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Whatsapp, Matrix oder XMPP: BMI sucht einen Messenger für Bundesbehörden

In Frankreich und der Schweiz gibt es sie schon, in Deutschland sucht man noch danach: Messenger für die Bundesbehörden. Der Bundesdatenschutzbeauftragte schlägt vor, sich an der französischen Lösung zu orientieren, während die Bundespolizei mit XMPP experimentiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Bald mit Behördenmessenger?
Bald mit Behördenmessenger? (Bild: TeroVesalainen/Pixabay)

Das Bundesinnenministerium sucht nach einem Messenger für die Bundesbehörden. Die Schweiz und Frankreich sind da weiter. Beide Länder haben sich mit Threema und Tchap bereits auf Messengerlösungen festgelegt. Letzteres basiert auf dem offenen Team-Messenger Matrix. Diesen Weg sollte auch Deutschland einschlagen, fordert der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber im Tagesspiegel (Paywall). Die Länder und die Polizei setzten derweil auf andere Messenger.

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Die Bundesregierung sucht mit einer ressortübergreifenden Arbeitsgruppe nach einem geeigneten Messenger. "Ein sicherer, plattformunabhängiger und behördenübergreifender Messengerdienst für Behörden ist aus Sicht der Bundesregierung sinnvoll", erklärt das Bundesinnenministerium, das die Arbeitsgruppe leitet. Im Sommer sei bereits ein Proof-of-Concept-Dienst (PoC) gestartet worden, ein weiterer befinde sich in Vorbereitung. Beide sollen von den verschiedenen Ressorts ausprobiert werden.

Kelber verweist auf die Entwicklungen in Frankreich. Dort wird eine Whatsappalternative auf Basis des Open-Source-Team-Messengers Matrix und dessen Client Riot entwickelt. In Frankreich "geht man aktuell einen hervorragenden Weg, um sich aus der faktisch in weiten Bereichen der Verwaltung bestehenden Abhängigkeit von Produkten großer amerikanischer IT-Firmen zu lösen", sagte Kleber.

Eine Alternative zu US-Messenger - auch für die Bürger

Der Messenger soll zukünftig auch für die Bürger geöffnet werden und so eine direkte Kommunikation mit den Behörden ermöglichen. Auch in Deutschland sollte ein entsprechender Weg eingeschlagen werden, sagte Kelber. "Eventuell könnte man sogar in Kooperation mit Frankreich einen datenschutzfreundlichen Messenger-Dienst aufbauen, der mittelfristig als gesamteuropäische Lösung eine echte Alternative zu bestehenden Produkten auf dem Markt darstellen könnte". Sowohl Tchap als auch die Matrix-Referenzimplementierung Matrix.org hatten bereits mit Sicherheitslücken zu kämpfen.

Die Länder gehen derweil eigene Wege, so wird beispielsweise in Niedersachsen auf einen Kryptomessenger auf Basis von Stashcat gesetzt. Dieser hatte jedoch in der Vergangenheit mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen.

Die Bundespolizei setzt hingegen auf den offenen XMPP-Standard. Ein Messenger auf XMPP-Basis befinde sich derzeit im Probebetrieb, heißt es in der Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP. Als Vorteil von XMPP wird die Möglichkeit eines föderierten Betriebs betont, also der Betrieb mehrerer unabhängiger Server, über die kommuniziert werden kann. Ob eine Verschlüsselung wie OTR, PGP oder das auf dem Signal-Protokoll basierende OMEMO zum Einsatz kommt, ist nicht bekannt. "Die Bundesregierung wird diese Einschätzungen der Bundespolizei mit Abschluss des Probebetriebs bewerten und gegebenenfalls weitere Maßnahmen prüfen", kündigt die Regierung in der Antwort an.

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Keep The Focus 18. Mai 2020

xmpp hat keinen Vorteil in Sachen Ausfallsicherheit

Iruwen 03. Dez 2019

https://imgs.xkcd.com/comics/standards.png

TechBen 03. Dez 2019

... zentrale Nutzerverwaltung, Policies (wie PIN-Eingabe beim Öffnen), isolierte...

cry88 03. Dez 2019

Die Behörden, die ich kenne verwenden intern bereits Cisco Jabber (was früher oder später...

park3r 03. Dez 2019

Das Problem ist daß der Anforderungskatalog des Bundes vermutlich gar nicht vorhanden...


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