Wi-Fi 6E: Zulassung für 6-GHz-WLAN kommt

Die USA wollen schnell mehr WLAN-Spektrum zulassen. In Europa und Deutschland wird daran noch gearbeitet.

Artikel veröffentlicht am ,
WLAN auf 6 GHz soll künftig mehr schnellere Kanäle bereitstellen. (Symbolbild)
WLAN auf 6 GHz soll künftig mehr schnellere Kanäle bereitstellen. (Symbolbild) (Bild: Pexels)

Geht es nach dem zuständigen Industrieverband für WLAN, der Wi-Fi Alliance, soll mit dem Standard Wi-Fi 6E erstmals seit 17 Jahren das für die drahtlose Technik genutzte Spektrum wieder erweitert werden. Der Vorstand der US-Regulierungsbehörde FCC, Ajit Pai, hat nun empfohlen, den betroffenen Bereich für eine unlizenzierte Nutzung freizugeben, so dass WLAN einfach mit der erweiterten Frequenz verwendet werden kann. Entsprechende Regelungen hatte die FCC schon zur Ankündigung von Wi-Fi 6E in Aussicht gestellt.

Stellenmarkt
  1. Chief Product Owner Customer Happiness lexoffice (m/w/d)
    Haufe Group, Freiburg
  2. API-Entwicklerin (m/w/d)
    GASAG AG, Berlin
Detailsuche

Eine Abstimmung zu der nun vorgeschlagenen Freigabe soll am 23. April in einer Sitzung der Behörde stattfinden. Die Zustimmung zu den Regeln sollte jedoch reine Formsache sein. Pai bezeichnete die Initiative als "bisher kühnste Initiative" der Regulierungsbehörde. Ziel der Vergrößerung des Spektrums ist es, WLAN deutlich mehr Kapazitäten zur Verfügung zu stellen als dies bisher möglich ist und so dem gesteigerten Bedarf gerecht zu werden.

6-GHz-Band für mehr Datendurchsatz

Konkret soll künftig der Frequenzbereich zwischen 5,925 GHz und 7,125 GHz für das erweiterte WLAN bereitstehen. Laut FCC soll dabei das gesamte Spektrum von 1.200 MHz für geringe Sendeleistungen innerhalb von Gebäuden genutzt werden dürfen sowie ein etwas verkleinerter Bereich von 850 MHz für den Betrieb mit üblicher Sendeleistung auch außerhalb von Gebäuden.

Der nach wie vor neue WLAN-Standard 802.11ax alias Wi-Fi 6 sieht grundsätzlich bereits die Nutzung der Drahtlostechnik auf den höheren Frequenzbändern vor. Mit der Freigabe für Wi-Fi 6E stehen dann mehr Kanäle mit Breiten von 80 MHz (bis zu 14) beziehungsweise 160 MHz (bis zu 7) zur Verwendung bereit. Das wäre eine massive Steigerung im Vergleich zu den bisher verfügbaren fünf 80-MHz-Kanälen beziehungsweise nur zwei 160-MHz-Kanälen. Diese breiten Kanäle sind vor allem für hohe Datenübertragungsraten wichtig, um etwa auch Gigabit-WLAN zu erreichen.

Zulassung in Europa in Arbeit

Golem Akademie
  1. Ansible Fundamentals: Systemdeployment & -management
    27.09.-01.10. 2021, online
Weitere IT-Trainings

Zusätzlich zur Zulassung durch die FCC in den USA ist damit zu rechnen, dass auch andere Regulierungsbehörden das erweiterte WLAN-Spektrum zur Nutzung freigeben. Die Bundesnetzagentur antwortet dazu auf eine Anfrage von Golem.de: "Derzeit arbeitet die Europäische Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommunikation (CEPT) an harmonisierten technischen Bedingungen für die Zulassung von WLAN im 6-GHz-Band."

Dabei werden laut der deutschen Behörde "die Nutzungsbedingungen wie zulässige Sendeleistung und das zu nutzende Frequenzband festgelegt". Sobald dies geschehen ist, folgt die Umsetzung in nationales Recht und damit dann auch die Zulassung des erweiterten WLAN in Deutschland. Einen konkreten Termin für diese Umsetzung kann die Bundesnetzagentur aber noch nicht nennen.

Laut Fre­quenz­plan der Bundesnetzagentur ist in dem betroffenen Bereich derzeit eine Verwendung für digitalen Richtfunk und für Satellitenfunk vorgesehen sowie Teilbereiche für die Militärische Nutzung.

Nachtrag vom 27. April 2020, 9:00 Uhr

Wie erwartet hat die FCC die Regeln zur Nutzung des 6-GHz-Bandes nun auch offiziell geändert. Damit ist es erlaubt, kommende Geräte mit Wi-Fi 6E in den USA zu verwenden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Hubble
Uralttechnik ohne Ersatz versagt im Orbit

Das Hubble-Teleskop ist außer Betrieb. Die Speicherbänke aus den 1980er Jahren lassen sich nicht mit der CPU von 1974 ansprechen, die auf einer Platine zusammengelötet wurde.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Hubble: Uralttechnik ohne Ersatz versagt im Orbit
Artikel
  1. Batteriezellfabrik: Porsche will Hochleistungsakkus mit Silizium-Anoden bauen
    Batteriezellfabrik
    Porsche will Hochleistungsakkus mit Silizium-Anoden bauen

    Akkus für nur 1.000 Elektroautos im Jahr will Porsche mit der neuen Tochterfirma Cellforce bauen. Vor allem für den Motorsport.

  2. Pornografie: Hostprovider soll Xhamster sperren
    Pornografie
    Hostprovider soll Xhamster sperren

    Medienwächter haben den Hostprovider von Xhamster ausfindig gemacht. Dieser soll das Pornoportal für deutsche Nutzer sperren.

  3. SSDs und Monitore zum Knallerpreis beim Amazon Prime Day
     
    SSDs und Monitore zum Knallerpreis beim Amazon Prime Day

    Wer auf der Suche nach neuer Hardware ist, sollte den Prime Day von Amazon nutzen. Hier warten Rabatte auf alle möglichen Artikel.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

Snoozel 27. Apr 2020

Jop, Spezialfälle wo vermutlich der AP direkt über entsprechendem Gerät montiert ist. Im...


Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Amazon Prime Day • SSDs (u. a. Crucial MX500 1TB 75,04€) • Gaming-Monitore • RAM von Crucial • Fire TV Stick 4K 28,99€/Lite 18,99€ • Bosch Professional • Dualsense + Pulse 3D Headset 139,99€ • Gaming-Chairs von Razer uvm. • HyperX Cloud II 51,29€ • iPhone 12 128GB 769€ • TV OLED & QLED [Werbung]
    •  /