Abo
  • Services:

WIK Consult: Telekom-Kunden laut Studie anderthalb Tage im Jahr offline

Eine Studie von Vodafone und WIK Consult hat den Service der Telekom als katastrophal dargestellt. Viele Kunden hätten Angst zu wechseln, weil sie lange Offline-Zeiten fürchten.

Artikel veröffentlicht am ,
Konzernchef Tim Höttges am 24. Mai 2018 auf dem Kapitalmarkttag in Bonn
Konzernchef Tim Höttges am 24. Mai 2018 auf dem Kapitalmarkttag in Bonn (Bild: Deutsche Telekom/Screenshot: Golem.de)

Im Durchschnitt soll jeder Kunde im Netz der Telekom anderthalb Tage im Jahr offline sein. Diese Ausfalldauer ergab eine nach eigenen Angaben repräsentative Befragung des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK Consult) von 4.457 Konsumenten in Deutschland sowie eine Analyse von internen Vodafone-Daten, die am 24. Mai 2018 vorgestellt wurden. Davon seien Kunden von Konkurrenten, die das Netz der Telekom nutzen, stärker betroffen als die direkten Kunden.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Berlin
  2. OKI EUROPE LIMITED, Branch Office Düsseldorf, Düsseldorf

Rund ein Drittel der ersten Technikertermine zur Anschlussbereitstellung oder Entstörung im Netz der Deutschen Telekom würden fehlschlagen. Erst nach drei bis vier Terminen seien 98 Prozent der gewünschten Leistungen tatsächlich erfolgreich erledigt. Für die Folgetermine müssten ebenfalls oft Urlaubs- oder Freistellungstage genommen werden.

Die Befragung zeigt, dass 58 Prozent der Kunden von Internet Service Providern in Deutschland vor einem Wechsel ihres Anbieters zurückschrecken würden, weil sie befürchten, lange offline zu sein. Dazu heißt es in der Studie: "Das behindert den Wettbewerb zwischen ISPs in Deutschland." Darüber hinaus sei davon auszugehen, dass so auch zahlreiche mögliche Wechsel zu einer neuen besonders leistungsfähigen Breitbandtechnologie wie Glasfaseranschlüssen verhindert werden. Auf diese Weise bleibe Deutschland weiterhin auf den hinteren Plätzen beim Take-up von besonders leistungsfähigen Breitbandanschlüssen und werde es schwer haben, die ambitionierten Ziele der Digitalen Agenda zu erfüllen.

Bundesnetzagentur: Nicht nur Telekom ist schuld

Im Durchschnitt dauere die Bereitstellungszeit in Deutschland für Endkundenanschlüsse bis zu vier Mal so lange wie in den Vergleichsländern; für Geschäftskunden bis zu sechs Mal so lange. Die Befragung bestätigt, dass es bei etwa 48 Prozent der Wettbewerbskunden bei ihrem letzten Anbieterwechsel zu Verzögerungen der Bereitstellung von 8 und mehr Tagen gekommen sei, 10 Prozent berichten von Verzögerungen von 30 und mehr Tagen.

Die Bundesnetzagentur hatte erklärt, dass die Telekom nicht allein schuld daran sei, wenn der Wechsel wochenlang dauere. Behördensprecherin Anja Klammer sagte Golem.de, dass "sämtliche am Markt tätigen Unternehmen zu der Gesamtbeschwerdezahl im Bereich des Anbieterwechsels beitragen".

Nach Fortschritten der vergangenen Jahre sollen Kennziffern wie Beschwerderate oder Kundenzufriedenheit der Telekom "weiter deutlich verbessert" werden. "Unser Service ist nie fertig. Darum verbessern wir ihn ständig. Er soll tadellos sein. Er prägt unser Image insgesamt. In Deutschland wollen wir darum den Anteil der Probleme, die wir für Kunden innerhalb von 24 Stunden lösen, von aktuell 66 Prozent auf mehr als 80 Prozent im Jahr 2021 erhöhen", sagte Konzernchef Tim Höttges am 24. Mai 2018 auf dem Kapitalmarkttag in Bonn.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  2. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  3. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)
  4. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Spielkalb 06. Jul 2018

Vorweg: Wenn man die technischen Kundenanliegen aufnimmt, hat man selbstverständlich nur...

Dwalinn 25. Mai 2018

Die größten Probleme scheinen ja beim Tarifwechsel zu sein... wenn so ein Wechsel 8 Tage...

Tantalus 25. Mai 2018

Das wären dann aber schon mindestens drei Einzelfälle dieses Jahr gewesen. Ich kann mir...

FunnyGuy 25. Mai 2018

oder wie immer man die "Angst vor Offline-Zeiten" nennen mag... Ich bilde mir aktuell...

rocketfoxx 25. Mai 2018

Es handelt sich hierbei nicht um "Telekomkunden". Die Überschrift erweckt den Eindruck...


Folgen Sie uns
       


MTG Arena Ravnica Allegiance - Livestream 1

Im ersten Teil unseres Livestreams erklären wir alle neuen Mechaniken von Ravnica Allegiance.

MTG Arena Ravnica Allegiance - Livestream 1 Video aufrufen
Eden ISS: Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner
Eden ISS
Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner

Wer in der Antarktis überwintert, träumt irgendwann von frischem Grün. Bei der Station Neumayer III hat das DLR vor einem Jahr ein Gewächshaus in einem Container aufgestellt, in dem ein Forscher Salat und Gemüse angebaut hat. Das Projekt war ein Test für künftige Raumfahrtmissionen. Der verlief erfolgreich, aber nicht reibungslos.
Ein Interview von Werner Pluta

  1. Eden ISS DLR will Gewächshaus-Container am Südpol aus Bremen steuern
  2. Eu-Cropis DLR züchtet Tomaten im Weltall
  3. NGT Cargo Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

Vivy & Co.: Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit
Vivy & Co.
Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

35C3 Mit Sicherheitsversprechen geizen die Hersteller von Gesundheitsapps wahrlich nicht. Sie halten sie jedoch oft nicht.
Von Moritz Tremmel

  1. Krankenkassen Vivy-App gibt Daten preis
  2. Krankenversicherung Der Papierkrieg geht weiter
  3. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche

WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?
WLAN-Tracking und Datenschutz
Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

Unternehmen tracken das Verhalten von Nutzern nicht nur beim Surfen im Internet, sondern per WLAN auch im echten Leben: im Supermarkt, im Hotel - und selbst auf der Straße. Ob sie das dürfen, ist juristisch mehr als fraglich.
Eine Analyse von Harald Büring

  1. Gefahr für Werbenetzwerke Wie legal ist das Tracking von Online-Nutzern?
  2. Landtagswahlen in Bayern und Hessen Tracker im Wahl-O-Mat der bpb-Medienpartner
  3. Tracking Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

    •  /