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Wiederauferstehung per KI: Nach Rogue One wird Peter Cushing erneut zum Leben erweckt

In einer neuen Dokumentation über das britische Studio Hammer wurde Peter Cushing per KI zum Leben erweckt.
/ Peter Osteried
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Peter Cushing, hier links als Van Helsing, wurde für die Dokumentation zum Leben erweckt. (Bild: Deep Fusion Films / Hammer Films)
Peter Cushing, hier links als Van Helsing, wurde für die Dokumentation zum Leben erweckt. Bild: Deep Fusion Films / Hammer Films

In der Dokumentation Hammer Films: Heroes, Legends and Monsters gibt es ein Wiedersehen mit Peter Cushing, das bei Fans umstritten ist(öffnet im neuen Fenster) : Die KI-Figur erweckt den großen Schauspieler nur unzureichend zu neuem Leben. In der Dokumentation führt eine Figur als Erzähler durch die Geschichte des Studios. Am Ende wird er als Peter Cushing vorgestellt, er gibt eine Dialogzeile seiner Figur Baron Frankenstein zum Besten.

Nach dem Tod

Peter Cushing starb im Jahr 1994 und wurde gut 20 Jahre später für Rogue One: A Star Wars Story zu neuem Leben erweckt. Lucasfilm wird wegen der Nutzung von Peter Cushings Aussehen verklagt. Benjamin Field, der Regisseur der Dokumentation, sagte bei Yahoo(öffnet im neuen Fenster) , dass im Vorfeld alle Maßnahmen getroffen wurden, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Wieso Cushing überhaupt dabei sein musste, erklärt Field so, dass Charles Dance der Erzähler der Dokumentation ist, der die Schauspielerin Valerie Leon ersetzte. Sie sollte zuerst die Dame in der Kapuze sein, die die Tarotkarten legt. Am Ende hätte man sie gesehen. Dann kam die Gelegenheit, mit Dance zu arbeiten, der wollte aber nicht die Kapuze tragen. Da die Länge des Films nicht mehr geändert werden konnte, sollte das so bleiben.

Field hatte schließlich die Idee, eine KI-Version von Peter Cushing zu nutzen: "Für uns war er der passendste Kandidat. Sein Dialog stammt aus dem Film Frankensteins Fluch." Der Regisseur fand das auch deshalb gut, weil Baron Frankenstein ebenfalls damit beschäftigt ist, Tote zum Leben zu erwecken.

Deepfake

"Das hat schon etwas von einem Deepfake," erklärt Field. "Aber das ist kein traditioneller Deepfake im Wortsinn, sondern eine Fotomanipulation." Es ist keine klassische KI-Nutzung. Vielleicht sieht das Ganze auch deswegen so wenig überzeugend aus. "Wir kamen zu einem Deal mit dem Hammer-Nachlass und mir wurde die Erlaubnis zur Nutzung seines digitalen Abbilds und aller damit verbundenen Versicherungen erteilt. Ich war zufrieden, dass wir alles hatten, was wir brauchten, um fortzufahren."


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