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Wikileaks: Julian Assange flüchtet in die Botschaft von Ecuador

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange ist in die Botschaft von Ecuador in London geflüchtet. Er hat dort um politisches Asyl gebeten. Ihm droht die Auslieferung nach Schweden, wo ihm sexuelle Vergehen vorgeworfen werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Julian Assange ist in die Botschaft von Ecuador geflüchtet.
Julian Assange ist in die Botschaft von Ecuador geflüchtet. (Bild: Geoff Caddick/AFP/Getty Images)

Julian Assange ist kurz vor seiner Auslieferung nach Schweden in die Botschaft des südamerikanischen Landes Ecuador geflüchtet und hat dort Asyl beantragt. Vor wenigen Tagen hatte das Oberste Gericht in Großbritannien entschieden, dass Assange ausgeliefert werden kann. Er soll dort wegen sexueller Vergehen an zwei Frauen befragt werden.

Asylantrag in Ecuador

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Die ecuadorianische Botschaft bestätigte in einer Mitteilung, dass sich Assange in der Botschaft aufhält: "Solange der Antrag geprüft wird, bleibt Assange in der Botschaft in London. Die Entscheidung der ecuadorianischen Regierung, Assanges Antrag zu prüfen, darf aber keinesfalls so verstanden werden, dass Ecuador sich in die juristischen Entscheidungen weder von Großbritannien noch von Schweden einmischt", heißt es weiter. Wann über Assanges Antrag entschieden wird, steht noch nicht fest.

Außenminister Ricardo Patino sagte in der Hauptstadt Quito, seine Regierung werde über Assanges Asylantrag beraten. Assange habe dem Präsidenten Rafael Correa einen Brief geschrieben und um politisches Asyl gebeten. Sein eigenes Land Australien gewähre ihm nicht den notwendigen Schutz, schreibt Assange. Er könne dort nicht vor einer Auslieferung in ein Land sicher sein, "in dem ihm die Todesstrafe für Spionage und Verrat droht". Assange hatte im Mai 2012 im Rahmen seiner Talkshow mit Correa gesprochen.

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks befürchtet, dass er von Schweden an die USA ausgeliefert wird. Dort soll es eine Anklage wegen Geheimnisverrats geben, die aber noch nicht veröffentlicht wurde.

Australien mischt sich nicht ein

Eine Sprecherin des australischen Außenministeriums hatte kurz nach der Entscheidung des britischen Supreme Court gesagt, ihre Regierung werde den Fall weiterhin beobachten, könne sich aber nicht einmischen.

Auslieferung rechtskräftig

Vor wenigen Tagen hatte der Supreme Court of the United Kingdom den von Assanges Anwältin Dinah Rose gestellten Antrag abgelehnt, das Verfahren um seine Auslieferung nochmals aufzurollen.

Die schwedischen Behörden wollen Assange zu den Vorwürfen zweier Frauen befragen, die ihm sexuelle Vergehen vorwerfen. Sie beschuldigen Assange, gegen ihren Willen ungeschützt mit ihnen verkehrt zu haben. Assange bestreitet das. Nach schwedischem Recht käme eine solche Tat einer Vergewaltigung gleich.

Auslieferung in die USA juristisch ungewiss

Selbst wenn die USA die Auslieferung Assanges beantragen würden, gäbe es zwischen den beteiligten Staaten juristische Querelen, weil Schweden einen so gelagerten Straftatbestand nicht kennt. Ausgeliefert werden darf nur, wenn eine Tat auch nach schwedischem Recht strafbar ist.

Seit über einem Jahr steht Julian Assange in Großbritannien unter Hausarrest mit strengen Auflagen. Er hatte sich wegen der schwedischen Vorwürfe im Dezember 2010 den britischen Behörden gestellt.

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phex 21. Jun 2012

Ich merke schon, dass der Vorwuf einer Sexualstraftat auch bei manchen von euch seine...

1ras 21. Jun 2012

Schwachsinn, informiere dich bevor du solchen Unsinn von dir gibst! Er konnte ganz...

narf 21. Jun 2012

ist doch easy. die USA sichern zu das er nicht die todesstrafe bekommt, und schon wird er...

narf 21. Jun 2012

in schweden nicht. aber darum gehts ja auch nicht. es geht um die auslieferung VON...

StefanKehrer 20. Jun 2012

Es sollte heißen der mögliche Tatbestand, und ob er nun erfüllt ist, dass ist die Sache...


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