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Wikileaks: Britisches Gericht verurteilt Julian Assange zu Haftstrafe

Aus der Botschaft ins Gefängnis - und dann in die USA? Ein Gericht in London hat Julian Assange zu einem knappen Jahr Gefängnis verurteilt. Als nächstes wird über den Auslieferungsantrag der USA verhandelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Julian Assange am 1. Mai 2019 auf dem Weg zum Gericht: eine Frage von Leben und Tod
Julian Assange am 1. Mai 2019 auf dem Weg zum Gericht: eine Frage von Leben und Tod (Bild: Daniel Leal-Olivas/AFP/Getty Images)

Julian Assange muss hinter Gitter. Ein britisches Gericht hat den Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Am 2. Mai beginnt die Verhandlung um die Auslieferung Assanges in die USA.

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Das Krongericht Southwark in London schickt Assange für 50 Wochen ins Gefängnis. Das Gericht habe ihn für schuldig befunden, mit seiner Flucht in die ecuadorianische Botschaft gegen Kautionsauflagen verstoßen zu haben, berichtet die britische Tageszeitung The Guardian. Assange hatte sich dadurch einem europäischen Haftbefehl wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch in Schweden entzogen.

"Ihre Handlungen haben zweifellos den Fortschritt des schwedischen Verfahrens beeinflusst. Auch wenn Sie anfangs kooperiert haben, war es nicht an Ihnen, über Art und Umfang Ihrer Zusammenarbeit mit den Ermittlern zu entscheiden", sagte Richterin Deborah Taylor. Die Ermittlungen hätten nicht effektiv durchgeführt werden können und seien schließlich eingestellt worden, weil Assange in der Botschaft geblieben sei. Taylor warf Assange vor, es habe den Staat 16 Millionen britische Pfund an Steuergeldern gekostet, um sicherzustellen, dass er die Botschaft nicht heimlich verlasse.

Assange war 2012 in die Botschaft Ecuadors geflüchtet, weil er befürchtete, dass Schweden ihn an die USA ausliefern würde. Dort wurde er wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente gesucht, unter anderem aus Afghanistan und aus dem US-Außenministerium. Im April hatte die ecuadorianische Regierung das Asyl für Assange aufgehoben, so dass die britische Polizei ihn festnehmen konnte.

Was er befürchtete, könnte jetzt eintreten: Am 2. Mai beginnt in London ein Verfahren um die Auslieferung Assanges an die USA. Assange war in London im Auftrag von US-Behörden festgenommen worden. Sie werfen ihm konspiratives Hacken von Computern zusammen mit Whistleblowerin Chelsea Manning vor.

Wikileaks-Chefredakteur Kristinn Hrafnsson sagte, ein Prozess in den USA könne "eine Frage von Leben und Tod für Herrn Assange" sein. Die erste Anhörung zur Auslieferung sei der Beginn eines großes Kampfes. Nach dem Urteil, das er als Frevel bezeichnete, habe er aber nicht viel Vertrauen in die britische Justiz.

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against 07. Mai 2019

Bin ich der Einzige, der "Clown Court" gelesen hat?

Anonymer Nutzer 02. Mai 2019

Zum Glück entscheiden darüber andere. Mit deinem Weltbild wird es ja ganz schön Eng für...

Anonymer Nutzer 02. Mai 2019

Sie hat wohl noch immer nicht gelernt, wann man zu reden und wann zu schweigen hat.


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