Was sagen seine Unterstützer jetzt?

Viele Assange-Unterstützer fordern die sofortige Freilassung von Assange, darunter 130 Künstler, Politikerinnen und Journalisten aus Deutschland, die eine entsprechende Petition unterzeichnet haben.

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Für einen harten, wenn auch stark geschrumpften Unterstützerkreis ist Assange weiterhin ein Held, der sich unerschrocken mit Weltmächten anlegt, um Transparenz herzustellen und Missstände offenzulegen. Für andere geht es längst um mehr als nur die Person: Sie sehen die Pressefreiheit in Gefahr (siehe oben) und fürchten, an Assange könne ein Exempel statuiert werden.

Für viel Resonanz sorgte ein Interview, in dem sich UN-Folterberichterstatter Nils Melzer schockiert zeigte über den Umgang mit Assange. Darin nannte er den Fall einen "Riesenskandal und die Bankrotterklärung der westlichen Rechtsstaatlichkeit". In der Kritik wird außerdem immer wieder Assanges Gesundheitszustand genannt, der psychische Druck, der auf ihm lastet, Vorwürfe, er sei in der ecuadorianischen Botschaft ausspioniert worden und der mangelnde Zugang zu gesundheitlicher Versorgung. Auch die harschen Haftbedingungen im Hochsicherheitsgefängnis halten viele seiner Unterstützerinnen für nicht angemessen.

Was sagen seine Gegner jetzt?

Vor allem die Wikileaks-Veröffentlichungen aus dem Jahr 2010 haben Assange in den USA in den Augen vieler Vertreterinnen und Vertreter von Regierung, Sicherheitsbehörden und Militärs zu einem Staatsfeind gemacht. Sie sehen in ihm einen Hacker und Geheimnisverräter, der sich nicht um den Schutz von Geheimhaltungsinteressen oder den in den Papieren exponierten Personen schert. Und vor allem nicht für den Schutz der nationalen Interessen der Supermacht USA.

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Das Justizministerium weigert sich, in Assange einen Journalisten zu sehen - und legt damit nahe, seine Handlungen nicht anders zu bewerten als klassische Spionagetätigkeit. Längst nicht alle Journalisten sind von seinem Status als Held der freien Presse überzeugt: Manche kritisieren seine prinzipienfreien Veröffentlichungstaktiken, unethischen Methoden der Informationsbeschaffung und seine Rolle im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016. Damals hatte er interne E-Mails der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton veröffentlicht und ihrem Wahlkampf damit mutmaßlich geschadet. Auch Mutmaßungen über seine Russland-Verbindungen kosteten ihn viele Sympathien.

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 Warum war Assange jahrelang in der ecuadorianischen Botschaft?Was war Wikileaks noch mal? 
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Sportstudent 13. Mär 2020

Troll woanders.

Peter V. 09. Mär 2020

Der Mann hat aber auch ein Pech. Und dann flieht er auch noch ausversehen.

BuddyHoli 28. Feb 2020

Das ist es dann wohl, wenn man die Arbeit von Regierungen, die in jeder Hinsicht Dreck am...

magnolia 27. Feb 2020

Auch das Establishments will nicht verlieren. Man muss sich trauen in das Kampf gegen...



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