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Whill: Futuristischer Rollstuhl Type-A kommt Anfang 2014

Das japanische Unternehmen Whill hat einen elektrischen Rollstuhl mit schickem Design und neuartigem Bedienungskonzept entwickelt. Er soll Anfang kommenden Jahres in den USA ausgeliefert werden. Ein Preis steht aber noch nicht fest.
/ Werner Pluta
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Rollstuhl Type-A: Drehen um die eigene Achse (Bild: Whill)
Rollstuhl Type-A: Drehen um die eigene Achse Bild: Whill

Type-A(öffnet im neuen Fenster) ist ein futuristischer Rollstuhl, den das japanische Unternehmen Whill(öffnet im neuen Fenster) entwickelt hat. Er soll in Kürze vorbestellbar sein und Anfang kommenden Jahres ausgeliefert werden.

Rollstuhl Type-A - Whill
Rollstuhl Type-A - Whill (01:00)

Der Rollstuhl ist relativ klein - 60 cm breit und knapp 83 cm lang. Angetrieben wird er von einem Elektromotor, der eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 10 km/h ermöglicht. Die Reichweite beträgt 24 km. Dann muss der Type-A an die Steckdose. Den Akku zu laden, dauert etwa 5 Stunden.

Das Besondere an dem Type-A sind das schicke Design sowie das Bedienungskonzept: Gesteuert wird der Rollstuhl über zwei Ausleger, die seitlich in einem Winkel von etwa 45 Grad nach vorne ragen. Mit einem dieser Ausleger kann der Type-A wie mit einem Joystick gesteuert werden.

Aktive Haltung

Der Rollstuhlfahrer kann aber auch die sogenannte "Lean-In"-Steuerung nutzen. Dabei wird ein Verbindungsstück zwischen die beiden Ausleger eingesetzt. Der Fahrer lehnt sich mit seinem Oberkörper nach vorne oder hinten, um den Rollstuhl in Bewegung zu setzen oder zu bremsen. Durch diese aktive Haltung solle beim Fahrer "das Gefühl, ein Auto, ein Motorrad oder ein Skateboard zu fahren" , entstehen, erklärte Atsushi Mizushima, Leiter der Abteilung für Geschäftsentwicklung, dem US-Blog Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) .

Sie hätten bei der Entwicklung des Type-A 150 Rollstuhlfahrer aus den USA befragt. Die hätten ihnen gesagt, der Rollstuhl solle stabil und flink sein. Er solle aber vor allem nicht die negativen Konnotationen haben, die normalerweise mit einem Rollstuhl verbunden sind.

Spezialräder überwinden Bordsteinkanten

Neben dem Aussehen hat sich Whill auch der Beweglichkeit angenommen: Der Rollstuhl hat spezielle Vorderräder, die auch seitlich rollen können. Dadurch bekommt der Type-A einen sehr engen Wendekreis: Er kann praktisch um die eigene Achse rotieren. Außerdem sollen diese Räder dem Rollstuhl gerade auf unebenem Grund mehr Stabilität verleihen. Sie sollen Unebenheiten und Bordsteinkanten mit einer Höhe von 7,5 cm überwinden.

Whill nimmt laut der Website(öffnet im neuen Fenster) "in Kürze Vorbestellungen an" . Einen Preis für den Type-A haben die Japaner noch nicht bekanntgegeben. Sie wollen ihn aber Anfang 2014 in den USA ausliefern.


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