Wicked: Mutter verklagt Mattel wegen Puppen mit Porno-URL
Eine Mutter aus dem US-Bundesstaat South Carolina hat eine Sammelklage gegen Mattel eingereicht. Das berichtet die Webseite Variety(öffnet im neuen Fenster) . Hintergrund sind Spielpuppen zum neuen Film Wicked, auf deren Verpackung versehentlich die Webseite einer Porno-Produktionsfirma abgedruckt war.
Eigentlich wollte Mattel die offizielle Webseite des Films auf die Verpackung drucken – "www.wickedmovie.com" . Stattdessen wurde die Adresse "www.wicked.com" auf die Packung gedruckt, die zur Webseite mit explizit pornografischen Abbildungen führt. Die Tochter der Klägerin habe die Adresse in einen Browser eingegeben und die Bilder gesehen.
Die Mutter hätte die Puppe nicht gekauft, wenn sie gewusst hätte, dass die Internetadresse auf der Rückseite zu dieser Webseite führt, erklärte der Anwalt der Frau. Mattel habe keine finanzielle Entschädigung für die "seelische Belastung" angeboten, die die Klägerin und ihre Tochter erlitten hätten.
Sammelklage wäre für weitere Betroffene offen
Mattel lehnte einen Kommentar zur laufenden Rechtssache ab. Sollte die Klage zugelassen werden, können sich auch andere Betroffene melden und eine finanzielle Entschädigung fordern. Mittlerweile sind die Puppen mit der falsch bedruckten Verpackung nicht mehr im Einzelhandel zu finden. Bei Ebay sind sie allerdings noch erhältlich und werden teilweise explizit mit dem Fehldruck beworben.
Mattel zog die Puppen nach Bekanntwerden der falschen Internetadresse auf deren Packung zurück und ließ sie aus den Regalen zahlreicher Einzelhändler in den USA entfernen. Unter anderem bei Walmart, Macy's und Kohl's wurden die Puppen entfernt und durch solche mit neuer Verpackung ersetzt.
Mattel riet Kunden, die bereits eine Puppe mit der fehlerhaften Verpackung gekauft hatten, die Webadresse unkenntlich zu machen oder den Karton zu entsorgen. Betroffen waren die Puppen der Charaktere Glinda und Elphaba.