Wetter und PV-Anlagen: Solarparks sollen in Dubai die Regenmenge erhöhen
Ein Forschungsteam der Universität Hohenheim in Stuttgart vom Institut für Physik und Meteorologie arbeitet darin, die Niederschlagsmenge in Wüstenregionen mittels Solarzellen zu steigern. Dafür erhält das Projekt zur Erhöhung der Niederschlagsmengen durch veränderte Landbedeckung und Landformung(öffnet im neuen Fenster) Forschungsgelder in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Das Geld, das von der Forschungsabteilung der nationalen Meteorologiebehörde der Vereinigten Arabischen Emirate stammt, soll für Atmosphärenmessungen unter anderem mit Lasermesssystemen in den dortigen Wüstengebieten eingesetzt werden.
Von besonderem Interesse sind die mittlerweile mehrere Quadratkilometer großen Solarparks, die auf dem eigentlich hellen und gut reflektierenden Wüstensand errichtet wurden. Weil auf diese Weise große Flächen deutlich abgedunkelt werden und sich zusätzlich erwärmen, können sogenannte Wärmeblasen entstehen.
Steigen diese durch die Erwärmung in höhere Schichten auf, kann die enthaltene Luftfeuchtigkeit kondensieren. Es entstehen Wolken und schließlich Regen. Voraussetzung dafür ist die Zufuhr feuchter Luft vom Meer. Die Bedingungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind somit nahezu perfekt für das Projekt.
Kombination mehrere Techniken für ausreichend Regen
Bereits 2024 wurde eine Studie(öffnet im neuen Fenster) an der Universität Hohenheim zur Erzeugung von Regen über Solarparks in der Wüste veröffentlicht. Demnach könnte eine Fläche mit Photovoltaik in einem dreimal so großen Gebiet zusätzlichen Regen erzeugen, der zumindest in trockenen Regionen etwa 10 Prozent der Jahresniederschlagsmenge entsprechen würde.
Um diesen Ertrag weiter zu erhöhen, sollen die Solarparks um zusätzliche funktionale Flächen ergänzt werden. Mit ergänzenden Bepflanzungen könnte die Bodentemperatur weiter erhöht werden. Gleichzeitig kann die Vegetation Regenwasser aufnehmen.
Zusätzlich sollen künstliche Dünen dabei helfen, die anströmende und feuchte Meeresluft leichter in höhere Luftschichten zu transportieren.
Ausgelegt ist das Projekt zunächst auf drei Jahre. Bei einem Erfolg könnte die Technik auf viele vergleichbar trockene Regionen weltweit übertragen werden, in denen Solarflächen neben Strom zusätzlich Niederschlag erzeugen könnten.
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