Abo
  • IT-Karriere:

Wie 1992: Cern lässt den Line Mode Browser wiederauferstehen

Eine Gruppe von Webentwicklern hat am Cern den ersten plattformübergreifenden Webbrowser, den "Line Mode Browser", als Web-App wiederbelebt. Damit kann im Netz gesurft werden wie im Jahr 1992.

Artikel veröffentlicht am ,
Line Mode Browser als Web-App
Line Mode Browser als Web-App (Bild: Screenshot Golem.de)

Der Line Mode Browser war zwar nicht der erste Browser - diese Ehre gebührt dem von Tim Berners-Lee geschriebenen Programm WorldWideWeb -, aber der erste Browser, der plattformübergreifend funktionierte und damit das Web für viele zugänglich machte. Heute spielt der Line Mode Browser keine Rolle mehr, aber ein Team von Webentwicklern hat ihn, organisiert vom Cern, als Web-App wiederauferstehen lassen, so dass er in modernen Browsern genutzt werden kann.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe, Ettlingen
  2. DEKRA Digital GmbH, Stuttgart

Der Line Mode Browser war ein minimalistischer Browser, der nur per Kommandozeile bedient wurde und auch nur Text anzeigte. WorldWideWeb lief nur auf NeXT-Computern, setzte ein grafisches User Interface voraus und wurde per Maus bedient. Da die wenigsten Computer Ende der 1980er Jahre diese Kriterien erfüllten, hatte Tim Berners-Lee den Studenten Nicola Pellow 1990 damit beauftragt, den Line Mode Browser zu entwickeln.

Er wurde zunächst als Telnet-Dienst zur Verfügung gestellt, 1992 dann in der Version 1.1 erstmals zum Download angeboten. 1994 übernahm das neu gegründete World Wide Web Consortium (W3C) die Weiterentwicklung des Browsers. 2004 wurde der Code im Rahmen der Libwww der Open-Source-Community übergeben.

Wie das WWW angefangen hat

Wer will, kann nun mit der App so durchs Web browsen wie vor rund 20 Jahren, mit 80 Zeichen und 24 Zeilen. Das gilt für die Optik sowie für die Geräuschkulisse, die ebenfalls emuliert wird.

Die Idee, den Line Mode Browser als Web-App wiederaufleben zu lassen, stammt von Dan Noyes, der auch dafür verantwortlich war, dass die erste Website wieder unter ihrer alten URL verfügbar ist. Noyes geht es darum, künftigen Generationen zu zeigen, wie das WWW angefangen hat: "Ich möchte, dass meine Kinder die Bedeutung dieses Augenblicks in der Geschichte verstehen: Das Web ist inzwischen so allgegenwärtig, so normal, dass das Risiko besteht, nicht zu erkennen, wie grundlegend es sich verändert hat", sagte Dan Noyes der BBC. Die Beweggründe hinter dem Projekt erläutert Noyes in einem Blogeintrag.

Derzeit steht die Webversion des Line Mode Browsers unter line-mode.cern.ch zur Verfügung. Der Code der Webversion steht auf Github zum Download bereit und läuft unter Node.js.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 469,00€
  2. 72,99€ (Release am 19. September)
  3. 83,90€

honsa 11. Jan 2019

Habe das gleiche Problem. Bei Golem ist nicht einmal der Artikel verlinkt, daher nicht...

Zwangsangemeldet 26. Dez 2013

Ja, haha, weil das 2,5fache vom 6,9fachen vom 27,6fachen vom 144,8fachen weitaus mehr...

Kasabian 08. Okt 2013

hätte es nicht heißen müssen "wie vor 1993" ?

Anonymer Nutzer 07. Okt 2013

Am Samstag ist Tag der offenen Tür, ich werde der Sache auf den Grund gehen :D


Folgen Sie uns
       


Pixel 3a und 3a XL - Test

Das Pixel 3a und das PIxel 3a XL sind Googles neue Mittelklasse-Smartphones. Beide haben die gleiche Kamera wie das Pixel 3.

Pixel 3a und 3a XL - Test Video aufrufen
IT-Headhunter: ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
IT-Headhunter
ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

Marco Nadol vermittelt für Hays selbstständige Informatiker, Programmierer und Ingenieure in Unternehmen. Aus langjähriger Erfahrung als IT-Headhunter weiß er mittlerweile sehr gut, was ihre Chancen auf dem Markt erhöht und was sie verschlechtert.
Von Maja Hoock

  1. Jobporträt Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht
  2. Struktrurwandel IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
  3. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Smartphones Android-Q-Beta für Oneplus-7-Modelle veröffentlicht
  2. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
  3. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T

Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
Motorola One Vision im Hands on
Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
  2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

    •  /