"Widerstandsfähig wie Logan": Insomniac Games bezieht Stellung zu Cyberangriff

Vor wenigen Tagen veröffentlichte eine Hackergruppe interne Daten von Insomniac. Seine Arbeit an Wolverine will das Studio wie geplant fortsetzen.

Artikel veröffentlicht am , Marc Stöckel
Insomniac Games will seine Arbeiten an Wolverine wie geplant fortsetzen.
Insomniac Games will seine Arbeiten an Wolverine wie geplant fortsetzen. (Bild: pixabay.com / 51581)

Das zu Sony gehörende Playstation-Entwicklerstudio Insomniac Games hat gestern auf den jüngsten Cyberangriff auf seine Systeme sowie die darauffolgende Veröffentlichung interner Daten durch die Angreifer reagiert. In einer auf X geteilten Stellungnahme erklärt das Unternehmen, "sowohl traurig als auch wütend über den jüngsten kriminellen Cyberangriff auf unser Studio" zu sein.

Insomniac sei sich bewusst, dass in dem offengelegten Datensatz persönliche Informationen von Mitarbeitern, ehemaligen Mitarbeitern und auch von unabhängigen Auftragnehmern enthalten seien. "Hinzu kommen auch frühe Entwicklungsdetails zu Marvel's Wolverine für die Playstation 5", so der Entwickler. Das genaue Ausmaß betroffener Daten werde derzeit noch untersucht.

"Wir möchten, dass jeder die Spiele, die wir entwickeln, so genießen kann, wie es beabsichtigt ist und wie es unsere Spieler verdienen", erklärt das Studio weiter. "Aber, genau wie Logan ... ist Insomniac widerstandsfähig." Die Arbeiten an Wolverine werde das Unternehmen wie geplant fortsetzen. Der Titel befinde sich ohnehin noch in einer frühen Phase und werde sich im Laufe der Zeit "zweifellos stark weiterentwickeln". Offizielle Informationen zu Wolverine werde Insomniac bekannt geben, sobald die Zeit reif sei.

Rund 1,3 Millionen Dateien veröffentlicht

Berichte über den Cyberangriff auf Insomniac Games tauchten erstmals Anfang letzter Woche auf. Verantwortlich für den Angriff ist die Ransomwaregruppe Rhysida. Diese hatte damit gedroht, die Daten zu veröffentlichen, sofern sie keinen Käufer finde. Angeboten wurde der Datensatz im Rahmen einer Auktion mit einem Startpreis von 50 Bitcoins, umgerechnet fast 2 Millionen Euro.

Wenige Tage später veröffentlichte Rhysida rund 1,67 TByte an internen Daten von Insomniac, verteilt auf etwa 1,3 Millionen Dateien. Neben internen Präsentationen, E-Mails, Firmenbelegen, Verträgen und Dokumenten mit persönlichen Informationen von Angestellten waren auch Informationen und Assets zu dem noch unveröffentlichten Wolverine-Spiel in dem Datensatz enthalten.

Letzteres soll einer in den offengelegten Daten enthaltenen Vereinbarung zufolge voraussichtlich am 1. September 2025 erscheinen, zwei weitere X-Men-Spiele sind für Ende 2029 und Ende 2033 geplant. Von Wolverine ist durch den Leak wohl bereits eine spielbare, sehr frühe Entwicklerversion ins Netz gelangt. Darüber hinaus kursieren im Internet inzwischen auch Informationen über Kosten und Einnahmen zu verschiedenen Titeln von Insomniac Games.

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