Wikileaks: Die Befragung Assanges hat begonnen

Julian Assange muss Rede und Antwort stehen: Ein ecuadorianischer Staatsanwalt befragt ihn zu Vorwürfen der Vergewaltigung. Die Fragen an den Wikileaks-Gründer stammen von der schwedischen Staatsanwaltschaft.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Julian Assange (im Februar 2016): Die schwedischen Behörden hören Assange zum ersten Mal an.
Julian Assange (im Februar 2016): Die schwedischen Behörden hören Assange zum ersten Mal an. (Bild: Carl Court/Getty Images)

Es ist endlich soweit: Wikileaks-Gründer Julian Assange wird in der ecuadorianischen Botschaft zum Vorwurf der Vergewaltigung aus dem Jahr 2010 befragt. Es sei das erste Mal, dass die schwedischen Behörden Assange dazu anhörten, twitterte Wikileaks.

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Ingrid Isgren von der Stockholmer Staatsanwaltschaft und eine Mitarbeiterin kamen am Montag Vormittag in die Botschaft von Ecuador in London, wo Assange seit über vier Jahren lebt. Sie führten das Verhör nicht selbst. Das machte ein ecuadorianischer Staatsanwalt in Anwesenheit der Schweden. Die Fragen wurden vorab eingereicht.

Assange soll eine DNA-Probe geben

Informationen zum Verlauf des Gesprächs wurden keine bekanntgegeben. Nach der Befragung verließen die Schweden die Botschaft, ohne sich den Fragen der wartenden Journalisten zu stellen. Die Befragung soll am Dienstag und voraussichtlich auch noch am Mittwoch fortgesetzt werden. Unter anderem wollen die Schweden eine DNA-Probe von Assange.

Assange soll während eines Aufenthalts in Stockholm im August 2010 eine Frau vergewaltigt und eine weitere sexuell missbraucht haben. Der Vorwurf des Missbrauchs ist inzwischen verjährt. Als der Haftbefehl erlassen wurde, hatte Assange bereits in Großbritannien verlassen.

Die Briten wollten Assange ausliefern

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Schweden beantragte daraufhin Assanges Auslieferung. Der Wikileaks-Gründer befürchtete, dass Schweden ihn an die USA ausliefern werde, wo er möglicherweise wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente angeklagt worden wäre. Nachdem die britischen Behörden seiner Auslieferung zustimmten, floh Assange in die ecuadorianische Botschaft in London, wo er seither lebt.

Lange hatte die schwedische Staatsanwaltschaft darauf bestanden, Assange in Schweden zu befragen. Im vergangenen Jahr erklärte sie sich dann zu einer Befragung Assanges in London bereit und bemühte sich um eine entsprechende Genehmigung, die sie im August erhielt.

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M wie Meikel 17. Nov 2016

Nein. Mein Beitrag sollte auch unter diesen Beitrag von User_X https://forum.golem.de...

Trollversteher 16. Nov 2016

Nun ja, zumindest die, die sich öffentlich dazu geäußert haben sind sich einig. Ich...

Trollversteher 16. Nov 2016

Sorry, aber in einem Vergewaltigungsfall bei einem konkreten Verdacht DNA-Proben zu...

happymeal 15. Nov 2016

Er war anderthalb Jahre lang in Reichweite. Gab keinen Haftbefehl.



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