• IT-Karriere:
  • Services:

Wikileaks: Angeblich E-Mails des CIA-Direktors veröffentlicht

Die Adressen von Freunden des CIA-Direktors John Brennan sind jetzt für jedermann nachvollziehbar - Wikileaks hat mehrere Dokumente veröffentlicht, die aus dem E-Mail-Account des CIA-Direktors stammen sollen. Brennan hatte seinen privaten AOL-Account offenbar auch für dienstliche Zwecke genutzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Screenshot des veröffentlichten SF-86-Formulars
Screenshot des veröffentlichten SF-86-Formulars (Bild: Screenshot Golem.de)

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat am Mittwochabend Dokumente veröffentlicht, die aus dem gehackten E-Mail-Account des CIA-Direktors John Brennan stammen sollen. Ein angeblich jugendlicher Hacker hatte bereits Anfang der Woche zahlreiche Informationen über Brennan veröffentlicht. Unter den veröffentlichten Dokumenten ist ein Entwurf für das SF-86-Formular, mit dem in den USA Zugang zu geheimen Informationen beantragt werden kann.

Stellenmarkt
  1. IMCD Deutschland GmbH, Köln
  2. NÜRNBERGER Versicherung, Nürnberg

Die politische Brisanz der veröffentlichen Dokumente ist eher gering. Der Entwurf für das SF-86-Formular enthält nicht nur Informationen über Brennan selbst, sondern auch zahlreiche Adressen und andere Details von Freunden und Bekannten des CIA-Chefs. Hier ist zumindest diskussionswürdig, ob diese Informationen von Wikileaks nicht vor der Veröffentlichung hätten geschwärzt werden sollen - deshalb wird auch Kritik an der Veröffentlichung laut. Ob die Informationen wie in dem Entwurf an die US-Regierung übermittelt wurden, ist nicht bekannt.

Weitere Dokumente befassen sich mit der von Brennan gegründeten Firma mit dem Namen The Analysis Corporation (TAC), die er von 2005 bis 2008 leitete. Das Unternehmen führte auch Aufträge für die CIA aus. Außerdem speicherte Brennan offensichtlich mehrere Entwürfe für Stellungnahmen in seinem AOL-Konto. Am umstrittensten dürfte ein Brief sein, den Brennan vom Vizechef des Senats-Geheimdienstausschusses Christopher Bond enthielt.

Papier zu "harschen Verhörmethoden" ebenfalls veröffentlicht

In dem Brief geht es um die Frage, wie die USA die Folterpraxis - euphemistisch "harsche Verhörmethoden" genannt - in Zukunft legalisieren könnte. Dazu schlägt Bond vor, eine Blacklist verbotener Verhörmethoden zu entwickeln, anstatt den Geheimdiensten nur bestimmte Methoden auf einer Whitelist zu erlauben.

In einem von Futurezone veröffentlichten Statement sagt die CIA, dass der Vorfall derzeit untersucht werde. "Das Anzapfen der E-Mails der Familie Brennan ist eine Straftat" heißt es dort. Zurzeit gebe es keine Anzeichen dafür, dass es sich bei den veröffentlichten Dokumenten um geheime Informationen gehandelt habe.

Der Hack des E-Mail-Accounts wurde bereits Anfang der Woche bekanntgegeben. Ein Team jugendlicher Angreifer will sich durch Social Engineering Zugriff auf den privaten AOL-Account des CIA-Chefs verschafft haben. Wikileaks hat angekündigt, in den kommenden Tagen weitere Dokumente zu veröffentlichen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. RTX 2080 ROG Strix Gaming Advanced für 699€, RTX 2080 SUPER Dual Evo OC für 739€ und...
  2. 299,00€ (Bestpreis! zzgl. Versand)

flurreh 22. Okt 2015

Wenn man den Frieden in seinem Land verteidigt, koste es was es wolle!


Folgen Sie uns
       


Atari Portfolio angesehen

Der Atari Portfolio war einer der ersten Palmtop-Computer der Welt - und ist auch 30 Jahre später noch ein interessanter Teil der Computergeschichte. Golem.de hat sich den Mini-PC im Retrotest angeschaut.

Atari Portfolio angesehen Video aufrufen
Razer Blade Stealth 13 im Test: Sieg auf ganzer Linie
Razer Blade Stealth 13 im Test
Sieg auf ganzer Linie

Gute Spieleleistung, gute Akkulaufzeit, helles Display und eine exzellente Tastatur: Mit dem Razer Blade Stealth 13 machen Käufer eigentlich kaum einen Fehler - es sei denn, sie kaufen die 4K-Version.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  2. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch
  3. Tartarus Pro Razers Tastenpad hat zwei einstellbare Schaltpunkte

Core i9-10980XE im Test: Intel rettet sich über den Preis
Core i9-10980XE im Test
Intel rettet sich über den Preis

Nur wenige Stunden vor AMDs Threadripper v3 veröffentlicht Intel den i9-10980XE: Der hat 18 Kerne und beschleunigt INT8-Code für maschinelles Lernen. Vor allem aber kostet er die Hälfte seines Vorgängers, weil der günstigere Ryzen 3950X trotz weniger Cores praktisch genauso schnell ist.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Prozessoren Intel meldet 14-nm-Lieferprobleme
  2. NNP-T und NNP-I Intel hat den T-1000 der künstlichen Intelligenz
  3. Kaby Lake G Intels AMD-Chip wird eingestellt

Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest: Bose zeigt Sonos, wie es geht
Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest
Bose zeigt Sonos, wie es geht

Der Portable Home Speaker ist Boses erster smarter Lautsprecher mit Akkubetrieb. Aus dem kompakten Gehäuse wird ein toller Klang und eine lange Akkulaufzeit geholt. Er kann anders als der Sonos Move sinnvoll als smarter Lautsprecher verwendet werden. Ganz ohne Schwächen ist er aber nicht.
Ein Praxistest von Ingo Pakalski

  1. ANC-Kopfhörer Bose macht die Noise Cancelling Headphones 700 besser
  2. Anti-Schnarch-Kopfhörer Bose stellt Sleepbuds wegen Qualitätsmängeln ein
  3. Noise Cancelling Headphones 700 im Test Boses bester ANC-Kopfhörer sticht Sony vielfach aus

    •  /