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Bradley Manning bei einer Anhörung im Dezember 2011
Bradley Manning bei einer Anhörung im Dezember 2011 (Bild: Saul Loeb/AFP/Getty Images)

Wikileaks: Bradley Manning wird vor Militärgericht gestellt

Bradley Manning bei einer Anhörung im Dezember 2011
Bradley Manning bei einer Anhörung im Dezember 2011 (Bild: Saul Loeb/AFP/Getty Images)

Auf Empfehlung der US-Justiz klagt das Militär offiziell Bradley Manning an. Er muss sich in 22 Anklagepunkten vor einem Militärgericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, Unterlagen kopiert und an Wikileaks weitergegeben zu haben. Ihm droht lebenslange Haft.

Bisher hat die US-Bundesanwaltschaft gegen den Obergefreiten der US-Armee Bradley Manning ermittelt. Nun hat das US-Militär die Anklage übernommen und stellt ein Militärgericht auf, vor dem Manning sich in allen 22 Anklagepunkten verantworten muss, die die Bundesanwaltschaft zusammengetragen hat. Manning wird vorgeworfen, geheime Dokumente kopiert und später an Wikileaks weitergegeben zu haben.

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Der Kommandeur des Militärbezirks Washington, Generalmajor Michael Linnington entschied, dass Manning vor ein Militärgericht gestellt werden soll. Er hatte seit Dezember 2011 in einer Anhörung Unterlagen und Aussagen zu dem Fall geprüft. Sie sollen nun an einen Militärrichter übergeben werden, der noch ernannt werden muss. Der Militärrichter soll dann den beginn der Anhörung und später die Verhandlungstermine festlegen.

Die US-Bundesanwaltschaft legte Beweise vor, nach denen die Unterlagen, die später bei Wikileaks veröffentlicht wurden, von Mannings Computer stammen sollen. Manning habe dabei nicht autorisierte Software verwendet, um sich Verschlusssachen von Regierungscomputern zu verschaffen und diese an den Feind weitergegeben. Bei dem geht es um eine halbe Million Dokumente plus zwei Videos, die Kriegsprotokolle zu Irak und Afghanistan und die Depeschen der US-Diplomatie enthielten. In Bildern und Videos wurden Morde an Zivilisten und andere Übergriffe wie Folter im Irak und in Afghanistan durch das US-Militär und andere dokumentiert.

Verteidigung fordert Höchststrafe von 30 Jahren

Die Militärstaatsanwaltschaft kündigte zwar an, dass sie nicht die Todesstrafe fordern werde, Manning droht aber wegen Feindbegünstigung eine lebenslange Haftstrafe.

Mannings Anwälte schildern den Angeklagten als unsicheren jungen Mann, der auch wegen seiner Homosexualität von seinen Mitmenschen isoliert war und deshalb gar keinen Zugang zu geheimen Dokumenten hätte erhalten sollen. Außerdem habe die Veröffentlichung der Dokumente zu keiner Zeit die nationale Sicherheit gefährdet. Deshalb fordert die Verteidigung eine Höchststrafe von 30 Jahren.

Manning war als Analyst des US-Militärgeheimdienstes im Irak eingesetzt. Als solcher hatte er Zugang zu geheimen Dokumenten. Er wurde im Mai 2010 verhaftet. Die Bedingungen seiner Untersuchungshaft im US-Militärgefängnis Quantico wurden mehrfach gerügt, unter anderem vom Folterbeauftragten der Vereinten Nationen.


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SuiCid 29. Feb 2012

die sind ja nur sauer, weil jemand aufgedeckt hat, wie sauber die US Army arbeitet... und...

catb 25. Feb 2012

Hoffentlich mag Bradley auch den Südstaaten Bluez. ;-) Den muss er sich nämlich...

e_fetch 06. Feb 2012

Ach! Weil der Iran die Atombombe baut (so, wie der Irak chemische Waffen hatte)? Weil...

laZee 06. Feb 2012

Dummerweise gibt es inzwischen ein Verfahren, in dem du mit Technik die in einen LKW...

dopemanone 06. Feb 2012

hmm, dann ist der richte ja noch relativ jung, wenn der erst noch ernannt wird. die...


News & Magazin : naanoo.com / 09. Feb 2012



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