Wikileaks: 20.000 US-Dollar Belohnung für leakende Sysadmins

Wikileaks will Informationen über die Vernichtung bedeutender Unterlagen durch die scheidende Obama-Regierung belohnen. In welchen Fällen Geld fließt, ist unklar, Zielgruppe sind aber offenbar Sysadmins der US-Regierung.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Wikileaks bietet Sysadmins 20.000 USD für Leaks über Dokumentenvernichtung.
Wikileaks bietet Sysadmins 20.000 USD für Leaks über Dokumentenvernichtung. (Bild: Wikipedia/CC-BY-SA 3.0)

Die Enthüllungsplattform Wikileaks will 20.000 US-Dollar für Hinweise auf die Vernichtung von Dokumenten durch die scheidende US-Regierung von Barack Obama zahlen. Die umgerechnet rund 19.155 Euro gebe es als Belohnung "für Informationen, die zur Festnahme oder Bloßstellung irgendeines Mitarbeiters der Obama-Regierung führen, der bedeutende Unterlagen vernichtet", twitterte Wikileaks in der Nacht zum Mittwoch.

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Regeln für Belohnung unklar

Welche Dokumente genau in die Kategorie "bedeutende Unterlagen" fallen, erläutert Wikileaks nicht. Ebenfalls bleibt offen, ob ein möglicherweise bloßgestellter Regierungsmitarbeiter bei der etwaigen Vernichtung solcher Dokumente illegal gehandelt haben muss, damit der Fall für die Belohnung qualifiziert ist. Unklar ist auch, ob eine mögliche Illegalität erst durch ein Gericht bestätigt werden muss.

Aufhänger für die Aktion ist für Wikileaks eine bereits im November geleakte E-Mail, die der damalige stellvertretende Stabschef von Barack Obama, James Messina, im Jahr 2009 verschickt haben soll. Darin ist von einer 2-TByte-Festplatte mit sensiblen Regierungsinformationen die Rede, die im Frühjahr desselben Jahres angeblich im amerikanischen Nationalarchiv (Nara) verloren gegangen sein soll. Dem E-Mail-Text zufolge geht das Archiv davon aus, dass die Festplatte gestohlen wurde.

"Sysadmins, jetzt kopieren!"

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Wikileaks richtet sich in seinem Aufruf vor allem an Systemadministratoren: "Lasst das Weiße Haus nicht noch einmal US-Geschichte zerstören! Jetzt kopieren, dann bei Gelegenheit WikiLeaks schicken", schreibt die Plattform auf Twitter.

Die Enthüllungsplattform hatte im US-Präsidentenwahlkampf gehackte E-Mails von Mitarbeitern des Parteivorstands der Demokraten und des Wahlkampfchefs der Kandidatin Hillary Clinton veröffentlicht. Die USA werfen Russland vor, hinter den Hackerangriffen zu stecken. Damit habe die Regierung von Präsident Wladimir Putin dem Republikaner Donald Trump zum Sieg bei der Wahl im November verhelfen wollen. Russland, Trump und Assange haben das zurückgewiesen.

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