Wikileaks: Schweden stellt Ermittlungen gegen Assange ein

Es ist das Ende eines jahrelangen Streits: Die schwedische Justiz hat das Ende der Ermittlungen gegen Julian Assange bekanntgegeben. Ob Assange die Botschaft Ecuadors in London kurzfristig verlassen wird, ist noch nicht klar.

Artikel veröffentlicht am ,
Julian Assange in der Ecuadorianischen Botschaft in London.
Julian Assange in der Ecuadorianischen Botschaft in London. (Bild: Peter Macdiarmid/Getty Images)

Die schwedische Oberstaatsanwältin Marianne Ny hat bekanntgegeben, dass die Vergewaltigungsermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange eingestellt worden seien. Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit zwischen Assange und den Behörden, vor einigen Monaten hatten schwedische Ermittler Assange dann zu den Vorwürfen in der Botschaft von Ecuador befragt.

Stellenmarkt
  1. Innovations-Manager (m/w/d) für digitale Strategie in München
    Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München
  2. Projektingenieur Netzführung Strom (m/w/d)
    MVV Netze GmbH, Mannheim
Detailsuche

Marianne Ny sagte auf der Pressekonferenz, man habe die Ermittlungen eingestellt, weil unklar sei, wie das weitere Verfahren ablaufen sollte. Es ginge bei der Einstellung um die Beweiskraft der bisherigen Ermittlungen. Die Ermittlungen könnten wieder aufgenommen werden, wenn Assange Schweden bis zum Jahr 2020 betrete. Druck von US-Seite habe es nicht gegeben, sagte Ny auf Nachfrage von Journalisten.

Assange hatte sich im Jahr 2012 in die Botschaft Ecuadors begeben und dort Asyl beantragt. Er fürchtete nach eigenen Angaben nach einer Auslieferung nach Schweden eine Überstellung in die USA, wo eine Grand Jury gegen Assange wegen des Verrats von Staatsgeheimnissen ermitteln soll.

Der Haftbefehl gegen Assange soll aufgehoben werden. Die Metropolitan Police von London kündigte allerdings an, Assange wegen eines Verstoßes gegen Kautionsauflagen zu verhaften, sollte er die Botschaft verlassen. Assange hatte sich der Auslieferung nach Schweden durch Flucht in die Botschaft entzogen.

Golem Akademie
  1. Apache Kafka Grundlagen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    21.–22. März 2022, Virtuell
  2. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    21.–25. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Assange wird von zwei Frauen Vergewaltigung und sexuelle Nötigung bei einem Besuch in Schweden vorgeworfen. Assange selbst bestreitet die Anschuldigungen.

Nachtrag vom 19. Mai 2017, 12:52 Uhr

Wir haben die Meldung mit den Informationen von der Pressekonferenz ergänzt und entsprechend überarbeitet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Rocket 1
3D-Druck vom Kopf auf die Füße gestellt

Eine der interessantesten Crowdfunding-Kampagnen für 3D-Drucker seit Jahren lässt einige wichtige Fragen offen.
Von Elias Dinter

Rocket 1: 3D-Druck vom Kopf auf die Füße gestellt
Artikel
  1. Western Digital: WD schließt kritische Lücken auf externen Laufwerken
    Western Digital
    WD schließt kritische Lücken auf externen Laufwerken

    Das My Cloud OS 3 auf älteren externen HDDs und Laufwerken ist unsicher. Western Digital schließt zumindest vier Sicherheitslücken.

  2. Bonanza Mine (BZM2): Intel hat ersten Kunden für eigenen Bitcoin-Chip
    Bonanza Mine (BZM2)
    Intel hat ersten Kunden für eigenen Bitcoin-Chip

    Mit dem Bonanza Mine entwickelt Intel ein eigenes Bitcoin-ASIC, was besonders effizient beim Schürfen der Kryptowährung sein soll.

  3. Amazon Alexa: Neuer Echo Show 15 mit Personenerkennung kommt im Februar
    Amazon Alexa
    Neuer Echo Show 15 mit Personenerkennung kommt im Februar

    Mit dem Echo Show 15 will Amazon smarte Displays neu erfinden. Der Alexa-Neuling soll auf eine Nutzung durch mehrere Personen hin optimiert sein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED (2021) 40% günstiger (u.a. 65" 1.599€) • WD Black 1TB SSD 94,90€ • Gigabyte Mainboard 299,82€ • RTX 3090 2.399€ • Roccat Gaming-Tastatur 105€ • RTX 3060 Ti 799€ • MindStar (u.a. 32GB DDR5-6000 389€) • Alternate Deals (u.a. Samsung LED TV 50" 549€) [Werbung]
    •  /