Whatsapp, Signal, Threema: Messengerdienste auf SMS-Niveau befürchtet

Die EU-Kommission will Messengerdienste wie Whatsapp und Signal nicht interoperabel machen. Das könnte die Funktionalität gefährden.

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Gehen Funktionen bei interoperablen Messengern verloren?
Gehen Funktionen bei interoperablen Messengern verloren? (Bild: Jérôme Leblois/Reuters)

Die EU-Kommission will vorerst nicht die Interoperabilität von Messengerdiensten verlangen. "Im EU-Parlament wird das gefordert, aber wir haben uns dem noch nicht angeschlossen. Denn es könnte Innovationen auch ersticken", sagte die Vize-Kommissionspräsidentin Margrethe Vestager in einem Interview mit dem Handelsblatt. Vestager befürchtet einen Verlust an gewohnten Funktionen: "Denken Sie an die SMS: Die gibt es schon sehr lange, und sie hat sich kaum weiterentwickelt."

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So könnten bei SMS beispielsweise keine Gruppen erstellt werden. "Wenn wir jetzt vorschreiben, dass alle Messenger kompatibel sein müssen, könnte das dazu führen, dass wir eine Art SMS zurückkriegen", sagte Vestager und fügte hinzu: "Unsere Ansätze sind darum etwas breiter gefasst. So wollen wir vorschreiben, dass auf einem Handy mehrere App-Stores installiert werden können. Aber wir gehen nicht so weit, dass diese Stores miteinander kompatibel sein müssen."

Die EU-Kommission hat im vergangenen Dezember Vorschläge zur Regulierung der großen US-amerikanischen IT-Konzerne vorgelegt. Das Digitale-Dienste-Gesetz (DDG, engl.: DSA) und das Digitale-Märkte-Gesetz (DMG, engl. DMA) sollen die Wettbewerbsfähigkeit kleiner europäischer Dienste stärken und die großen Anbieter besser kontrollieren.

Auch SPD fordert Interoperabilität

Schon vorab hatte das Europaparlament einen umfangreichen Forderungskatalog dazu aufgestellt. Das Digitale-Dienste-Gesetz soll demnach "ein angemessenes Maß an Interoperabilität für systemrelevante Betreiber" sicherstellen.

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Die SPD fordert in ihrem kürzlich vorgestellten Wahlprogramm: "Es muss möglich sein, zwischen verschiedenen Messengerdiensten, sozialen Netzwerken und digitalen Plattformen zu kommunizieren oder zu wechseln. Diese Interoperabilität werden wir gesetzlich vorschreiben."

Von Seiten der EU-Kommission ist offenbar keine Unterstützung für diese Pläne zu erhalten. Allerdings könnten die EU-Mitgliedstaaten und das Europaparlament dies in die geplanten Verordnungen einfügen, wenn es dazu eine gemeinsame Linie gibt.

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picaschaf 12. Mär 2021

Immer wieder neuen Kram zu einem jahrzehnte alten Klumpen dazustopfen ist keine...

DragonHunter 12. Mär 2021

Rambox ist NICHT das, was hier gemeint ist. Was hier beachsichtigt ist, ist dass jeder...

Isodome 11. Mär 2021

In anderen Worten: du möchtest nicht, dass andere auf ihren Geräten installieren können...

abufrejoval 11. Mär 2021

Open source code ist wohl der bessere Standard, sorgt für garantierte Interoperatbilität...



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