.

Schwarze Liste

Das Gesetz sieht vor, eine schwarze Liste von Websites anzulegen, die Inhalte veröffentlichen, die für Kinder schädlich sind. Darunter fallen Pornografie, Kriegspropaganda, Rassenhetze oder Anleitungen zum Suizid. Die Betreiber solcher Websites sollen zunächst verwarnt werden. In letzter Konsequenz, so sieht es der Gesetzesentwurf vor, werde der Zugang dazu gesperrt.

Gegner befürchten jedoch, dass das Informationsgesetz weit weniger honorigen Zwecken dienen soll. Die Bedingungen, welche Inhalte unter das Gesetz fallen, legten nahe, dass damit eher ein russisches Pendant zur sogenannten Great Firewall of China geschaffen werden soll, wenden die Kritiker ein.

Furcht vor Sperrung

Angesichts der Praxis, wie Gesetze in Russland interpretiert und angewandt werden, sei, so schreiben die Wikipedianer, zu befürchten, dass der schlimmste anzunehmende Fall eintreten werde: dass der Zugang zur Wikipedia über kurz oder lang gesperrt werde. Dagegen protestieren sie, indem sie die Seite einen Tag lang unzugänglich machen.

Ein solcher Protest ist nicht neu: Im Oktober 2011 war die italienische Wikipedia aus Protest gegen ein Abhörgesetz tagelang nicht erreichbar. Im Januar 2012 schwärzten die englische Wikipedia sowie viele weitere Anbieter ihre Seiten aus Protest gegen die beiden Gesetzesentwürfe Stop Online Piracy Act (Sopa) und Protect IP Act (Pipa) - und überzeugten damit eine Reihe von Abgeordneten, die sich daraufhin gegen die Entwürfe aussprachen.


eye home zur Startseite



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, verschiedene Standorte
  2. über Hanseatisches Personalkontor Rottweil, Gottmadingen (bei Singen am Htwl.)
  3. T-Systems International GmbH, München
  4. Werner Sobek Group GmbH, Stuttgart


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. The Revenant, Batman v Superman, James Bond Spectre, Legend of Tarzan)
  2. 39,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 11,18€ + 5,00€ Versand

Folgen Sie uns
       


  1. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  2. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  3. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password

  4. Künstliche Intelligenz

    Apple arbeitet offenbar an eigenem AI-Prozessor

  5. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  6. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter

  7. Ubisoft

    Far Cry 5 bietet Kampf gegen Sekte in und über Montana

  8. Rockstar Games

    Waffenschiebereien in GTA 5

  9. Browser-Games

    Unreal Engine 4.16 unterstützt Wasm und WebGL 2.0

  10. Hasskommentare

    Bundesrat fordert zahlreiche Änderungen an Maas-Gesetz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Asus B9440 im Test: Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
Asus B9440 im Test
Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
  1. ROG-Event in Berlin Asus zeigt gekrümmtes 165-Hz-Quantum-Dot-Display und mehr

Elektromobilität: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
Elektromobilität
Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
  1. Elektroauto Tesla gewährt rückwirkend Supercharger-Gratisnutzung
  2. Elektroautos Merkel hofft auf Bau von Batteriezellen in Deutschland
  3. Strategische Entscheidung Volvo setzt voll auf Elektro und trennt sich vom Diesel

In eigener Sache: Die Quanten kommen!
In eigener Sache
Die Quanten kommen!
  1. id Software "Global Illumination ist derzeit die größte Herausforderung"
  2. In eigener Sache Golem.de führt kostenpflichtige Links ein
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)

  1. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu...

    klaus9999 | 02:44

  2. Warum?

    NeoXolver | 02:38

  3. Re: Jeder redet über FB-Mitarbeiter - keiner über...

    klaus9999 | 01:55

  4. Password-Master - Master-Desaster

    MarioWario | 01:40

  5. Facebook-Verbot für SPD-Mitglieder und Spiegel-Leser

    MarioWario | 01:32


  1. 12:54

  2. 12:41

  3. 11:44

  4. 11:10

  5. 09:01

  6. 17:40

  7. 16:40

  8. 16:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel