Wetterballon: Raspberry-Pi-Kamera fliegt in Himbeere 40 km hoch

Bastler Dave Akerman hat vermutlich als Erster die neue Raspberry-Pi-Kamera in 40 km Höhe geschickt, um Bilder von der Erde aufzunehmen. Transportiert wurden Kamera und Einplatinenrechner mit Hilfe eines Wetterballons und eines Schutzgehäuses in Form einer Himbeere.

Artikel veröffentlicht am ,
Raspberry Pi geht in die Luft
Raspberry Pi geht in die Luft (Bild: Dave Akerman)

Das 25 US-Dollar teure Kameramodul für den Einplatinenrechner Raspberry Pi hat Bastler Dave Akerman in eine Höhe von ungefähr 40 Kilometern gebracht. Dort hat es Fotos gemacht.

  • Dave Akerman mit Raspberry Pi im Gehäuse (Bild: Dave Akerman)
  • Raspberry Pi im Gehäuse (Bild: Dave Akerman)
  • Raspberry Pi im Gehäuse (Bild: Dave Akerman)
  • Tracking des Wetterballons und Bild-Dekodierung (Bild: Dave Akerman)
  • Aufnahmen der Kamera in großer Höhe  (Bild: Dave Akerman)
  • Aufnahmen der Kamera in großer Höhe  (Bild: Dave Akerman)
Raspberry Pi im Gehäuse (Bild: Dave Akerman)
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Möglich war das durch einen Wetterballon aus Latex, der mit Wasserstoff gefüllt wurde. Er stieg in Südwestengland auf und landete auch nicht weit entfernt wieder, nachdem er rund drei Stunden in der Luft gewesen und dabei in eine Höhe von ungefähr 40 km aufgestiegen war, bevor er an einem Fallschirm zur Erde zurückfiel.

Die Kamera-Modulplatine misst 20 x 25 x 10 mm, der darauf platzierte 5-Megapixel-CMOS-Sensor misst 8 x 8 x 5 mm. Die Fotos sind 2.592 x 1.944 Pixel groß. Außerdem können H.264-Videoaufnahmen mit 1080p bei 30 Bildern/s, 720p bei 60 Bildern/s und geringerem Bildrauschen sowie 60 oder 90 Bilder/s mit 640 x 480 Pixeln aufgenommen werden.

Originelles Gehäuse

Damit die Technik weder in der großen Höhe noch beim Aufprall beschädigt wird, wurde sie in einem Schaumstoffgehäuse untergebracht, die der Himbeere aus dem Logo des Raspberry Pi nachempfunden wurde.

Im Gehäuse befand sich nicht nur die Akkustromversorgung, sondern auch die Kamera mit einer Gehäuseöffnung für das Objektiv und der Rasperry Pi. Alle drei Minuten wurden Bilder in drei verschiedenen Auflösungen gemacht.

Zudem waren zwei Funkmodule sowie mehrere Antennen und eine Radiosonde im Gehäuse. Sie sollte das Orten des Ballons ermöglichen, damit die Nutzlast auch wieder geborgen werden konnte. Zudem wurden während des Fluges Bilder in niedriger Auflösung per Datenfunk übermittelt und in Originalauflösung auf einer SD-Karte gespeichert. Die Daten konnten nicht nur von Akerman, sondern auch von Amateurfunkern aus Nordirland, Holland und Frankreich empfangen werden.

Beinahe wäre nach der Landung die Nutzlast verloren gegangen: Ein Anwohner fand die Himbeerhülle samt Latex-Ballon und nahm sie mit nach Hause, so dass Akerman an der letzten bekannten Position zunächst vergeblich suchte. Doch der Finder meldete sich unter der am Ballon befestigten Telefonnummer. Er hatte den Ballon in seiner Garage gelagert.

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Flyns 29. Mai 2013

Deswegen meldet man sich vorher ja auch beim Luftfahrt-Bundesamt an. Die werden einem...

Flyns 29. Mai 2013

Ich denke ein guter Mix aus beidem ;) Vielleicht wars auch ein eher außergewöhnlicher...

Flyns 29. Mai 2013

Naja ganz falsch ist es ja nicht, nur etwas ungünstig ausgedrückt ;). Jeder Körper hat...


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