Whatsapp: Vater bekommt wegen eines Nacktfotos Ärger mit Polizei

Wegen eines 15 Jahre alten Nacktfotos seines mittlerweile erwachsenen Sohnes hat ein Mann aus dem Landkreis Augsburg Ärger mit der Kriminalpolizei. Eine Frau hatte die Ermittler auf das Statusbild des 59-Jährigen bei einem Messengerdienst aufmerksam gemacht - es zeigte ein mutmaßlich kinderpornografisches Foto eines etwa sechsjährigen Jungen.
Wie die Polizei am 15. Oktober berichtete, führte dies zu einer Wohnungsdurchsuchung bei dem Vater. Es stellte sich heraus, dass dessen erwachsener Sohn ihm das alte Foto als Kindheitserinnerung zugeschickt hatte. Daraufhin nutzte der Vater die Aufnahme nach Absprache mit seinem Sohn als Whatsapp-Statusfoto.
"Gezeigt wurde darauf ein ca. 6-jähriger Junge mit entblößtem Unterkörper, der auf einem Sofa sitzend mit gespreizten Beinen an seinem Geschlechtsteil spielte, während ein erwachsener Mann - nur mit Unterhose bekleidet - seinen Arm um die Schulter des Buben gelegt hatte," beschreibt die Polizei das Bild(öffnet im neuen Fenster) .
Verfahren wegen Verbreitung von Kinderpornografie
Nach Angaben der Polizei fanden Vater und Sohn das Bild witzig. Der 59-Jährige machte sich keine Gedanken darüber, es auf dem Messengerdienst auch anderen zu präsentieren. "Der zunächst im Raum stehende Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Kindern hat sich gottseidank nicht bestätigt," schreibt die Polizei. Allerdings läuft ein Verfahren gegen den Vater wegen Besitzes und Verbreitung von Kinderpornografie. Der Strafrahmen bewegt sich zwischen einem und zehn Jahren Freiheitsstrafe.
Die Polizei rief alle Nutzer von sozialen Netzwerken auf, sich immer auch der Tragweite des eigenen Handels bewusst zu sein. "Erst denken, dann posten," empfahl ein Polizeisprecher.



