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What3words: Daimler will mit drei Wörtern Navigation neu definieren

Jeder Fleck auf der Erde lässt sich mit drei Wörtern beschreiben - so die Idee des Startups What3words. An diesem hat sich Daimler beteiligt und will die Adresseingabe im Navi deutlich vereinfachen.
/ Andreas Donath
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Mercedes will Navigation mit drei Wörtern ermöglichen. (Bild: Daimler)
Mercedes will Navigation mit drei Wörtern ermöglichen. Bild: Daimler

Jeder Fleck auf der Erde lässt sich mit drei Wörtern beschreiben - so die Idee des Startups What3words. An diesem hat sich Daimler beteiligt und will die Adresseingabe im Navi deutlich vereinfachen. Auszug.bäckerin.anpassung - das ist die Adresse, die Nutzer von Daimlers Navigationssystemen künftig verwenden können, um zu Golem.de in Berlin zu gelangen. Die drei Wörter sind Teil eines Koordinatensystems, das vom Startup What3words erfunden wurde.

What3Words und Daimler
What3Words und Daimler (00:55)

Daimler hat an diesem Startup nun eine zehnprozentige Beteiligung erworben und integriert das neue Dreiwort-Adresssystem in die Mercedes-Fahrzeuge. Als erstes ist die neue A-Klasse dran, die im Frühjahr 2018 auf den Markt kommt. Mit an Bord ist Mercedes' neues, linuxbasiertes Infotainment-System, das Mercedes-Benz User Experience ( MBUX(öffnet im neuen Fenster) ) genannt wird. Es ermöglicht, im Navi mittels Text- oder Spracheingabe die gewünschten Ziele mit Hilfe des 3-Wort-Systems einzugeben.

What3words(öffnet im neuen Fenster) hat für sein System den Globus in 57 Billionen Quadrate im Format drei mal drei Meter eingeteilt und jedem dieser Quadrate eine Dreiwortadresse zugeteilt - auch dort, wo es keine herkömmlichen Straßenadressen gibt. Damit kann jeder dieser Orte eindeutig bestimmt werden. Der Wortschatz umfasst etwa 25.000 Wörter in jeder Sprache und ein Algorithmus sorgt dafür, dass keine verwechslungsträchtigen Kombinationen mit ähnlichen aufeinanderfolgenden Wörtern entstehen. Aktuell werden 14 Sprachen unterstützt.

Das neue Infotainment-System MBUX(öffnet im neuen Fenster) bietet Updates-over-the-Air und arbeitet mit hochauflösenden Breitbild-Displays mit bis zu zwei 10,25-Zoll-Bildschirmen mit Touchscreen-Bedienung sowie einer selbst entwickelten Sprachsteuerung, die auf das Schlüsselwort "Hey Mercedes" hört.

Neben dem Touchscreen gibt es auch ein Touchpad auf der Mittelkonsole, ein Head-up-Display und Knöpfe am Lenkrad. Ein haptisches Feedback begleitet jede Eingabe. Auch indirekte Sprache wird laut Daimler erkannt, wenn der Nutzer zur Steuerung der Klimatisierung etwa sagt "Mir ist kalt" statt des eindeutigen Befehls "Temperatur auf 24 Grad" . Die Dialogausgabe variiert ebenfalls, wie das etwa auch bei Apples Siri der Fall ist.


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