Abo
  • Services:
Anzeige
Sicher will eine sichere Alternative zu Whatsapp sein.
Sicher will eine sichere Alternative zu Whatsapp sein. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Whatsapp-Alternative: Sicher will sicher sein

Nach Threema und MyEnigma veröffentlicht ein weiterer deutschsprachiger Entwickler eine mobile Messenger-App als Alternative zu Facebooks Whatsapp. Ihr Name: Sicher. Doch ist Sicher wirklich sicher?

Anzeige

Regelmäßig bekommen wir Nachrichten von Entwicklern: "Wir haben eine supertolle und sichere App, die in Deutschland entwickelt wird und deren Server in Deutschland stehen. Wollen Sie da mal drüber schreiben?" Wollen wir oft nicht. Denn in den meisten Fällen handelt es sich um Programme, die es massenhaft in den App Stores zu kaufen gibt oder die sogar kostenlos angeboten werden. Und deren Entwickler sich mit Kryptographie offensichtlich kaum auskennen.

Als uns die Stuttgarter Firma Shape anschrieb, ob wir über ihren neuen kostenlosen Messenger für iOS, Android und Windows Phone berichten wollen, war es etwas anders. Denn Shape hat mit IM+ einen der ersten OTR-Messenger veröffentlicht und somit jahrelange Erfahrung mit verschlüsselter Kommunikation. So etwas lässt sich nicht einfach ignorieren. Und wer seiner App den Namen Sicher gibt, muss von der Sicherheit seines Produkts wirklich überzeugt sein, dachten wir.

Außerdem hat Shape im Jahr 2012 einen zweistelligen Millionenbetrag von einer russischen Investmentfirma bekommen. Genug, um ein Programm zu entwickeln, das die neuesten Verschlüsselungsmethoden einsetzt?

RSA mit 1024 Bit

In der Pressemappe des Unternehmens heißt es dazu: "Sicher benutzt Point-to-Point-Verschlüsselung, basierend auf asymmetrischer Kryptographie. Das heißt, dass nur der Empfänger, der den Schlüssel besitzt, die Nachricht entschlüsseln kann. Das RSA Krypto-System ist mit 1024 Bit Schlüsseln verschlüsselt."

  • Sicher im Vergleich zu anderen Messengern (Bild: Shape)
  • Sicher benötigt unter Android Berechtigungen, um auf die Daten des Nutzers zugreifen zu können - unter anderem auf die Geräte-ID. (Screenshot: Golem.de)
  • Daten auf dem Smartphone werden mit einem Passwort geschützt. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei der erstmaligen Installation von Sicher wird ein Schlüssel für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erstellt. (Screenshot: Golem.de)
  • Nachrichten können mit einer Selbstzerstörung versehen werden. (Screenshot: Golem.de)
Sicher benötigt unter Android Berechtigungen, um auf die Daten des Nutzers zugreifen zu können - unter anderem auf die Geräte-ID. (Screenshot: Golem.de)

RSA mit einer Schlüssellänge von 1024 Bit entspricht heute nicht mehr dem Stand der Technik. 2003 warnte sogar einer der Erfinder des Verfahrens, dass diese Schlüssellänge nicht mehr sicher sei. Bei HTTPS-Verbindungen sind solch kurze Schlüssel nicht mehr zu finden.

Das Team von Shape sieht darin kein Problem: "Das reicht uns und unseren Benutzern aus", schreibt CEO Igor Berezovsky uns im Chat. "1024 Bit heißt mit anderen Worten absolut sicher." Laut Statistik fänden über 90 Prozent der Angriffe offline statt, zum Beispiel durch die Putzfrau, die eine Push-Notification eines Angestellten sähe.

Bleiben trotzdem noch 10 Prozent.

Gerne hätten wir uns auch die Details der verwendeten Verschlüsselungstechnologien angesehen. Doch die sind nicht dokumentiert. Aus dem Informationsmaterial geht lediglich hervor, dass Sicher AES und RSA verwendet. Dabei gibt es bei der Implementierung dieser Verschlüsselungsalgorithmen zahlreiche Fallstricke, beispielsweise bei der Wahl des korrekten AES-Modus oder bei der Verhinderung von Timing-Attacken.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und deutsche Server 

eye home zur Startseite
katzenpisse 25. Jun 2014

Ist meiner Meinung nach die beste Lösung, hat nur noch ein paar Ecken und Kanten.

ButschBronson 23. Jun 2014

wieso soll eine firma die im handelsregister in london (für jeden offen zugänglich) steht...

gaym0r 23. Jun 2014

Es ist doch allgemein bekannt, dass über WhatsApp und ähnliche Dienste, nur...

Serenity 23. Jun 2014

Threema nutzt aber bei mir kaum jemand. Auch hat nicht jeder ein IPhone oder Android...

Fenix.de 21. Jun 2014

Setzte mal deinen Aluhut kurz ab. Der Messenger wird nicht an der TU, sondern an der...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BG-Phoenics GmbH, München
  2. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck
  3. über Hanseatisches Personalkontor Bremen, Bremen
  4. Heraeus infosystems GmbH, Hanau bei Frankfurt am Main


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 18,01€+ 3€ Versand
  2. täglich neue Deals

Folgen Sie uns
       


  1. Wegen Lieferproblemen

    Spekulationen über Aus für Opels Elektroauto Ampera-E

  2. Minix

    Fehler in Intel ME ermöglicht Codeausführung

  3. Oracle

    Java SE 9 und Java EE 8 gehen live

  4. Störerhaftung abgeschafft

    Bundesrat stimmt für WLAN-Gesetz mit Netzsperrenanspruch

  5. Streaming

    Update für Fire TV bringt Lupenfunktion

  6. Entlassungen

    HPE wird wohl die Mitarbeiterzahl dezimieren

  7. Satellitennavigation

    Neuer Broadcom-Chip macht Ortung per Mobilgerät viel genauer

  8. VR

    Was HTC, Microsoft und Oculus mit Autos zu tun haben

  9. Razer-CEO Tan

    Gaming-Gerät für mobile Spiele soll noch dieses Jahr kommen

  10. VW-Programm

    Jeder Zehnte tauscht Diesel gegen Elektroantrieb



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test: Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test
Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
  1. Adware Lenovo zahlt Millionenstrafe wegen Superfish
  2. Lenovo Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust
  3. Lenovo Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
Apples iPhone X in der Analyse
Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
  1. Smartphone Apple könnte iPhone X verspätet ausliefern
  2. Face ID Apple erlaubt nur ein Gesicht pro iPhone X
  3. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro

  1. Re: Vorher Diesel, jetzt E-Auto, das sind echt...

    Niaxa | 15:39

  2. Gab es irgendjemanden

    M.P. | 15:38

  3. Re: und was sagen die Piraten?

    nachgefragt | 15:35

  4. Re: Baut Amazon auch das aktuelle...

    querschlaeger | 15:35

  5. Re: Wie soll das in der freien Wildbahn...

    Niaxa | 15:35


  1. 15:30

  2. 15:06

  3. 14:00

  4. 13:40

  5. 13:26

  6. 12:49

  7. 12:36

  8. 12:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel