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Allianz von Rechts und Links gegen KI-Rechenzentren

Der Widerstand reicht auch deshalb quer durchs politische Spektrum: In Texas wurden soeben alle Rechenzentrumsprojekte gestoppt(öffnet im neuen Fenster), auch der rechtskonservative Gouverneur von Florida Ron de Santis und der unabhängige, eher links ausgerichtete und den Demokraten nahe stehende Senator Bernie Sanders, fordern seit Anfang des Jahres ein Moratorium(öffnet im neuen Fenster).

Irland hatte schon eines, das jetzt aufgehoben wurde, zwingt aber nun alle Rechenzentrumsbetreiber dazu, eigenen Strom mitzubringen – was bisher dazu führte, dass diverse Projekte angehalten wurden(öffnet im neuen Fenster).

"Bring deinen eigenen Strom" als Lösung?

"Bring your own power" (Byop) bedeutet in Irland aber auch: 80 Prozent des Stroms müssen aus regenerativen Quellen kommen. Doch die Nutzung des Wassers ist von den Vorschriften noch nicht reguliert.

2024 stellten die Wissenschaftler Triona McGrath und Angelos Alamamos in Water Use by Data Centres: An Irish Context (PDF)(öffnet im neuen Fenster) fest: "Dem Wasserbedarf von Rechenzentren wurde hingegen nur wenig Beachtung geschenkt." Und: "Das kühle Klima Irlands macht das Land zu einem geeigneten Standort für diese Art von Technologie. Um eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wasserressourcen zu gewährleisten, müssen beim Ausbau dieser Branche auch der Wasserbedarf sowie die Auswirkungen auf die innerhalb des Einzugsgebiets zur Nutzung verfügbaren Wasserressourcen und die Auswirkungen auf die lokalen aquatischen Ökosysteme berücksichtigt werden."

Rechenzentren in Irland verbrauchten 2025 eine Milliarde Liter Wasser

In Irland sollen Rechenzentren 2025 über eine Milliarde Liter Wasser verbraucht haben, nur übertroffen von der Pharmaindustrie(öffnet im neuen Fenster). Konzerne wie Meta haben sich zwar verpflichtet, bis 2030 "wasserpositiv" zu werden, allerdings scheint nicht ganz klar zu sein, was das bedeutet und welche Auswirkungen das auf zugekaufte Rechenzentrumsressourcen und Energieerzeugung hätte(öffnet im neuen Fenster).

Auch Google(öffnet im neuen Fenster) will seinen "Wasserverbrauch massiv senken und zukünftig mehr zurückgeben als verbrauchen". Wie das gehen soll, bleibt vorerst ebenfalls unklar.

Ein weltweites Problem

Das Problem ist aber nicht auf Länder wie die USA oder Irland beschränkt, wie eine Untersuchung der New York Times ergab(öffnet im neuen Fenster): "Mit dem zunehmenden Bau von Rechenzentren haben diese Standorte – die enorme Mengen an Strom für die Datenverarbeitung und Wasser zur Kühlung der Computer benötigen – nicht nur in Mexiko, sondern auch in mehr als einem Dutzend anderer Länder zu Störungen beigetragen oder diese verschärft."

Im Guardian fragt John Harris(öffnet im neuen Fenster) angesichts der nahenden Midterms in den USA, ob eine Gesellschaft bereit wäre, sich beim Wasser einzuschränken, während die KI-Gigafactories weiter laufen? In seinem Bericht thematisiert Harris auch die Ängste vieler Bürger im Vereinigten Königreich, die ihrer Sorge darüber Ausdruck verleihen, dass sich mit einem großen Data Center eine Kommune zum Angriffsziel von Terroristen oder im Kriegsfall mache(öffnet im neuen Fenster).


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