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Wikileaks: NSA spionierte französische Präsidenten aus

Die NSA spioniert seit Jahren französische Präsidenten und andere hochrangige Regierungsvertreter aus. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat entsprechende Dokumente veröffentlicht, die das belegen sollen. Dementiert hat die US-Regierung nicht.

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Wikileaks hat die Unterlagen aus dem Hack auf Sony Pictures veröffentlicht.
Wikileaks hat die Unterlagen aus dem Hack auf Sony Pictures veröffentlicht. (Bild: Wikileaks)

Es sind Zusammenfassungen offenbar abgehörter Telefonate französischer Präsidenten, die Wikileaks auf seiner Enthüllungsplattform bereitgestellt hat. Und es gibt eine Liste von Telefonnummern hochrangiger Regierungsmitglieder, die die NSA als Selektoren führt. Die jetzt veröffentlichten Dokumente legen nahe, dass die NSA mindestens seit der Amtszeit des ehemaligen französischen Präsidenten Jacques Chirac die Regierung in Frankreich ausspäht. Zunächst hatten darüber die französische Zeitung Libération und die Enthüllungsplattform Mediapart berichtet.

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In der veröffentlichten Liste der Selektoren sind unter anderem das Mobiltelefon des französischen Präsidenten und dessen Regierungssprecher gelistet. Außerdem die Telefonnummer des Wirtschaftsministers und weiterer hochrangiger Vertreter der französischen Regierung. Die Liste wurde von Wikileaks-Mitarbeitern redigiert. Es sei lediglich ein Auszug aus einer Datenbank, heißt es dort.

Kein Dementi

Es gibt eine bemerkenswerte Reaktion des Sprechers des nationalen Regierungsrats Ned Price auf die jüngsten Enthüllungen. Er sagte laut Spiegel Online wörtlich: "Wir nehmen die Kommunikation von Präsident François Hollande nicht ins Visier und werden sie nicht ins Visier nehmen." Von vergangener Spionage ist nicht die Rede. Für den heutigen Tag hat François Hollande ein Treffen mit dem Verteidigungsrat anberaumt.

Das früheste Dokument stammt aus dem Jahr 2006, als Jacques Chirac Präsident war. Drei weitere Dokumente stammen aus der Amtszeit Nicoĺas Sarkozys. Ein letztes fasst die diplomatischen Bemühungen François Hollandes in Deutschland im Zusammenhang mit der Finanzkrise Griechenlands zusammen - inklusive eines geheimen Treffens mit der damals oppositionellen SPD. Das Dokument stammt vom 22. Mai 2012, kurz nach dem Amtsantritt Hollandes.

Unkonventionelle Quellen

Jedes Dokument enthält einen Vermerk darüber, wie die NSA die Informationen beschafft hat. Lediglich das Dokument aus Hollandes Amtszeit enthält den konkreten Hinweis "Foreign Satellite" und zusätzlich den Eintrag "Unkonventionell", der auch in weiteren Dokumenten auftaucht. Was dieser Hinweis genau bedeutet, erschließt sich aus den veröffentlichten Informationen bisher aber nicht.

Sämtliche Dokumente tragen die Überschrift "Global SIGINT Highlights" und den Subtext "Executive Edition", ein Hinweis darauf, dass sie für hochrangige Regierungsvertreter oder sogar den US-Präsidenten verfasst wurden. Sie enthalten auch den Hinweis, dass sie ohne explizite Zustimmung des Generalbundesanwalts nicht für die Strafverfolgung genutzt werden dürfen.

Wikileaks hat nach eigenen Aussagen nur einen Bruchteil der Dokumente veröffentlicht, die sich in seinem Besitz befinden. Wikileaks-Gründer Julian Assange kündigte weitere Enthüllungen an.

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plutoniumsulfat 25. Jun 2015

Genau :D

Baron Münchhausen. 24. Jun 2015

Verstehe ich echt nicht. Also die passen doch nur auf, ob Terroristen Anschläge planen...

Der Rechthaber 24. Jun 2015

So wird es gehen. Die Treffen sich beim Kaffee. Die US Botschafterin lifert Frakreich...

Noppen 24. Jun 2015

Die Kommunikation aller unserer Entscheidungsträger wird überwacht + gespeichert. Aber...

dschu 24. Jun 2015

Jein. Neutrale Berichterstattung leidet vorallem dann, wenn Journalisten auf brisantem...


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