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Wifi-Standard: Intels Wireless Display geht in Miracast auf

Der kommende Standard Miracast der Wifi-Alliance wird von fast allen Chipherstellern unterstützt. Auch Intels Wireless Display wird dazu kompatibel werden, so dass proprietäre Empfänger bald nicht mehr nötig sind.
/ Nico Ernst
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Bild: Nvidia

Vor über zwei Jahren hat Intel Wireless Display alias WiDi eingeführt , dennoch ist die Unterstützung dafür mäßig, es gibt nur wenige Empfänger und längst nicht alle Notebooks unterstützen die Funktion. Dabei ist die Idee, Medieninhalte drahtlos vom PC auf den Fernseher zu bringen, durchaus reizvoll. Andere Hersteller haben das mit eigenen Lösungen – die alle miteinander inkompatibel sind – auch schon versucht, beispielsweise Apple mit Airplay und Samsung mit TV-Link, das auch mit Smartphones und Kompaktkameras funktioniert.

Nun hat sich die Wifi-Alliance aber mit dem kürzlich vorgestellten Miracast um einen herstellerübergreifenden Standard bemüht. Miracast soll Teil der Wifi-Zertifizierung werden, Geräte mit dem Logo des Gremiums müssen es in Zukunft zwingend unterstützen. Nachdem Nvidia Miracast schon zu Anfang unterstützte, sind nun mit Broadcom, Intel, Marvell, Mediatek, Ralink und Realtek auch alle anderen namhaften Hersteller von WLAN-Chips Teil der Initiative, wie die Wifi-Alliance mitteilt(öffnet im neuen Fenster) .

Nvidia zeigt Miracast
Nvidia zeigt Miracast (01:50)

Es fehlen aber mit Ausnahme von Nvidia noch die Anbieter von Bausteinen für Smartphones und Tablets, die ihre WLAN-Module in die SoCs der Geräte integrieren. Immerhin: Samsungs Galaxy S3 und das LG Optimus G wurden schon für Miracast zertifiziert, ebenso die Fernseher der Serie Echo-P von Samsung. Weitere TVs von Sony sollen folgen, so dass auch im Bereich der Fernseher schon zwei große Unternehmen der Branche Miracast unterstützen.

Auffällig ist bei den neuen Partnern vor allem Intel, das vor einem Jahr noch plante, die eigenen Wireless-Display-Chips auch an die Hersteller von Fernsehern und Blu-ray-Playern zu verkaufen. Auch eine reine Umsetzung in Software wie für die PS3 war damals angedacht – daraus wird nun nichts. Miracast benötigt keine neue Hardware, sondern setzt auf Software, die auf dem schon existierenden Wifi-Direct aufsetzt.

Wie sich ältere Geräte und auch die WiDi-Empfänger mit Intel-Chips auf Miracast aufrüsten lassen sollen, hat die Wifi-Alliance aber noch nicht bekanntgegeben. Updates für bestehende Technik sind aber geplant, bis zum Ende des Jahres 2016 soll es weltweit 1,6 Milliarden Geräte geben, die Miracast unterstützen. Das betrifft alles, das WLAN mitbringt, also auch PCs, Smartphones und Tablets.


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