Abo
  • Services:

Blue Origin fliegt wieder

Einige Jahre lang war wenig von Blue Origin, dem Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, zu hören. Kürzlich hat es jedoch einen Test mit seinem Raumschiff New Shepard durchgeführt. Blue Origin will mit dem Raumschiff, das nach dem 1998 gestorbenen Astronauten Alan Shepard benannt ist, suborbitale Flüge für Touristen anbieten.

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Darmstadt, Darmstadt
  2. ICS IT & Consulting Services GmbH, Frankfurt am Main

New Shepard besteht aus zwei Modulen, der kegelförmigen Mannschaftskapsel und dem Antriebsmodul oder Booster, das auf vier Füßen landen soll. Seine BE-3-Triebwerke werden mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff betrieben. Der Booster soll die Mannschaftskapsel bis in etwa 100 Kilometer Höhe, also an den Rand des Weltraums bringen. Dort wird die Mannschaftskapsel abgetrennt und kehrt dann, von Fallschirmen gebremst, zur Erde zurück. Der Booster zündet nach einem kurzen freien Fall die Triebwerke und sinkt zur Erde ab und landet - vergleichbar der F9R.

Mannschaftskapsel landet sanft

Ende April testete Blue Origin dieses Szenario auf dem firmeneigenen Testgelände im US-Bundesstaat Texas. Zunächst lief alles nach Plan: New Shepard stieg bis in eine Höhe von knapp 94 Kilometern auf und trennte die unbemannte Kapsel ab. Deren Fallschirme öffneten sich, und sie landete wohlbehalten wieder auf der Erde. "Jeder Astronaut an Bord hätte einen schönen Flug in den Weltraum und eine sanfte Rückkehr gehabt", resümierte Bezos.

  • New Shepard startet Ende April 2015 in Texas zu einem Testflug. (Foto: Blue Origin)
  • In knapp 94 km Höhe wird die Mannschaftskapsel vom Antriebsmodul abgetrennt. (Foto: Blue Origin)
  • Die Kapsel kehrt sicher an Fallschirmen zur Erde zurück. Die Landung der Antriebsstufe misslang. (Foto: Blue Origin)
New Shepard startet Ende April 2015 in Texas zu einem Testflug. (Foto: Blue Origin)

Weniger erfolgreich war der Part des Antriebsmoduls: Ähnlich wie bei der ersten missglückten Falcon-Landung kam es auch bei der New Shepard zu einem Druckabfall im hydraulischen System. Die Antriebsstufe wurde beim Aufsetzen zerstört.

Neue Tests sind in Vorbereitung

Zwei neue Antriebsstufen seien jedoch schon im Bau, sagt Bezos - Blue Origin werde in Kürze den nächsten Testflug durchführen. Seit den letzten Tests sind gut vier Jahre vergangen: Im Mai 2011 startete und landete New Shepard erfolgreich. Beim folgenden Test im August wurde das Raumfahrzeug jedoch zerstört.

Trotz der Misserfolge hält Blue Origin aber an dem VTVL-Konzept fest. "Wir haben uns für VTVL entschieden, weil es bis auf große Größen skaliert", erklärt Bezos. Das Unternehmen plane bereits einen Nachfolger für New Shepard, der sehr viel größer werde. Dieses Raumschiff solle auch bis in die Erdumlaufbahn kommen. Angetrieben wird es durch die BE-4-Triebwerke, die auch ULA in der Vulcan verbauen will.

Blue Origin baut auf DC-X auf

New Shepard ist eine Fortführung des Delta Clipper Experimental (DC-X). Das US-Luft- und Raumfahrtunternehmen McDonnell Douglas hatte die einstufige, wiederverwendbare Trägerrakete in den frühen 1990er-Jahren im Auftrag von Nasa und US-Verteidigungsministerium gebaut. Der DC-X beruhte auf Entwürfen von McDonnell Douglas aus den 1960er-Jahren.

Nach mehreren erfolgreichen Testflügen übernahm die Nasa den Prototypen Mitte der 1990er-Jahre. Die Nasa-Techniker modifizierten den DC-X und testeten ihn dreimal erfolgreich. Beim vierten Start kippte er nach der Landung um, fing Feuer und verbrannte. Danach stellte die Nasa das Programm ein. Einige der Mitarbeiter aus dem DC-X-Projekt von McDonnell Douglas wechselten zu Blue Origin und entwickelten New Shepard.

Aber ist es realistisch, eine Rakete wiederzuverwenden? Und rechnet sich das?

 SpaceX steigt abZehn Mal fliegen lohnt sich schon 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Meistgelesen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und 4 Spiele gratis erhalten
  2. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  3. täglich neue Deals bei Alternate.de

baz 21. Mai 2015

Treibstoffreste dürften nicht sonderlich bedenklich sein, zum einen dürfte es davon nicht...

flurreh 21. Mai 2015

Auf den meisten Planeten, den Mond eingschlossen, bringt das nicht viel. Deswegen machen...

AndyMt 20. Mai 2015

Absolut! Das geniale an KSP ist ja, dass es die Sache soweit vereinfacht, dass die...

Muhaha 19. Mai 2015

In Deutschland hat man kein Problem mit staatlicher Hilfe, staatlicher Regulierung...

oliver.n.h 19. Mai 2015

Nun das spaceshuttle unterschied sich nicht gross von einem flugzeug, das wird auch alle...


Folgen Sie uns
       


Apple WWDC 2018 Keynote in 11 Minuten - Supercut

Im Supercut zur WWDC 2018 zeigen wir in zehn Minuten, was Apple Entwicklern und Nutzern von iOS 12, MacOS Mojave und WatchOS 5 und TvOS präsentiert hat.

Apple WWDC 2018 Keynote in 11 Minuten - Supercut Video aufrufen
Cruijff Arena: Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus
Cruijff Arena
Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus

Die Johann-Cruijff-Arena in Amsterdam ist weltweit das erste Stadion, das seine Energieversorgung mit einem Speichersystem sichert, das aus Akkus von Elektroautos besteht. Der englische Sänger Ed Sheeran hat mit dem darin gespeichertem Solarstrom schon seine Gitarre verstärkt.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Energiewende Warum die Bundesregierung ihre Versprechen nicht hält
  2. Max Bögl Wind Das höchste Windrad steht bei Stuttgart

Youtube Music, Deezer und Amazon Music: Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer
Youtube Music, Deezer und Amazon Music
Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer

Wer seinen Musikstreamingdienst auf einem iPhone oder iPad bucht, muss oftmals mehr bezahlen als andere Kunden. Der Grund liegt darin, dass Apple - außer bei eigenen Diensten - einen Aufschlag von 30 Prozent behält. Spotify hat Konsequenzen gezogen.
Ein Bericht von Ingo Pakalski

  1. Filme und Serien Nutzung von kostenpflichtigem Streaming steigt stark an
  2. Highend-PC-Streaming Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
  3. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

    •  /