Abo
  • Services:

WifionICE: Alte Schwachstelle im Bahn-WLAN noch nicht geschlossen

Mit einer einzigen Zeile lässt sich eine angeblich geschlossene Sicherheitslücke im WLAN-Angebot der Deutschen Bahn weiterhin ausnutzen, um private Daten auszulesen. Der Chaos Computer Club (CCC) kritisiert den Patch als "untauglich".

Artikel veröffentlicht am ,
Die Bahn reagiert auf Kritik am neuen WLAN-Portal.
Die Bahn reagiert auf Kritik am neuen WLAN-Portal. (Bild: Patrik Stollarz/Getty Images)

Eine vermeintlich geschlossene Sicherheitslücke im WLAN-Angebot der Deutschen Bahn lässt sich durch eine einzige Zeile im HTML-Header einer speziell präparierten Webseite weiterhin ausnutzen. Das hat der CCC-Sprecher Falk Garbsch entdeckt, der bereits die ursprüngliche Sicherheitslücke ausfindig gemacht hatte. Die Bahn sehe es offensichtlich nicht als erforderlich an, die Daten ihrer Kunden zu schützen, kritisiert Garbsch.

Stellenmarkt
  1. Bundesanstalt für Straßenwesen, Bergisch Gladbach
  2. OC Oerlikon, München, Remscheid

Garbsch hatte im Oktober 2016 festgestellt, dass das System den Nutzer mit Redirects von der Domain www.wifionice.de auf das eigentliche Portal www.omboard.info leitet, dabei aber keine Tokens zur Absicherung gegen Cross Site Request Forgerys (CSRF) einsetzte. Mit einem eingebetteten Formular in einer präparierten Webseite können dann per Jsonp Daten vom Portal über die Nutzer abgerufen werden, etwa der GPS-Standort des Zuges, die IP- und die Mac-Adresse sowie technische Informationen über die vom Zug verwendeten Verbindungen, die Wagenklasse und die Onlinezeit. Diese Informationen identifizieren einen einzigen Benutzer. Damit könnten etwa Bewegungsprofile erstellt werden oder sie könnten von Werbediensten genutzt werden.

Hauruck-Aktion ohne Wirkung

Offenbar sollte ein einfaches Referrer-Feld das Problem beheben, schreibt Garbsch. In seinem Proof-of-Concept schaltete er einfach mit einer Zeile im HTML-Header den Referrer aus und konnte so genau die fraglichen Daten über seine WLAN-Sitzung wieder abrufen. Die Deutsche Bahn verzichte offenbar darauf, dem Browser das Blockieren zu überlassen, und bastele selbst an einer Hauruck-Lösung.

Unterdessen hat sich die Deutsche Bahn zu den neuen Vorwürfen geäußert. Man arbeite zusammen mit dem Dienstleister Icomera an einer Lösung, wird ein Sprecher des Unternehmens auf der Webseite Motherboard zitiert. Andere Nutzer im Zug hätten aber keinen Zugriff auf Daten der Mitreisenden. Auch persönliche Daten wie das Adressbuch oder Fotos könnten über die Lücke nicht ausgelesen werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 29,95€
  2. 4,99€
  3. 2,49€
  4. 2,49€

Hypfer 19. Jul 2017

Vermutlich brutale Killerspiele.


Folgen Sie uns
       


Sony Xperia 10 Plus - Hands on (MWC 2019)

Das Xperia 10 Plus hat Sony auf dem Mobile World Congress 2019 vorgestellt. Im ersten Hands on konnte uns die schmale Bauform überzeugen. Endlich gibt es auch Dual-Kamera-Technik. Das Xperia 10 Plus kommt Anfang März 2019 für 430 Euro auf den Markt.

Sony Xperia 10 Plus - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
XPS 13 (9380) im Test: Dell macht's ohne Frosch und Spiegel
XPS 13 (9380) im Test
Dell macht's ohne Frosch und Spiegel

Und wir dachten, die Kamera wandert nach oben und das war es - aber nein: Dell hat uns überrascht und das XPS 13 (9380) dort verbessert, wo wir es nicht erwartet hätten, wohl aber erhofft haben.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Mit Ubuntu Dell XPS 13 mit Whiskey Lake als Developer Edition verfügbar
  2. XPS 13 (9380) Dell verabschiedet sich von Froschkamera

Display-Technik: So funktionieren Micro-LEDs
Display-Technik
So funktionieren Micro-LEDs

Nach Flüssigkristallanzeigen (LCD) mit Hintergrundbeleuchtung und OLED-Bildschirmen sind Micro-LEDs der nächste Schritt: Apple arbeitet daran für Smartwatches und Samsung hat bereits einen Fernseher vorgestellt. Die Technik hat viele Vorteile, ist aber aufwendig in der Fertigung.
Von Mike Wobker

  1. AU Optronics Apple soll Wechsel von OLEDs zu Micro-LEDs vorbereiten

Einfuhrsteuern: Wie teuer wird ein Raspberry Pi beim harten Brexit?
Einfuhrsteuern
Wie teuer wird ein Raspberry Pi beim harten Brexit?

Bei einem No-Deal-Brexit könnten viele britische Produkte teurer und schwerer lieferbar werden - auch der populäre Bastelrechner Raspberry Pi. Mit genauen Prognosen tun sich deutsche Elektronikhändler derzeit schwer, doch decken sie sich schon vorsorglich mit den Komponenten ein.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. UK und Gibraltar EU-Domains durch Brexit doch wieder in Gefahr

    •  /