Whatsapp: Facebook verbindet Messengerdienste frühestens 2020

Die angekündigte Verschmelzung von Facebooks eigenen Diensten mit Whatsapp haben für viel Wirbel gesorgt. Doch Mark Zuckerberg scheint es damit nicht sehr eilig zu haben.

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Facebook-Chef Mark Zuckerberg lobt die Vorteile der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg lobt die Vorteile der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. (Bild: Charles Platiau/Reuters)

Die Pläne für eine technische Zusammenführung von Facebooks und Instagrams eigenen Messengerdiensten mit Whatsapp stehen noch ganz am Anfang. "Wir sind in einem sehr frühen Stadium, das alles zu durchdenken", sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg in einem Analystengespräch nach der Vorstellung der Quartalszahlen am Mittwoch (PDF). Es handele sich um ein "langfristiges Projekt, das meiner Meinung nach eine Sache für 2020 oder später wird - in welchem Umfang auch immer wir das umsetzen werden", sagte Zuckerberg.

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Die geplante Verschmelzung der Dienste war am vergangenen Freitag bekanntgeworden. Der New York Times zufolge soll die technische Infrastruktur der verschiedenen Messengerdienste vereinigt werden. Facebook hatte bestätigt, dass künftig sowohl der Facebook Messenger als auch Instagram Direct eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erhalten sollen. Zudem arbeite das Unternehmen daran, "die Erreichbarkeit von Freunden und Familie über unsere Netzwerke hinweg zu erleichtern".

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Fokus

Viel mehr Details konnte auch Zuckerberg am Mittwoch nicht erläutern. "Der Hauptgrund, warum ich mich darüber freue, ist die zunehmende standardmäßige Nutzung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und deren Ausdehnung auf weitere Produkte. Die Leute mögen das bei Whatsapp", sagte Zuckerberg. Es gehe auch darum, mehr Produkte "vergänglicher" zu machen, damit die Informationen der Nutzer nicht für ewige Zeiten gespeichert würden. Bei Whatsapp-Nachrichten kann Facebook wegen der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht auf die Inhalte zugreifen. Auch werden die Nachrichten nicht auf den Servern von Whatsapp gespeichert.

Was die Interoperabilität der Dienste betrifft, so äußerte sich Zuckerberg eher schwammig. Er verwies auf das bereits in dem New-York-Times-Artikel erwähnte Beispiel, wonach Nutzer von Facebooks Marketplace die Möglichkeit erhalten sollen, aus der Anwendung direkt per Whatsapp miteinander zu kommunizieren. Zudem verwies er darauf, dass viele Nutzer die Facebook-Messenger-App auf ihrem Smartphone für den SMS-Versand nutzten. In diesem Fall sei es vorteilhaft, wenn solche Nachrichten künftig verschlüsselt verschickt würden, was bei SMS derzeit nicht der Fall ist.

Auch kommerzielle Gründe für Fusion

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Allerdings räumte Zuckerberg ein, dass hinter der geplanten Integration der Dienste auch kommerzielle Gründe stünden. Doch darauf liege "nicht der entscheidende Fokus". Inwieweit Facebook damit Geld verdienen will, erläuterte er jedoch nicht. Kritiker befürchten jedoch, dass Facebook die Daten von Whatsapp noch stärker dazu nutzen könnte, um beispielsweise personalisierte Werbung in den einzelnen Diensten auszuspielen.

Stattdessen verwies Zuckerberg in dem Analystengespräch darauf, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auch unter dem Gesichtspunkt des Datenschutzes vorteilhaft sei. Diese Produkte sowie die 2017 eingeführte Story-Funktion, bei der Fotos nach einem bestimmten Zeitraum automatisch gelöscht werden, würden die größten Zuwachsraten erzielen.

In diesem Zusammenhang lobte Zuckerberg die Prinzipien der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) als "sehr wichtig". Es sei ein sehr positiver Schritt gewesen, diese Prinzipien weltweit auf Facebook anzuwenden. Allerdings hatte Facebook die Einführung der DSGVO dazu genutzt, massenhaft Nutzerdaten von Whatsapp mit eigenen Diensten und Drittanbietern zu teilen. Widersprüche von Nutzern bezüglich der Weitergabe werden bislang ignoriert.

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