Wi-Fi: Viele Züge der DB noch immer ohne Bord-5G-Router

Viele Züge der Deutschen Bahn verfügen noch immer nicht über Bord-5G-Router. In einem vollbesetzten Zug, in dem alle Fahrgäste mobile Daten ihrer eigenen 5G-fähigen Geräte statt WLAN nutzen, können die umliegenden Mobilfunkmasten jedoch schnell überlastet sein, was zu Leistungseinbußen führt. Das hat Golem von einem Branchenexperten erfahren.
Im Februar 2023 wurde bekanntgegeben , dass das Bundesverkehrsministerium und die Bahn die 4G-Repeater in den Fernzügen der Bahn nicht für 5G-fähige Geräte austauschen wollen. Mobilfunkdurchlässige Scheiben sind laut einer Bahn-Sprecherin "im Vergleich zu den aktuell verwendeten Repeatern eine dauerhafte Lösung, weil sie nicht nur für die aktuelle, sondern auch für alle künftigen Mobilfunkgenerationen – wie 5G oder auch alle Frequenzen im Ausland – geeignet ist" .
Die Leistungsfähigkeit des zugeigenen WLANs sei "nicht für Tausend Menschen auf einmal ausgestaltet. Da bräuchte man so unendlich viele Modems – das kann keiner bezahlen" , sagte Karsten Kemeter, CTO Nachrichtentechnik der Bahn, am 11. November 2025 .
Seit November 2025 endlich redundante 5G-WLAN-Systeme
Inzwischen begann die Bahn jedoch, in ersten Zügen 5G-fähige Router einzusetzen. "In Lasttests für einen 450-Personen-Zug wurden Spitzenwerte von über 1,2 GBit/s gemessen" , erklärte eine Bahn-Sprecherin Golem zuvor .
Michael Mühlhaus, Leiter Digitales Angebot Konnektivität bei DB Fernverkehr, erklärte dazu am 17. November 2025 bei Linkedin(öffnet im neuen Fenster) : "Der ICE 3neo des DB Fernverkehr ist mit einem hochmodernen, redundanten 5G-WLAN-System ausgestattet. Leistungsfähige Accesspoints ermöglichen immer eine stabile WLAN-Verbindung." Partner seien die beiden schwedischen Routerhersteller Icomera und Westermo Network Technologies sowie Siemens Mobility.



