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Julian Assange im Juli 2011
Julian Assange im Juli 2011 (Bild: Suzanne Plunkett/Reuters)

Wikileaks: Assange wünschte sich Google-Leaks

Julian Assange im Juli 2011
Julian Assange im Juli 2011 (Bild: Suzanne Plunkett/Reuters)

Fünf Stunden hat sich Wikileaks-Gründer Julian Assange 2011 mit Google-Chef Eric Schmidt unterhalten. Jetzt ist das Gespräch online nachzulesen.

In einem fünfstündigen Gespräch hat Julian Assange mit Google-Chef Eric Schmidt vor fast zwei Jahren unter anderem Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet. Er wünschte sich, dass der Konzern beispielsweise die Anfragen veröffentliche, die nach den Gesetzen des "Patriot Act" an das Unternehmen gestellt werden. Schmidt antwortete, er habe darüber lange und intensiv nachgedacht. Es sei für Google aber nicht möglich, weil es in den USA einen Rechtsbruch darstelle.

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Wikileaks hat die Abschrift des Gesprächs zwischen Assange und Schmidt veröffentlicht. Der Google-Chef traf Assange am 23. Juni 2011, als der Wikileaks-Gründer in Großbritannien unter Hausarrest stand. Die beiden hatten vereinbart, eine Audioaufzeichnung des Treffens zu machen, eine Abschrift sollte Assange später erhalten.

Zu diesem Zeitpunkt arbeitete Schmidt zusammen mit seinem Google-Kollegen Jared Cohen bereits an dem Buch "The new digital age", für das die beiden Autoren zahlreiche Persönlichkeiten interviewten. Es erscheint in der kommenden Woche in englischer Sprache, so dass der Zeitpunkt der Wikileaks-Veröffentlichung nicht überrascht. Offenbar will der stets um Kontrolle bemühte Assange sichergehen, dass er nicht falsch zitiert wird.

Schmidt lobt Assange

Dieses Zugänglichmachen von Quellen bezeichnet Assange auch als die einzig wahre Form von Veröffentlichung. Transparenz sei nur durch Offenlegung von Quellen möglich, meint er weiter. Auf Schmidts Frage, warum Wikileaks so viel Material über die USA veröffentlichte, aber nichts über Krisenregionen wie einige afrikanische Staaten, hat Assange auch eine Antwort: Dort sei die Amtssprache nicht immer Englisch.

Eric Schmidt drückt in dem Gespräch immer wieder Respekt und stellenweise auch Bewunderung für Assanges Arbeit aus. Der Kern der Unterhaltung ist die praktische Arbeitsweise von Wikileaks. Die Mechanismen, wie die Webseite anonymes Einreichen von Dokumenten ermöglicht hatte, sind jedoch schon im Buch 'Inside Wikileaks' ausführlich beschrieben.

Auch wenn die Mitschrift des Gesprächs detailliert ist und auch Pausen und Gelächter dokumentiert, scheint jedoch ein wesentlicher Hinweis zu fehlen: die ganz offensichtlich vorher vereinbarten Themen. Zu Assanges persönlicher Situation, seinen Anklagen in Schweden und einer Mitte 2011 möglich erscheinenden Auslieferung an die USA findet sich nichts.


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teenriot 02. Mai 2013

Immer schön verharmlosen. Bist ja auch nicht du der ermordet wurde.

teenriot 02. Mai 2013

Viele Worte aber nix konkretes warum es sich um eine "Show" handeln soll. Für mich ist es...

Eheran 21. Apr 2013

Mindestens 2 unserer 3 "Geheimdienste" sind überflüssig, ich würde dem also zustimmen...

renegade334 19. Apr 2013

Auch wenn ich diesen Thread etwas fragwürdig finde, mache ich mit, aber nur weil es...



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