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Ist Wework eher Offline-Facebook oder -LinkedIn?

Es ist kein Zufall, dass Wijnbergens ständige Verweise auf die Community den Verlautbarungen Mark Zuckerbergs ähneln. Auch Facebooks wichtigstes Gut ist die Community - oder ökonomisch ausgedrückt: Es sind die Netzwerkeffekte. Wir alle sind schließlich auf Facebook, weil alle auf Facebook sind. Der Zugang der Nutzer zueinander ist das eigentliche Pfund mit dem Netzwerke wuchern können. Das hat auch Wework verstanden und setzt alles daran, diesen Mehrwert nutzbar zu machen. Auf die Frage, ob Wework eine Art Offline-Facebook sei, meint Wijnbergens, dass das durchaus ein treffender Vergleich sei.

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Oder doch eher die realweltliche Entsprechung von LinkedIn? Wework hat sein Schicksal schließlich an die Zukunft der Arbeit gekoppelt - und manche sagen ihr düstere Zeiten voraus. Künstliche Intelligenzen würden einen Großteil der Arbeit, die heute von Menschen gemacht wird, übernehmen, so heißt es. Es ist daher nur folgerichtig, dass Wework sich zunehmend im Bereich der Bildung engagiert, sei es durch die Konzeptgrundschule Wegrow, die das Unternehmen derzeit in New York ausprobiert, oder in Weiterbildungseinrichtungen wie der Flat Iron Coding School, die außer in New York nun auch in London und bald in Berlin eröffnen wird.

  • Aussicht aus den Wework-Büros am Potsdamer Platz. (Bild: Michael Seemann)
  • Die Kaffeemaschine symbolisiert das Prinzip von Wework. (Bild: Michael Seemann)
  • Arbeiten im Coworking-Space (Bild: Michael Seemann)
Aussicht aus den Wework-Büros am Potsdamer Platz. (Bild: Michael Seemann)

Der andere Treiber, der laut Wijnbergens Wework weiter in die Zukunft drängt, ist die Organisation des immer enger werdenden städtischen Raumes. Mit Welive versucht Wework, sein raumorganisatorisches Know-how auf den Bereich des Wohnens zu transferieren. Flexible, fertig eingerichtete Apartments mit allerlei zusätzlichen Services sollen den Widerspruch zwischen Platzmangel und Lebensqualität auflösen. Bislang gibt es die Apartments nur in New York und Washington DC und noch ist offen, ob das Konzept ähnlich gut skaliert wie Wework.

Irgendwann ist alles wie Wework

Auch hier entpuppt sich Wework als typisches Plattformunternehmen. "Vertikale Integration" nennt man es, wenn Google Handybetriebsysteme herstellt und Amazon eigene Logistikzentren baut. Man weitet die eigenen Leistungen auf Bereiche aus, die der eigentlichen Hauptdienstleistung vor- oder nachgelagert sind. Wenn Wework schon deinen Arbeitsplatz organisiert, warum dann nicht auch deine Wohnung und die Kinderbetreuung? Alles aus einer Hand anzubieten ermöglicht Synergieeffekte und erhöht das Lock-in der Verbraucher - es wird immer schwerer aus dem Ökosystem auszubrechen.

Irgendwann wird vielleicht das ganze Leben so funktionieren wie der Kaffeeautomat im Wework-Foyer. Ich wähle aus einer begrenzten, aber durchaus beachtlichen Auswahl an Einrichtungsstilen fürs Apartment sowie Bildungsmodulen fürs Kind aus und gebe meine bevorzugte Schreibtischhöhe ein. Mein Leben wird dann frisch gebrüht überall dorthin serviert, wo es mich gerade hin verschlagen hat. Natürlich all inclusive zum monatlichen Pauschalpreis und platzsparend - vielleicht sogar umweltschonend - durchoptimiert. Dazu bin ich vernetzt in der Community, die mich mit Jobangeboten und Projekten je nach Lebenslage versorgt und mit der ich mich in der Kaffeepause über den Unterschied von Americano und Filterkaffee austauschen kann. Also schon auch ein bisschen wie Star Trek, nur mit Großstadt statt Raumschiff und mit saftigen Preisen.

 Outgesourcte Hippness als zubuchbares Businessmodul?
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ElTentakel 04. Aug 2018

Ich hätte gerne irgendwie beides ... flexible Arbeitszeiten mit flexibler Entlohnung und...

Ymi_Yugy 25. Jul 2018

Ich glaube man macht einen Fehler, wenn man die physische Arbeitsumgebung völlig außer...

KlugKacka 24. Jul 2018

Siehe ein Post vor Deinem.

KlugKacka 24. Jul 2018

doppelplusgut

KlugKacka 24. Jul 2018

Du bist halt nicht Hipp und arbeitest ernsthaft am Rechner und twitterst nicht nur.


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