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Wi-Fi 6: Qualcomm kündigt zweite WLAN-Chip-Generation für 802.11ax an

802.11ax alias Wi-Fi 6 ist noch nicht mal standardisiert, da kündigt sich schon die zweite Generation für Produkte an. Qualcomm hat vier neue Chips im Angebot, die zwischen 1,7 und 6 GBit/s als Bruttodatenrate bieten.

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Qualcomm stellt neue Chips vor.
Qualcomm stellt neue Chips vor. (Bild: Robyn Beck/AFP/Getty Images)

Qualcomm hat eine neue Generation von WLAN-Chips für 802.11ax-Infrastruktur vorgestellt. Das Unternehmen stuft die Chips als zweite Generation innerhalb seines 802.11ax-Portfolios ein. Es handelt sich hierbei um die Plattformen Qualcomm Networking Pro 400, 600, 800 und 1200. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Anzahl der Streams, die zwischen vier und zwölf liegen, sowie die Geschwindigkeit der verbauten A53-ARM-Kerne. Der schnellste Chip bietet laut Qualcomm genug Kapazitäten, um bis zu 1.500 Clients auf einem Access Point zu verwalten. Pro Funkeinheit werden 512 Nutzer angegeben.

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Dieser 1200er-Chip bietet unterschiedliche Antennenkonfigurationen. Bei den zwölf Streams können diese entweder als 8x8 plus 4x4 oder auch drei Mal 4x4 konfiguriert werden. Letzteres dürfte für Mesh-Systeme interessant sein, die einen Backhaul-Kanal verwenden sollen. Aber auch der ein oder andere Gaming-Router wird sicher von der Funktion Gebrauch machen. Dafür beinhaltet die Plattform einen 2,2-GHz-Quadcore-A53. Der maximale Durchsatz wird mit 6 GBit/s angegeben. Natürlich unterstützt der Chip auch ältere Standards (802.11a/b/g/n/ac) und 802.11ad ist ausgeschlossen.

Vorbereitungen für Erweiterungen bietet Qualcomm auch an. So lässt sich ein Access Point um Bluetooth, Mobilfunk und USB ergänzen. Nach außen gibt es zudem eine PCIe-3.0-Anbindung. Zum Vergleich: Der ältere IPQ8074-Chip ist nicht ganz so flexibel, schafft maximal 4,8 GBit/s und kann nur zwei Funkeinheiten bereitstellen. Zudem beherrscht der Chip noch kein MU-MIMO im Uplink.

Die anderen Plattformen, 800, 600 und 400, bieten jeweils auch einen Quadcore-A53-Chip, der niedriger getaktet wird. Die Anzahl der Streams orientiert sich an der Produktnummer, also acht, sechs beziehungsweise vier Streams werden angeboten. Der maximale Durchsatz je Radio reduziert sich entsprechend auf 4,1 GBit/s beziehungsweise für die beiden kleinsten Plattformen auf jeweils 1,7 GBit/s. Auch für die kleinen Plattformen gilt: Pro Funkeinheit können 512 Clients verwaltet werden.

So viele Nutzer werden es aber bei der 400er-Serie kaum werden. Sie wird für kostengünstige Router gefertigt. Die 600er-Serie ist für Retail-Router und Mesh-Systeme mit zwei Funkeinheiten gedacht. Die 800er sind, wie die 1200er, für drei Funkeinheiten ausgelegt. Hier bietet sich ein gutes Mesh-System an, aber auch High-End-WLAN-Router oder Unternehmenslösungen für große WLAN-Installationen. Das ist insbesondere bei der 1200er-Plattform der Fall.

Die ersten Produktankündigungen gibt es auch schon. Netgear wird über seine Marke Orbi sowie Belkin über die Marke Linksys neue Mesh-Systeme anbieten. Von den Enterprise-Anbietern wollen Aruba, also HPE, sowie Ruckus Wireless und damit durch eine Partnerschafft auch Dell EMC, ebenfalls Access Points vorstellen.

Da 802.11ax noch kein finalisierter Standard ist, heißt es derweil für manche Firmen noch: abwarten. Auffallend ist, dass Ubiquiti Networks, das bei 802.11ac sehr schnell war und auf Qualcomm-Chips setzt, noch keine Produkte angekündigt hat, während die konservativ agierenden Unternehmen im Enterprise-Segment dieses Mal sehr schnell waren und teils mit dem Endkundensegment mithalten konnten. Auch hier hat sich die Situation gedreht, da 802.11ac zunächst im Endkundenmarkt Bedeutung erlangte.

Die High Efficiency WLAN Task Group rechnet derzeit mit einem Abschluss der Standardisierung im Januar 2020. Weitere Informationen zu 802.11ax alias Wi-Fi 6 finden sich in einem Hintergrundstück von Golem.de.

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subjord 29. Aug 2019

Werden dann alle Top Smartphones nächstes Jahr 5G und Wi-Fi 6 haben?


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