Wettbewerbsbeschwerde: Telekom greift Google wegen Android an

Die Telekom reicht eine offizielle Beschwerde wegen Android ein. Google würde sich mit dem Betriebssystem Vorteile vor Konkurrenten verschaffen.

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Android-5.1-Apps
Android-5.1-Apps (Bild: Screenshot Golem.de)

Die Deutsche Telekom steht kurz davor, gegen Google eine Wettbewerbsbeschwerde einzureichen. Das berichtet die New York Times aus informierten Kreisen. Der Netzbetreiber will sich offiziell an der laufenden Untersuchung gegen Google in der Europäischen Union zum mobilen Betriebssystem Android beteiligen.

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Vor über einem Jahr hat die Telekom bereits an einer Wettbewerbsbeschwerde zu den Praktiken in Googles Suchmaschine in der EU teilgenommen.

Die Beschwerde zu Android durch die Telekom könnte im November 2015 vorgelegt werden. Darin wird Google vorgeworfen, wettbewerbswidrig in Android eigene Dienste wie Google Maps und Googles Suche zu bevorteilen. Die New York Times beruft sich auf mehrere Personen, die aber nicht namentlich genannt werden wollen.

Netzinterne Informationen

Durch die offizielle Teilnahme der Telekom an der Beschwerde wäre der Konzern berechtigt, Informationen und Beweise bei der EU dafür vorzulegen, dass Google die Kontrolle über Android missbraucht, um Konkurrenten zu schaden. Dazu könnten auch Informationen der Nutzer und über Zugriffe auf Dienste gehören, die nur ein Mobilfunkbetreiber haben kann. Auf der Grundlage könnte entschieden werden, ob zu Android ein offizielles Wettbewerbsverfahren gegen Google eingeleitet wird.

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Googles Android läuft nach Angaben der Gartner-Marktforschung auf über 80 Prozent der Smartphones weltweit.

Die EU-Kommission hatte im April 2015 eine kartellrechtliche Untersuchung des Verhaltens von Google zum Betriebssystem Android eingeleitet. Das hatte die EU-Kommission bekanntgegeben. Bei der Untersuchung sollte die Frage im Mittelpunkt stehen, ob Google bei Betriebssystemen, Anwendungen und Diensten für mobile Endgeräte "wettbewerbswidrige Vereinbarungen getroffen oder eine etwaige marktbeherrschende Stellung missbräuchlich ausgenutzt hat".

Daran ist eine Anzahl von ITK-Konzernen wie Oracle und Nokia beteiligt, darunter auch Startups wie Aptoide.

Im vergangenen Monat hat in den USA auch die FTC (Federal Trade Commission) begonnen, Googles Android-Praktiken zu untersuchen, berichtet die New York Times aus informierten Kreisen.

In dem russischen Android-Kartellverfahren gegen Google hat die Wettbewerbsbehörde dem Konzern im Oktober eine Frist gesetzt. Google soll bis zum 18. November Anwendungen aller Anbieter gleichberechtigt behandeln. Die Moskauer Behörde droht ansonsten mit einer Geldstrafe von bis zu 15 Prozent des App-Jahresumsatzes.

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neocron 21. Okt 2015

Nunja, auch im Patentrecht gibt es hebel, die es auszuloten gibt ... bzw. man schaue...

mgh 21. Okt 2015

Hab ich was verschlafen? Gilt nicht mehr, dass man keine andere Browser-Engine für iOS...

mgh 21. Okt 2015

Ja ok. Aber trotzdem sollte der Marktanteil nicht der einzige Ansatzpunkt sein um...

nykiel.marek 20. Okt 2015

Du hast mit deiner "Frage" (eigentlich war es eine Aufforderung, aber ich will dich jetzt...

Cok3.Zer0 20. Okt 2015

Ja, genau: Die wollen Knete sehen! Es kümmert sie gar nicht, dass andere Stores...



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