Abo
  • Services:
Anzeige
Wikileaks will 50.000 US-Dollar für Informationen über den US-Angriff auf das Krankenhaus in Kunduz sammeln und bezahlen.
Wikileaks will 50.000 US-Dollar für Informationen über den US-Angriff auf das Krankenhaus in Kunduz sammeln und bezahlen. (Bild: Screenshot Golem.de)

Der Angriff muss aufgeklärt werden

Der schreckliche Angriff auf das Krankenhaus in Kunduz muss aufgeklärt werden, keine Frage. Die Angaben zu dem Angriff durch das Pentagon sind bis heute widersprüchlich. Doch es ist zumindest fraglich, ob das von Wikileaks geforderte Video aus dem Kampfflugzeug tatsächlich Aufklärung über die Hintergründe des Angriffs bietet. Zu klären sind vor allem folgende Fragen: Wer hat den Angriff befohlen? Woher kamen die Zielkoordinaten? Stand dahinter die Kooperation verschiedener Geheimdienste?

Anzeige

Auf Anfrage wollte Ärzte ohne Grenzen die Wikileaks-Aktion nicht kommentieren - weder positiv noch negativ. Ein Sprecher der Organisation verwies auf die geforderte unabhängige, internationale Untersuchung des Vorfalls.

Wikileaks ist natürlich nicht die einzige Institution, die für Informationen zahlt. Auch der Ankauf von sogenannten Steuer-CDs durch Finanzämter ist umstritten. Auch wenn die Praxis letztlich durch das Bundesverfassungsgericht und den mit der Vorratsdatenspeicherung eingeführten Datenhehlerei-Paragrafen erlaubt wurde, gibt es Kritiker. Doch die staatlichen Institutionen können für sich immerhin den legitimen Zweck der Strafverfolgung reklamieren - eine Aufgabe, die Wikileaks nicht zukommt.

Auch Medien bezahlen für Informationen

Und auch Medien sollten ihre Praxis hinterfragen. Immer wieder werden Informanten für Informationen bezahlt, die Sensationen versprechen. Gerade für Paparazzi-Bilder werden Unsummen bezahlt - und die Privatsphäre prominenter Menschen so verletzt, ohne nennenswerte Aufklärung zu leisten.

Von Wikileaks veröffentlichte Informationen haben in der Vergangenheit schon dazu beigetragen, Ungerechtigkeiten aufzudecken und Debatten um den legitimen Einsatz von Gewalt, das Ausmaß staatlicher Überwachung und andere Missstände aufzudecken. Doch eine Organisation, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, die schmutzigen Geheimnisse globaler Konzerne und Regierungen aufzudecken, sollte sich an höheren ethischen Maßstäben messen lassen - und die Bounty-Programme sofort beenden.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

 Wikileaks-Prämie: Whistleblowing geht anders

eye home zur Startseite
Atalanttore 24. Okt 2015

Wobei gerade das Beispiel Edward Snowden gezeigt hat, dass viele großflächig...

Atalanttore 24. Okt 2015

Und der Angriff auf das Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen in Kunduz war nicht nur eine...

elf 20. Okt 2015

Das hat doch damit nichts zu tun, dass der Staatsanwalt weisungsgebunden ist. Selbst...

Dwalinn 20. Okt 2015

Wenn man böse ist könnte man hier aufhören zu lesen und denken du nimmst den...

Shadow27374 19. Okt 2015

...wie diese Informationen ans Tagelicht kommen, die Hauptsache ist es sie kommen ans...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG, München
  2. Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern bei Stuttgart
  3. AVL List GmbH, Graz (Österreich)
  4. INTENSE AG, Würzburg, Köln (Home-Office)


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 17,99€
  2. 1,49€
  3. 9,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Fahrdienst

    London stoppt Uber, Protest wächst

  2. Facebook

    Mark Zuckerberg lenkt im Streit mit Investoren ein

  3. Merged-Reality-Headset

    Intel stellt Project Alloy ein

  4. Teardown

    Glasrückseite des iPhone 8 kann zum Problem werden

  5. E-Mail

    Adobe veröffentlicht versehentlich privaten PGP-Key im Blog

  6. Die Woche im Video

    Schwachstellen, wohin man schaut

  7. UAV

    Matternet startet Drohnenlieferdienst in der Schweiz

  8. Joint Venture

    Microsoft und Facebook verlegen Seekabel mit 160 Terabit/s

  9. Remote Forensics

    BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

  10. Datenbank

    Börsengang von MongoDB soll 100 Millionen US-Dollar bringen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Metroid Samus Returns im Kurztest: Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin
Metroid Samus Returns im Kurztest
Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin
  1. Doom, Wolfenstein, Minecraft Nintendo kriegt große Namen
  2. Nintendo Das NES Classic Mini kommt 2018 noch einmal auf den Markt
  3. Nintendo Mario verlegt keine Rohre mehr

Galaxy Note 8 im Test: Samsungs teure Dual-Kamera-Premiere
Galaxy Note 8 im Test
Samsungs teure Dual-Kamera-Premiere
  1. Galaxy S8 und Note 8 Bixby-Button lässt sich teilweise deaktivieren
  2. Videos Youtube bringt HDR auf Smartphones
  3. Galaxy Note 8 im Hands on Auch das Galaxy Note sieht jetzt doppelt - für 1.000 Euro

Zukunft des Autos: "Unsere Elektrofahrzeuge sollen typische Porsche sein"
Zukunft des Autos
"Unsere Elektrofahrzeuge sollen typische Porsche sein"
  1. Concept EQA Mercedes elektrifiziert die Kompaktklasse
  2. GLC F-Cell Mercedes stellt SUV mit Brennstoffzelle und Akku vor
  3. ID Crozz VW stellt elektrisches Crossover vor

  1. Unzureichende Ladungssicherung!

    Vögelchen | 19:56

  2. Re: 197 MBit/s über vodafone.de Speedtest - 30...

    RedRose | 19:45

  3. Re: Dumme Käufer

    ArcherV | 19:40

  4. Re: K(n)ackpunkt Tastaturlayout

    Schnarchnase | 19:34

  5. Re: Wie sicher sind solche Qi-Spulen vor Attacken?

    Lasse Bierstrom | 19:21


  1. 15:37

  2. 15:08

  3. 14:28

  4. 13:28

  5. 11:03

  6. 09:03

  7. 17:43

  8. 17:25


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel