Widerspruch im Team: Tesla gibt Elon Musks Übertreibung beim autonomen Fahren zu

Elon Musks Zeitplan für autonomes Fahren bekommt Widerspruch. Der Leiter des Programms sieht keine Chance, bis Ende 2021 Level 5 zu erreichen.

Artikel veröffentlicht am ,
Tesla Full Self-Driving in Aktion
Tesla Full Self-Driving in Aktion (Bild: Tesla)

Im Januar 2021 wurde Tesla-Chef Elon Musk von einem Analysten in einer Telefonkonferenz gefragt, ob er glaube, dass Tesla bis Ende 2021 die Autonomiestufe 5 erreichen werde. Das ist das höchste Autonomielevel. Musk antwortete der Mitschrift nach darauf: "Ich bin zuversichtlich, basierend auf meinem Verständnis der technischen Roadmap und dem Fortschritt, den wir zwischen den einzelnen Beta-Iterationen machen." Schon in der Vergangenheit ließ sich Musk zu Aussagen hinsichtlich der Fertigstellung hinreißen, die sich dann aber nicht bewahrheiteten.

Stellenmarkt
  1. IT Systemadministrator - Kommunikationssysteme (gn)
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck
  2. IT-Projekt- und Portfolio-Manager (m/w/d)
    Speira GmbH, Grevenbroich
Detailsuche

Teslas Leiter der Autopilot-Software, CJ Moore, hat seinem Chef gegenüber den kalifornischen Aufsichtsbehörden (California Department of Motor Vehicles) im März 2021 widersprochen. Das geht aus einem Memo des DMV hervor, das die Transparenz-Website Plainsite veröffentlicht hat.

Darin heißt es: "Das DMV hat CJ gebeten, aus technischer Sicht Elons Hinweis über die L5-Fähigkeit bis Ende des Jahres zu adressieren." In der Zusammenfassung steht: "Elons Tweet stimmt nicht mit der technischen Realität von CJ überein." Die letzte Passage auf Seite 6 wurde im PDF weiß übertüncht, kann jedoch markiert und kopiert und somit wieder sichtbar gemacht werden. Wer die Änderung vornahm, ist nicht bekannt. Danach heißt es: "Tesla befindet sich derzeit auf Level 2"

Es scheint, dass sich das DMV auf Musks Kommentare vom Januar 2021 bezog, die Moore als einen Tweet von Musk bezeichnet.

Schon Ende Dezember 2020 hatte Teslas Syndikus Eric C. Williams in einem Brief an die kalifornische Zulassungsbehörde geschrieben: "Derzeit ist weder der Autopilot noch die FSD-Fähigkeit ein autonomes System."

In der Öffentlichkeit gab Tesla-Gründer Elon Musk Mitte 2020 an, er habe das Gefühl, dass Tesla sehr nahe an Level-5-Autonomie sei und die Grundfunktionalität dafür Ende 2020 fertig werde.

Vision vs. Realität

Musks Vision, dass eines Tages Teslas autonom fahren, wird von ihm schon seit vielen Jahren erzählt und immer wieder mit Jahreszahlen garniert, wann dies erreicht werden soll. Die ältesten Ankündigungen beziehen sich auf das Jahr 2018 und wurden 2015 gemacht.

Der Chef des Autopilot-Teams, Sterling Anderson, verließ im August 2017 das Unternehmen. Andersons Nachfolger blieb weniger als sechs Monate bei Tesla.

Autonomes Fahren beunruhigte Tesla-Ingenieure

Einem Bericht des Wall Street Journals von August 2017 zufolge wurde der Entwicklungsdruck einigen Ingenieuren bei Tesla zu viel. Sie warnen intern vor allem davor, dass mit dem Leben der Kunden gespielt werde, und diskutieren, wie viel Zeit man dem Fahrer geben müsse, um das Lenkrad wieder zu übernehmen, wenn die autonomen Fahrfunktionen eines Autos zum Beispiel nicht mehr funktionieren. Es fehlten auch Mechanismen, um sicherzustellen, dass der Fahrer konzentriert bleibe. Diese gibt es bisher immer noch nicht, obwohl im Model 3 eine Kamera eingebaut ist, die den Fahrer warnen könnte, wenn er unkonzentriert ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Der Fall Anne-Elisabeth Hagen
Lösegeldforderung per Bitcoin-Transaktion

Der Fall der verschwundenen norwegischen Millionärsgattin Anne-Elisabeth Hagen ist auch ein Krimi um Kryptowährungen und Anonymisierungsdienste.
Von Elke Wittich und Boris Mayer

Der Fall Anne-Elisabeth Hagen: Lösegeldforderung per Bitcoin-Transaktion
Artikel
  1. Beats Studio Buds: ANC-Hörstöpsel mit Airpods-Pro-Technik kosten 150 Euro
    Beats Studio Buds
    ANC-Hörstöpsel mit Airpods-Pro-Technik kosten 150 Euro

    Die Studio Buds von Beats bieten einige Funktionen der Airpods Pro, kosten aber weniger und unterstützen Android.

  2. Mobiles Betriebssystem: iOS 15 reserviert einige Funktionen für neue iPhones
    Mobiles Betriebssystem
    iOS 15 reserviert einige Funktionen für neue iPhones

    iOS 15 unterstützt zwar noch sechs Jahre alte iPhones, doch erst ab dem iPhone XS kommen Nutzer in den Genuss aller neuen Funktionen.

  3. Laden automatisiert: Tesla-Besitzer baut Laderoboter für die Wallbox
    Laden automatisiert
    Tesla-Besitzer baut Laderoboter für die Wallbox

    Ein selbstgebauter Roboter steckt das Ladekabel automatisch in den Tesla, wenn das Elektroauto in der Garage steht.

smonkey 11. Mai 2021 / Themenstart

Es ist natürlich ein starker Indiz. Genauso wie es ein Indiz ist, dass niemand am Steuer...

Palerider 11. Mai 2021 / Themenstart

Den Satz rahme ich mir ein: verspricht(!).... Fehleinschätzung...- EIn Versprechen ist...

Fernando-05 11. Mai 2021 / Themenstart

Es gibt einfach so unfassbar viele Eventualitäten die Level 5 erfordert. Aber ich denke...

MaceWindu 10. Mai 2021 / Themenstart

Sieht wohl so aus.

gelöscht 10. Mai 2021 / Themenstart

+1

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Amazon-Geräte günstiger • Elden Ring vorbestellbar ab 59,99€ • Dualsense 59,99€ • Battlefield 2042 PC 53,99€ • XXL Sale bei Alternate • Sony Pulse 3D-Headset PS5 99,99€ • Bethesda E3 Promo bei GP [Werbung]
    •  /