Wettrennen zum Mond: USA wollen ihre eigene Mondbasis ab 2030 bauen

Egal ob China, Indien oder Südkorea , sie alle haben Pläne für eine permanente Basis auf dem Mond. Nur die USA taten sich bislang mit einem konkreten Zeitplan schwer. Dabei betonen die Vertreter des Landes immer wieder, dass sie sich in einem Wettrennen zum Mond mit China befänden; bis zum Jahr 2035 soll die erste Ausbauphase der chinesischen Mondbasis ILRS ( International Lunar Research Station ) am Südpol des Trabanten abgeschlossen werden. Jetzt hat der US-Präsident Donald Trump eine neue Verordnung(öffnet im neuen Fenster) erlassen, nach der die USA "bis 2030 mit dem Bau einer dauerhaften Mondbasis" beginnen sollen.
Die Durchführungsverordnung mit dem Titel Sicherstellung der amerikanischen Weltraumüberlegenheit (Ensuring American Space Superiority) gilt seit dem 18. Dezember 2025. Laut dem Dokument ist Dominanz im Weltraum entscheidend für die Sicherheit und den Wohlstand der Nation.
Absicherung der US-amerikanischen Vormachtstellung
"Die Vereinigten Staaten müssen daher eine Raumfahrtpolitik verfolgen, die die Reichweite menschlicher Entdeckungen erweitert, die lebenswichtigen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen der Nation sichert, kommerzielle Entwicklung entfesselt und die Grundlage für ein neues Weltraumzeitalter legt" , heißt es in der Durchführungsverordnung.
Darin wird auch gefordert, dass die USA bis zum Jahr 2028 wieder Astronauten auf die Mondoberfläche schicken sollen. Der derzeitige Start für die astronautische Mondmission Artemis II ist für Februar 2026 vorgesehen . Dabei handelt es sich aber nur um einen Rundflug.
Die eigentliche Mondlandung soll mit Artemis III erfolgen, wobei die Mission mehrmals verschoben wurde. Zuletzt sah der Zeitplan vor, dass zwei Astronauten im Jahr 2027 auf der Mondoberfläche landen sollen – zwei Jahre, bevor China zwei seiner Landsleute zum Mondsüdpol schickt.
Doch SpaceX gab kürzlich selbst bekannt , dass es vor 2028 wohl keine Möglichkeit sehe, auf dem Trabanten zu landen. Das umgebaute Starship HLS (Human Landing System) muss zunächst ohne Besatzung demonstrieren, dass es sicher auf dem Mond landen und wieder von dort abheben kann.
Energieversorgung im Weltraum und auf dem Mond
Neben dem Bau einer dauerhaften Mondbasis, "um eine nachhaltige amerikanische Präsenz im Weltraum sicherzustellen und die nächsten Schritte in der Marsforschung zu ermöglichen" , gehört auch die Nutzung von Kernenergie im Weltraum. Bis 2030 sollen solche Reaktoren nicht nur auf dem Mond, sondern auch in der Erdumlaufbahn zum Einsatz kommen.
Vor einiger Zeit erteilte der bisherige Administrator der US-Raumfahrtbehörde Nasa, Sean Duffy, eine Anweisung zur Kernenergienutzung bis zum Jahr 2030 im Weltall. Dies erfolgte kurz nachdem die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos bestätigt hatte(öffnet im neuen Fenster) , für die geplante chinesische Mondbasis einen Kernreaktor bis 2036 bereitzustellen. Seit dem 18. Dezember 2025 übt der milliardenschwere Unternehmer und private Astronaut Jared Isaacman das Amt des Nasa-Administrators aus, der die Artemis-Pläne unterstützt.