• IT-Karriere:
  • Services:

Wettbewerbszentrale: Tesla darf nicht mit Benzineinsparungen werben

Bei der Konfiguration seines Model 3 gibt Tesla fiktive Einsparungen durch niedrigere Benzinkosten an. Die Wettbewerbszentrale sieht darin eine Irreführung von Interessenten.

Artikel veröffentlicht am ,
Tesla darf sein Model 3 nicht billiger rechnen.
Tesla darf sein Model 3 nicht billiger rechnen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Elektroautohersteller Tesla darf den Preis für sein neues Model 3 nicht durch fiktive Kosteneinsparungen billiger rechnen. Die Werbepraxis von Tesla sei "wegen Irreführung potentieller Interessenten und Verstoßes gegen die Preisangabenverordnung beanstandet" worden, teilte die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs am 6. März 2019 mit. Tesla habe sich außergerichtlich mit der Wettbewerbszentrale geeinigt und müsse seine Preisangaben bis zum 20. März 2019 ändern.

Stellenmarkt
  1. Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  2. Stadtwerke München GmbH, München

Der Grund für die Beanstandung: Bei der Konfiguration seines Model 3 wird dem Interessenten dem tatsächlichen Kaufpreis ein "Preis nach Einsparungen" gegenübergestellt. Dabei zieht Tesla pauschal 5.000 Euro ab und begründet dies mit einer geschätzten Benzinkosten-Einsparung über den Zeitraum von fünf Jahren. So reduziert sich beispielsweise der Preis der Version "Langstreckenbatterie" von 53.280 Euro auf 48.280 Euro. Bei einem Finanzierungsvorschlag wird die monatliche Rate je nach Laufzeit um bis zu 139 Euro günstiger ausgewiesen.

Einsparung "willkürlich" und "intransparent"

Doch nach Ansicht der Wettbewerbszentrale ist die angegebene Einsparung nicht nur "letztlich willkürlich, sondern auch intransparent und widerspricht damit den Grundsätzen von Preiswahrheit und Preisklarheit". Unter lauterkeitsrechtlichen Aspekten könne ein solcher Betrag nicht von dem vom Kunden zu zahlenden Kaufpreis oder der monatlichen Rate abgezogen werden, "weil der Kunde zum Zeitpunkt des Kaufs oder der Finanzierung den vollen genannten Preis bezahlen muss". Eine solche Preisdarstellung verstoße auch gegen die Regelungen der Preisangabenverordnung.

Tesla hatte bereits 2017 Ärger mit der Wettbewerbszentrale. Damals musste sich das Unternehmen verpflichten, sein Model S 75 D nicht mit einer "Standardausstattung" für einen Barzahlungsgrundpreis von 69.019 Euro zu bewerben, "sofern ein Fahrzeug zu diesem Preis tatsächlich nicht erhältlich ist". Aus demselben Grund hatte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) das Model S wieder aus der Liste der förderfähigen Elektroautos gestrichen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)

SJ 11. Mär 2019

Richtig erkannt :) W3C wollte ja leider keine scarcasm-Spezifikation.

JackIsBlack 09. Mär 2019

Die Abgaswerte haben doch gestimmt auf dem Prüfstand. :)

Anonymer Nutzer 08. Mär 2019

Jain. Die Amis verlangen zwar weniger Steuern, dafür fließt auch weniger an die...

der_dude 08. Mär 2019

Quelle?

Schrödinger's... 08. Mär 2019

Wo kein Kläger, da kein Richter.


Folgen Sie uns
       


Pixel 4 XL - Test

Das Pixel 4 XL ist Googles erstes Smartphone mit einer Dualkamera. Im Test haben wir uns diese genau angeschaut.

Pixel 4 XL - Test Video aufrufen
Apple-Betriebssysteme: Ein Upgrade mit Schmerzen
Apple-Betriebssysteme
Ein Upgrade mit Schmerzen

Es sollte alles super werden, stattdessen kommen seit MacOS Catalina, dem neuen iOS und iPadOS weder Apple noch Entwickler und Nutzer zur Ruhe. Golem.de hat mit vier Entwicklern über ihre Erfahrungen mit der Systemumstellung gesprochen.
Ein Bericht von Jan Rähm

  1. Betriebssystem Apple veröffentlicht MacOS Catalina
  2. Catalina Apple will Skriptsprachen wie Python aus MacOS entfernen
  3. Apple MacOS wechselt von Bash auf ZSH als Standard-Shell

Quantencomputer: Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits
Quantencomputer
Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits

Gebaut für eine Kühlung mit flüssigem Helium ist Horse Ridge wohl der coolste Chip, den Intel zur Zeit in Entwicklung hat. Er soll einen Quantencomputer steuern, dessen Qubits mit ungewöhnlich hohen Temperaturen zurechtkommen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. AWS re:Invent Amazon Web Services bietet Quanten-Cloud-Dienst an
  2. Quantencomputer 10.000 Jahre bei Google sind 2,5 Tage bei IBM
  3. Google Ein Quantencomputer zeigt, was derzeit geht und was nicht

Sendmail: Software aus der digitalen Steinzeit
Sendmail
Software aus der digitalen Steinzeit

Ein nichtöffentliches CVS-Repository, FTP-Downloads, defekte Links, Diskussionen übers Usenet: Der Mailserver Sendmail zeigt alle Anzeichen eines problematischen und in der Vergangenheit stehengebliebenen Softwareprojekts.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Überwachung Tutanota musste E-Mails vor der Verschlüsselung ausleiten
  2. Buffer Overflow Exim-Sicherheitslücke beim Verarbeiten von TLS-Namen
  3. Sicherheitslücke Buffer Overflow in Dovecot-Mailserver

    •  /