Wettrüsten: DJI gegen Drohnenhacker
DJI hat seine Drohnen freiwillig mit Softwaresperren ausgerüstet, damit diese nicht in Flugverbotszonen beispielsweise rund um Flughäfen fliegen können. Die russische Firma Coptersafe(öffnet im neuen Fenster) bietet indes seit einiger Zeit für rund 200 US-Dollar eine modifizierte Drohnen-Firmware an, die DJIs sogenannte No-Fly-Zone, Höhen- und Geschwindigkeitsbegrenzungen abschalten kann.
Durch Reverse Engineering gelangten kostenlose Versionen der Software ins Internet und förderten die Verbreitung. Mit einem Opt-Out sind Piloten indes auch bei der offiziellen App in der Lage, einige Restriktionen zu umgehen(öffnet im neuen Fenster). DJI registriert diese Versuche allerdings: Die Nutzer müssen sich mit Namen und E-Mail-Adresse in der App anmelden. Gedacht ist die Funktion für Anwender, die in den betroffenen Gebieten fliegen dürfen, um etwa Leitungen zu inspizieren.

DJI aktualisierte in den vergangenen Tagen laut einem Bericht von Motherboard(öffnet im neuen Fenster) seine Software, um die Hacks zu beseitigen, und entfernt anfällige Versionen seiner Firmware von den Firmenservern. DJI-Sicherheitsdirektor Victor Wang sagte Motherboard, dass eine "unerlaubte Modifikation einer DJI-Drohne nicht empfohlen wird, da dies zu einem instabilen Flugverhalten führen kann".

Im März 2017 schlug DJI bereits vor, dass unbemannte Fluggeräte künftig ihre Position und ihre Registrierungsnummer aussenden sollten. Das soll eine Identifikation der Drohne vereinfachen. Allerdings haben nur Behörden, etwa die Polizei oder die Luftaufsichtsbehörde, Zugriff auf die Datenbank, um anhand des Identifikationscodes den Eigentümer ermitteln zu können.
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